Posts Tagged ‘Geschichte’

Ausstellungshinweis: „Russland und Deutschland. Von der Konfrontation zur Zusammenarbeit“

November 1, 2015

Eine Ausstellung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst in Kooperation mit dem Staatsarchiv der Russischen Förderation zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Ort: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Dauer der Austellung: 29.10. – 13.12.2015
Öffnungszeiten: Mi – Mo  10:00 -19:00 Uhr, Di  geschlossen
Eintritt frei

Leonid Breschnew und Erich Honecker küssen sich am 5.10.1979 in Ost-Berlin nach der Ernennung des sowjetischen Staatschefs zum „Held der DDR“. Foto: akg-images / AP

Leonid Breschnew und Erich Honecker küssen sich am 5.10.1979 in Ost-Berlin nach der Ernennung des sowjetischen Staatschefs zum „Held der DDR“. Foto: akg-images / AP

Entlang historischer Ereignisse und „biografischer Schlaglichter“ beleuchtet die Ausstellung „Russland und Deutschland. Von der Konfrontation zur Zusammenarbeit“ die wechselvollen politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschen und Russen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Kathinka Dittrich van Weringh, Gründungsdirektorin des Goethe-Instituts Moskau, über die Zeitenwende Anfang der 90er Jahre: Ich hatte das Glück, diese dramatische Zeit mitzuerleben. Denn die Aufbauarbeit für ein Goethe-Institut führte uns naturgemäß mitten hinein in diesen gigantischen Umbruchprozess, der die gesamte Gesellschaft ergriffen hat, die Kultur ebenso wie den politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Bereich.

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Es sind viele und facettenreiche Ereignisse, die die Annäherungen zwischen Deutschen und Russen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bestimmten. Die Ausstellung, eine Zusammenarbeit zwischen dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und dem Staatsarchiv der Russischen Föderation, greift Wegmarken des Annäherungsprozesses der ehemaligen Kriegsgegner seit 1945 auf. Die Konjunkturen im beiderseitigen Verhältnis spiegeln sich in historischen Dokumenten wider als auch in Biografien. Es kommen 14 Wegbereiter im deutsch-russischen Annäherungsprozess zu Wort, darunter die Schriftsteller Lew Kopelew und Heinrich Böll. Anlass für diese Ausstellung ist der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in diesem Jahr.

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Städte im Bau: Berlin – Warszawa

Oktober 11, 2011

„Cały naród buduje swoją stolicę – Das ganze Volk baut seine Hauptstadt“, Aleja Jezorolimskie, Warschau (Bild via)

Es gab eine Zeit, da baute  die Bevölkerung eine Stadt gemeinsam auf. Heute dagegen scheinen die Menschen, die in einer Stadt leben, ihren Lebensraum, das Recht auf die Nutzung öffentlicher Räume, bezahlbare Mieten etc. permanent verteidigen zu müssen. Gleichzeitig werden, nicht selten auch mitbestimmt durch die Bevölkeung selbst, die architektonischen Zeugen einer ungeliebten Vergangenheit niedergerissen – ganz so als ob damit auch die Erinnerung verschwände.

Berlin und Warschau, jene europäischen Metropolen, die im Zweiten Weltkrieg am meisten zerstört wurden, suchen seit der Systemtransformation 1989 nach einer neuen Identität und einer Überwindung des Jahrhunderts der Extreme – und der Kampf darum ereignet sich nicht selten auf dem Feld der Architekturpolitik. Beide Städte stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Sollte im Sinne einer Geschichtsklitterung der Warschauer Kulturpalast ebenso abgerissen werden wie der Berliner Palast der Republik? Wird Praga das Warschauer Schwabylon? Wo rumpeln mehr Rollkoffer über das Kopfsteinpflaster – und was kann man dagegen tun? Diese und andere Fragen werden von polnischen und deutschen Stadtkundigen am Donnerstag, den 13.10.2011 um 19.00 Uhr im Martin Gropius Bau diskutiert und unnnachgiebig nach dem genius loci der beiden europäischen Hauptstädte gefragt sowie über die Rolle von Kunst, Kultur und der Zivilgesellschaft beim „Bau“ der beiden Metropolen gestritten.

Mit: Arnold Bartezky (Uni Leipzig): Er wird architekturgeschichtliche Thesen zum Wiederaufbau Warschaus und Ostberlins nach dem Krieg und zum Umgang mit der modernen Architektur nach 1989 vorstellen – Tomasz Fudala (Museum für Moderne Kunst Warschau): Er berichtet von der Initiative „Warsaw under construction“ und dem Versuch des Museums, sich in die aktuelle Warschauer Planungspolitik einzumischen – Joanna Erbel (Krytyka Polityczna) schildert jüngste Verdrängungsprozesse in einigen Warschauer Stadtvierteln und den sich dagegen artikulierenden Protest und Markus Bader (raumlaborberlin) vergleicht den Umgang mit öffentlichem Raum in Warschau und Berlin. Moderation: Stefanie Peter (Kulturwissenschaftlerin).

Städte im Bau: Berlin – Warszawa
Donnerstag 13.10.2011 um 19.00
Martin-Gropius-Bau, Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7, Berlin-Mitte