Posts Tagged ‘Zeichentrickfilm’

Hunde im All

März 23, 2010

Zur Animation von Belka i Strelka. Zvëzdnye sobaki

50 Jahre nach dem Raumflug des Sputniks 5 mit Mäusen, Ratten und den beiden Hunden Belka und Strelka an Bord ist das Abenteuer der Crew als Trickfilm in die russischen Kinos gekommen.

Bekanntlich waren die Tier-Kosmonauten am 20. August 1960 nach 18 Erdumrundungen heil zurückgekehrt. Strelka warf angeblich danach sechs Welpen, einen davon ließ Nikita Sergeevič Chruščëv Jacqueline Kennedy (der Tochter John Kennedys) als Geschenk überbringen. Nun sind die beiden Hunde nicht mehr nur als ausgestopfte Raumfahrer im Moskauer Kosmonautenmuseum zu bestaunen, sondern auch in der Vier-Millionen-Euro teuren 3d-Animation.

www.belka-i-strelka.ru

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Und wieder Mul’tiki

März 17, 2010

Michail Elizarov hat einen neuen Roman geschrieben

Einmal mehr Zeichentrickfilme… Michail Elizarov legt nach, auch wenn seine Mul’tiki etwas anderer Natur sind… German Rymbaev, der Held in Elizarovs neuem Roman, ist ein durch die Straßen einer Randmetropole schlendernder und die gaffenden Passanten ausnehmender 18-Jähriger, dessen Existenz wie in einer simulakrum artigen Animation dargestellt wird.

Hier, in einer sehr eigenen Sendung von Viktor Puzo, spricht der Autor über sein neues Werk.

Schwarzkäppchen in Moskau

März 6, 2010

Zum ersten Mal läuft in Russland eine Retrospektive des polnischen Zeichentrickfilms. Animationsfilme der letzten 50 Jahre stehen am 7. und 8. März auf dem Programm des Moskauer Kulturzentrums Aktovyj zal. Gezeigt werden Filme aus unterschiedlichen Jahrzehnten – angefangen von den Kinderklassikern Władysław Nehrebeckis Bolek i Lolek und Lechosław Marszałeks Abenteuer des Reksio über Zbigniew Rybczyńskis Tango, der 1982 den Oskar gewann, und Piotr Dumałas schwarze Parodie Czarny kapturek (Schwarzkäppchen) bis hin zu den zeitgenössischen Arbeiten Tomasz Bagińskis wie Sztuka spadania (Die Kunst des Fallens) und seiner 2002 ebenfalls für den Oskar nominierten Arbeit Katedra (Die Kathedrale). In der breiten Auswahl an Filmen könnte man ein Bekenntnis der russischen Animationskunst zu den polnischen Kollegen und deren wegweisenden Zeichentrickfilmtechniken sehen. Denn während die sowjetischen Multiplikatory (russ. Animationskünstler) der 1950er und 1960er Jahre sich eher in der Nachahmung und Überbietung der Walt Disney-Zeichentrickfilmdynastie übten, schufen ihre Kollegen in Polen durch experimentelle Techniken die Animationskunst neu. Für diejenigen, die über die in Russland bevorstehenden Feiertage nicht nach Moskau kommen, um den Frauen zu gratulieren und sich nebenbei Trickfilme reinzuziehen, ist hier eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Władysław Nehrebecki: Przygody Bolka i Lolka (1963)

Lechosław Marszałek: Reksio i UFO (1968)

Piotr Dumała: Czarny kapturek (1983)

Piotr Dumała: Łagodna (1985)

Tomasz Bagiński: Katedra (2002)

Tomasz Bagiński: Sztuka spadania (2004)

Lechosław Marszałek: Reksio i UFO (1968)