Posts Tagged ‘Russland’

Veranstaltungshinweis: „Art Without Death“ – Ausstellung und Konferenz im HKW Berlin

August 20, 2017

Art Without Death: Russischer Kosmismus

Ausstellung│01.09. – 03.10.2017
Ausstellungseröffnung│31.08.2017, 19h
täglich (außer Di) 11 – 19h
Eintritt: 7│5 EUR (Mo + U16 frei)

Konferenz│01. + 02.09.2017
Eintritt frei
Anmeldung erbeten: cosmism@hkw.de
Ausstellung geöffnet bis 22h

im HKW│Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin, 030 – 397 870

kuratiert von Boris Groys

Das Programm finden Sie hier. (more…)

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Hinweis: CHAMISSOS SCHATTEN im Kino Arsenal ab 15.01.2017

Januar 11, 2017
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Karte der Beringsee von 1868

Alle, die Ulrike Ottingers künstlerisch-dokumentarische Filmexpedition auf den Spuren Adelbert von Chamissos „in Siebenmeilenstiefeln“ durch die Beringsee (unglaublich schöne und stille 709 Minuten!) nicht längst gesehen haben, können das jetzt im Kino Arsenal nachholen:

So 15.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 1: ALASKA UND DIE ALEUTISCHEN INSELN   Ulrike Ottinger, Deutschland 2016   OmE 190‘

So 22.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 1: TSCHUKOTKA   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 192‘

Fr 27.1., 19.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 2: TSCHUKOTKA UND DIE WRANGELINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 153‘

So 29.1., 18.30h, zu Gast: Ulrike Ottinger
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 3: KAMTSCHATKA UND DIE BERINGINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 174‘

Das beeindruckende Zeugnis einer dreimonatigen Reise im Sommer 2014 nach Alaska, Kamtschatka, Tschukotka und zur Wrangelinsel im Nordpolarmeer entführt den Zuschauer in eine fast irreal anmutende Welt, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins zu fallen scheinen. Der Held von Ottingers „wundersamer Geschichte“ ist zweifellos die Natur – das schier unendliche Meer, die vielfältigen Landschaften, die Tiere und Pflanzen. Nur der Mensch bleibt in dieser entlegenen Region eine zwiespältige Erscheinung: (more…)

Hinweis auf die DGO-Fachtagung „Russland und/als Eurasien“, 07.-09.10.2016 in Berlin

August 24, 2016

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Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde lädt alle Interessierten herzlich zur diesjährigen Tagung der Fachgruppe Slavistik vom 7. bis 9. Oktober 2016 in Berlin ein. Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Birgit Menzel (Mainz-Germersheim) und Prof. Dr. Christine Engel (Innsbruck). Tagungsort ist die Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46/48, 14193 Berlin.

Aus der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit den 1990er Jahren hat eine intensive reale und symbolische Aneignung des eurasischen Raums eingesetzt. Sie erfolgt sowohl von Russland als auch vonseiten anderer Großmächte, und ist primär der Marktexpansion sowie geopolitischen und geostrategischen Interessen in einer neuen multipolaren Weltordnung geschuldet. Auch die Osteuropaforschung, die den postsowjetischen Raum jenseits des Ural bis dahin weitgehend ignoriert bzw. als Peripherie behandelt hat, reagiert auf diese Entwicklungen und bezieht nunmehr auch die Region Zentralasien ein. Die bisherigen Forschungsarbeiten zum Raum Eurasien haben sich allerdings in erster Linie auf politik- und sozialwissenschaftliche sowie auf historisch-geographische Fragestellungen konzentriert.

Die 18. Arbeitstagung der Fachgruppe Slavistik wendet sich nunmehr explizit der Frage nach den verschiedenen kulturellen Modellierungen sowohl in Russland als auch in den zentralasiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu. Neben den ideologischen Positionen nehmen sie Fragen der Ästhetik und der Sprachtheorie, Beispiele aus Literatur und Musik sowie philosophische, mythische und religiös-spirituelle Ideen und Konzepte in den Blick.

Hier finden Sie Einzelheiten zu Tagungsverlauf und Anmeldung (bis 09. September bei der DGO per eMail office@dgo-onlin.de oder telefonisch 030. 21 47 84 14). Es wird eine Tagungsgebühr erhoben.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Russisch (mit Verdolmetschung der deutschen Beiträge ins Englische).

Veranstaltungshinweis: BERLIN.BEREGA – Präsentation und Diskussion am 15.06.2016

Juni 9, 2016

Berlin_BeregaPräsentation & Diskussion & Lesung

Anläßlich der zweiten Ausgabe stellt sich Berlins neue russischsprachige Literaturzeitschrift BERLIN.BEREGA am Institut für Slawistik vor und der Diskussion:

Zeit: 15. Juni 2016, 16:00 Uhr
Ort: Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57

Diskussionsthema: „Überschreiten der Grenzen der Muttersprache: Recht, Notwendigkeit oder Chance?“

An der Veranstaltung nehmen auch zwei Autoren teil: Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin. Beide stammen aus Leningrad und leben seit über 10 Jahren in Deutschland. Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin schreiben und sprechen sowohl Russisch als auch Deutsch.

Zusammen mit dem Herausgeber von BERLIN.BEREGA Grigorij Arosev freuen sich die Autoren auf ein Gespräch über ihre Erfahrungen, die sie beim Überschreiten der Grenzen gemacht haben, sowie generell über „Zweisprachigkeit in der Literatur“. Beide Autoren werden auch aus ihren Werken vorlesen. 

Die Diskussion und Teile der Lesung finden auf Deutsch statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Veranstaltungshinweis: Schalamow-Symposium am 12.05.2016 im ZfL Berlin

Mai 5, 2016

Schalamow. Lektüren

Im Rahmen des ZfL-Projektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ findet am 12. Mai 2016 im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin ein Symposium statt, das komperatistischer Schalamow-Lektüren gewidmet ist und nach (Denk)anstößen fragt, die heute von Schalamows Werk ausgehenfür die literarische Form, für das Verhältnis von Schreiben und Realität, aber auch für das Nachdenken über extreme Entstehungsbedingungen von Literatur.

Organisiert wird das Symposium von Matthias Schwartz und Dirk Naguschewski (beide ZfL Berlin).

Veranstaltungsort:
ZfL, Schützenstraße 18, 10117 Berlin, 3. Etage (Trajekte-Tagungsraum)

Hier die Information und das Programm der Veranstalter_innen:

schalamow_biografie-2a8113cbDer russische Schriftsteller Warlam Schalamow (1907–1982) entwickelt in seinen Erzählungen aus Kolyma nicht nur eine »Poetik der Unerbittlichkeit« über den sowjetischen Gulag, sondern setzt sich in seinen Werken auch eindringlich mit der Frage auseinander, wie ein Schreiben von Prosa nach dem Lager überhaupt noch möglich sei. Franziska Thun-Hohenstein, die in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag feiert, hat seit mehr als einem Jahrzehnt als Autorin und Herausgeberin wesentlich dazu beitragen, diesem paradigmatischen Lager-Autor aus dem Osten Europas auch im Westen Gehör zu verschaffen.

Die Kollegen des ZfL und drei Gäste nehmen den Beginn ihres neuen Forschungsprojektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ zum Anlass, um dem Autor Schalamow eine Reihe komparatistischer Lektüren – ›vom Westen her gesehen‹ – zu widmen. Welche Impulse gehen von seinem Oeuvre aus für die aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Debatten über Biopolitik und Ausnahmezustand, Lager und Homo sacer, Körper und Gedächtnis? Welche neuen Perspektiven eröffnet eine Lektüre seiner Erzählungen für das Nachdenken über die literarische Form, über autobiographisches und dokumentarisches Schreiben, Fiktion und Realismus, Erinnerungs- und Weltliteratur? (more…)

Hinweis: Gegenwartsproof – Daniil Charms am 21.04.2016

April 19, 2016

Gegenwartsproof: Daniil Charms

Lesung & Gespräch mit

Eugene Ostashevsky Autor, Übersetzer und neuer Siegfried-Unseld-Gastprofessor im SoSe 2016 an der Humboldt Universität, Berlin
Alexander Nitzberg Autor und Übersetzer, Wien
Peter Sendtko Autor, Duisburg (Moderation)

am 21. April 2016 um 19:00 Uhr
in der Literaturwerkstatt (Kulturbrauerei)
Knaackstraße 97, 10435 Berlin.

Eintritt  6 EUR / 4 EUR

Die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Daniil-als-Sherlock-300x265Daniil Charms (*1905 Sankt Petersburg – †1942 Leningrad) war ein Tausendsassa der Form. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe OBERIU, Musiker, Schauspieler, Zeichner, Akrobat, Zauberer und Okkultist. Seinem Selbstverständnis nach war er aber vor allem ein Lyriker. Zu Lebzeiten wurden aus politischen Gründen nur zwei Gedichte von ihm gedruckt.

Heute, da Charms’ Werk nach und nach aus einem chaotischen Nachlass geborgen wird, erscheint er dem Leser als Widerspruch in sich: als Klassiker der Avantgarde. Seine Prosaminiaturen und Szenen, seine Bänkelgesänge, Parodien, Kindergedichte, transrationalen Liedelchen, Gebete und Meditationen wirken heute nicht nur unverändert lebendig, sie verjüngen sich mit jeder neuerlichen Lektüre. Dabei mischt sich in Charms’ Texten auf einzigartige Weise Vollendetes mit Unfertigem.

Die Dichter und Charms-Übersetzer Alexander Nitzberg (*1969 Moskau) und Eugene Ostashevsky (*1968 Leningrad), der außerdem ein ausgezeichneter Kenner der russischen Avantgarde und Herausgeber einer englischsprachigen OBERIU-Anthologie ist, lesen Texte von Charms und diskutieren mit Peter Sendtko seine heutige Bedeutung.

Die Veranstaltung wird gedolmetscht.

Mit freundlicher Unterstützung durch ECHOO Konferenzdolmetschen.

Hinweis: „The Revolution that wasn’t“. Russische Dokumentarfilme 1991-2015 im Arsenal, Berlin.

März 22, 2016

In der Zeit vom 01. bis 30. April 2016 zeigt das Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin) 21 russische Dokumentarfilme, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind. Begleitet wird die Filmreihe durch zahlreiche Einführungen von Barbara Wurm, Georg Witte, Bert Rebhandl, Ekaterina Tewes und Aleida Assmann. Das vollständige Programm finden Sie in dieser Ankündigung weiter unten oder auf der Website des Kinos.

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MUZCHINA V DOME ILI GRAZHDANIE CAIN V STRANE BOLSHEVIKOV, 1995

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg in Syrien steht Russland im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Dass die Realität in Russland komplexer ist als Fernsehreportagen oder Meinungsumfragen dies abbilden, ist hierzulande nur zu ahnen, denn filmische Innenansichten gelangen kaum nach Deutschland. Ein von Tatiana Kirianova kuratiertes umfangreiches Programm mit zahlreichen Gästen nimmt das 25-jährige Bestehen der Russischen Föderation zum Anlass, diese Lücke mit einer Auswahl unabhängiger russischer Dokumentarfilme zu schließen.

Gezeigt werden zum einen frühe dokumentarische Arbeiten renommierter Filmemacher 
wie Alexander Sokurov, Sergei Dvortsevoy und Sergei Loznitsa, die heute als preisgekrönte Spielfilmregisseure international bekannt sind. Ergänzt werden diese durch Werke einer jüngeren Generation unabhängiger Filmemacher_innen wie Pavel Kostomarov, Olga Privolnova und Alina Rudnitskaya, die einen persönlichen und oft kritischen Blick auf die Entwicklungen im Land werfen. (more…)

Veranstaltungshinweis: Vernissage der Ausstellung „2“ am 04.03.2016

Februar 22, 2016
Aus der Fotoserie "Reise für alle: Berlin-Moskau" (2003), Marina Lioubaskina

Marina Lioubaskina: Aus der Fotoserie „Reise für alle: Berlin-Moskau“ (2003)

Marina Lioubaskina (geb. 1960 in der Nähe von Buchara, Usbekistan), Künstlerin und einzig(artig)e Vertreterin des von ihr begründeten Mürmürismus, ist bekannt für ihre eigenwilligen Bilder, Grafiken, Collagen, Fotoserien, Videos, Performances und Installationen, in denen sie sich mit ihrer zentralasiatischen Heimat und der sowjetischen Vergangenheit ebenso auseinandersetzt wie mit dem postsowjetischen Kapitalismus und ihrem Leben zwischen den Welten – Deutschland und Russland; weniger bekannt ist dagegen, daß sie auch als Autorin arbeitet. Ihr erstes Buch „Gemorroj ili Marinočka, ty takaja nežnaja!“ erschien 2009 im Verlag Zebra E in Moskau (dt. „Marinotschka, du bist so zärtlich“, 2015 bei konkursbuch). Julia Fertig hat das Buch für Novinki gegengelesen.

Lioubaskina lebt und arbeitet in Berlin, Moskau und Sankt Petersburg. Ihre Bilder sind immer wieder in Ausstellungsprojekten in Deutschland und Russland zu sehen und befinden sich in Museen, Galerien sowie privaten Sammlungen in der ganzen Welt.

Obomoro aus dem Zyklus "Novaja antropologija" (2014)

Vladimir Sorokin: „Obomoro“ aus dem Zyklus „Novaja antropologija“ (2014)

Vladimir Sorokin (geb. 1955 in Moskau) ist vornehmlich als Schriftsteller, Dramatiker, Autor zahlreicher Drehbücher und Librettist von Desjatnikovs Oper Deti Rozentalja (2005) bekannt und als solcher berühmt für seine beißenden Parodien auf den Sozrealismus und dystopischen Reflexionen über die gesellschaftspolitische Gegenwart in Europa und Russland. Weniger bekannt hingegen ist, daß er seine künstlerische Laufbahn einst als Maler und Grafiker begann, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Nach mehr als dreißig Jahren hat er nun zur Malerei zurückgefunden.

Sorokin lebt und arbeitet in Berlin. Im Wintersemester 2015/16 hat er am Institut für Slawistik der Humboldt Universität zu Berlin das Seminar „Der Autor als Leser“ gehalten.

In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen die beiden Künstler-Autoren ihre aktuellen Arbeiten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Eröffnung der

AUSSTELLUNG „2“

am 4. März 2016 um 18:30 Uhr
in der Galerie Omnicultura in Berlin-Tiergarten, Potsdamer Straße 92.

Die Einladung der Veranstalter_innen finden Sie hier: Ausstellung 2

Hinweis: Präsentation der Literaturzeitschrift „Berlin.Berega“ am 21.02.2016

Februar 16, 2016

Berlin hat eine neue russischsprachige Literaturzeitschrift:
BERLIN.BEREGA

Berlin-Berega

Die Präsentation der Zeitschrift findet

am 21. Februar 2016 um 20:00 Uhr
in der Vater Bar in Berlin-Neukölln, Reuterstraße 27

in Anwesenheit der Autoren und Redaktionsmitglieder statt.

Die Berliner Autoren Ekaterina Vassilieva, Ekaterina Sadur, Alexander Delfinov, Genia Markova und die in Leipzig lebende Elena Inosemzewa stellen sich vor und lesen aus ihren Werken; Chefredakteur Grigorij Arosev spricht über die Zeitschrift, ihr Konzept und ihre Themen.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Die erste Ausgabe von Berlin.Berega kann an diesem Abend zum Sonderpreis von 5 Euro erworben werden.

Über die Zeitschrift: Berlin.Berega steht in der Tradition der russischen und sowjetischen Literaturzeitschriften. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Publikation russischsprachiger Autoren aus Deutschland. Daneben wird sie sich auch russischen Übersetzungen deutscher Autoren widmen.

Die Veranstaltung findet in russischer Sprache statt.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungshinweis: „Cinema: A Public Affair“ im Kino Krokodil, 07.12.2015

Dezember 3, 2015
Naum KleimanAus Anlaß der Premiere des Dokumentarfilms Cinema: A Public Affair (D 2015) sind der Filmwissenschaftler Naum Kleiman und die Regisseurin Tatiana Brandrup zu Gast im Kino Krokodil. Der Eisenstein-Experte und Kino-Visionär Naum Kleiman war seit 1989 Direktor des Filmmuseums in Moskau. Als er sich jedoch im März 2014 in dem offenen Brief „Мы с Вами!“ der KinoSojuz-Kollegen an die ukrainischen Filmschaffenden gegen die russische Militärintervention in der Ukraine ausspricht, fällt er bei der russischen Regierung in Ungnade. Allen – auch internationalen – Protesten zum Trotz wird er im Juli desselben Jahres kurzerhand durch Kulturminister Medinski abgesetzt.

am: 7. Dezember 2015 um 20:00 Uhr

im: Kino Krokodil – Filme aus Russland und Osteuropa
Greifenhagener Straße 32
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
S+U Schönhauser Allee

Über den Film:
Was können Filme, was kann Kino im günstigsten Fall bewirken? Antworten auf diese komplexe Frage weiß kaum jemand so schön und klug zu formulieren wie Naum Kleiman. Der russische Filmhistoriker, Leiter des legendären Eisenstein-Archivs, war Direktor des 2005 geschlossenen Moskauer „Musey Kino“. Seither sind die Filme und Sammlungen der Cinemathek auf dem Gelände des Mosfilm-Studios eingelagert. Das „Musey Kino“ – Kleiman und der Freundeskreis des Museums – arbeitete jedoch weiter, im Exil, gegen alle Widerstände. Der Film rekonstruiert die Ereignisse bis zum Sommer 2014, als Kleiman auf skandalöse Weise abgesetzt wurde. „Das Kino hat die Fähigkeit, aus Menschen Bürger zu machen“. Es braucht nur wenige Filmausschnitte und man begreift, warum Kleiman ein bewunderter Filmvermittler ist – wie seine Verbündeten Erika und Ulrich Gregor vom Berliner Arsenal versteht Kleiman Film als Waffe im Kampf für bessere, offenere Gesellschaften. Konsequent also, wenn dieser Film zwar auch auf ein imposantes, mutiges Leben zurückblickt, vor allem aber dokumentiert, warum Naum Kleimans Verständnis von Kino im heutigen Russland an Brisanz und Aktualität kaum übertroffen werden kann (Pressemitteilung der Berlinale vom 22.01.2015).

Weitere Informationen finden Sie auf der Kino-Website. Der Eintritt kostet 6,50 EUR. Eine Vorbestellung der Karten wird empfohlen. Originalsprache Russisch mit deutschen Untertiteln. Einen Trailer gibt es hier.

E: kinokrokodil@email.de
T: 030 44049298 (ab 19 Uhr)