Archive for the ‘Schreiben’ Category

Veranstaltungshinweis: BERLIN.BEREGA – Präsentation und Diskussion am 15.06.2016

Juni 9, 2016

Berlin_BeregaPräsentation & Diskussion & Lesung

Anläßlich der zweiten Ausgabe stellt sich Berlins neue russischsprachige Literaturzeitschrift BERLIN.BEREGA am Institut für Slawistik vor und der Diskussion:

Zeit: 15. Juni 2016, 16:00 Uhr
Ort: Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57

Diskussionsthema: „Überschreiten der Grenzen der Muttersprache: Recht, Notwendigkeit oder Chance?“

An der Veranstaltung nehmen auch zwei Autoren teil: Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin. Beide stammen aus Leningrad und leben seit über 10 Jahren in Deutschland. Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin schreiben und sprechen sowohl Russisch als auch Deutsch.

Zusammen mit dem Herausgeber von BERLIN.BEREGA Grigorij Arosev freuen sich die Autoren auf ein Gespräch über ihre Erfahrungen, die sie beim Überschreiten der Grenzen gemacht haben, sowie generell über „Zweisprachigkeit in der Literatur“. Beide Autoren werden auch aus ihren Werken vorlesen. 

Die Diskussion und Teile der Lesung finden auf Deutsch statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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Hinweis: Präsentation der Literaturzeitschrift „Berlin.Berega“ am 21.02.2016

Februar 16, 2016

Berlin hat eine neue russischsprachige Literaturzeitschrift:
BERLIN.BEREGA

Berlin-Berega

Die Präsentation der Zeitschrift findet

am 21. Februar 2016 um 20:00 Uhr
in der Vater Bar in Berlin-Neukölln, Reuterstraße 27

in Anwesenheit der Autoren und Redaktionsmitglieder statt.

Die Berliner Autoren Ekaterina Vassilieva, Ekaterina Sadur, Alexander Delfinov, Genia Markova und die in Leipzig lebende Elena Inosemzewa stellen sich vor und lesen aus ihren Werken; Chefredakteur Grigorij Arosev spricht über die Zeitschrift, ihr Konzept und ihre Themen.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Die erste Ausgabe von Berlin.Berega kann an diesem Abend zum Sonderpreis von 5 Euro erworben werden.

Über die Zeitschrift: Berlin.Berega steht in der Tradition der russischen und sowjetischen Literaturzeitschriften. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Publikation russischsprachiger Autoren aus Deutschland. Daneben wird sie sich auch russischen Übersetzungen deutscher Autoren widmen.

Die Veranstaltung findet in russischer Sprache statt.

Der Eintritt ist frei.

Am 14.2. in Berlin: Die organisierte poetische Gaunerbande „Podelniki“ („Die Komplizen“) stellt sich vor

Februar 11, 2014

Veranstaltungshinweis:

Gastvortrag und Vorstellung von Roma Gonza und Julija Viljanen

iLHSLwEQPjkim Rahmen des Seminars „Moderne und Postmoderne in der russischen Lyrik“ (Seminarleitung: Sabine Hänsgen)

Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Slawistik, Dorotheenstr. 65, Raum 5.61
Wann: Freitag, den. 14.2.2014 / 14.15-15.45 Uhr

Die organisierte poetische Gaunerbande „Podelniki“ („Die Komplizen“) wurde im August 2013 von zwei Dichtern aus Petersburg gegründet, Roma Gonza und Vanja Pinženin. Laut Presseberichten ist die Gruppe zu einer Institution geworden, „die eine Auswahl angemessener Texte machen und diese Texte dem potentiellen Leser zu Ohren bringen kann“.

s_r5_P_vmtQDie Gründer selbst sträuben sich stark dagegen, indem sie das Pathos vermeiden, das etwa in Literaturclubs und Schriftstellerverbänden üblich ist. Sie wollen auf keinen Fall zu Richtern werden, sondern sie versuchen, ein interessantes dichterisches Projekt umzusetzen. Das Video-Magazin von „Podelniki“ wird regelmäßig im Internet veröffentlicht, aber seine Mitglieder sind oftmals auch auf Bühnen russischer Clubs, in kreativen Räumen und Bibliotheken anzutreffen.

In Berlin werden die „Podelniki“ vom ideologischen Kern der Gruppe vorgestellt. Roma Gonza und Julija Viljanen treten mit ihren Berichten über die heutige poetische Landschaft Russlands auf und Vanja Pinženin wird virtuell dabei sein. Dazu wird auch eine Folge ihres Video-Magazins mit deutschen Untertiteln gezeigt. (more…)

Pawlows schwarze Schwäne – Gaito Gasdanow choreographiert ein unausweichliches Ende

Dezember 27, 2013

DSuF_Cover_2013.6_400bApril is the cruellest month, so apodiktisch beginnt das Krisengedicht The Waste Land. Aber T.S. Eliot irrt, denn der November ist der übelste Monat: da legt sich eine dunkle Trostlosigkeit in die Straßen und in die Gemüter und der Regen spült die Fidelitas in die Gullys hinab, an deren Gittern sich noch einige langsam dahinweltende (Franz Hodjak) Blätter sammeln. Um die Zumutungen des Novembers weiß auch die Literaturzeitschrift Sinn und Form, die mit der letzten Ausgabe des Jahres ein beredtes Zeugnis von den Qualen ablegt, die in den Zeiten des abnehmenden Lichts aus den Tiefen der Seelen aufsteigen: Von Selbstmördern (Gaito Gasdanow) und ihren Städten (Dariusz Sośnicki) berichtet der Band und er versammelt Denker und Dichter, die über die Wüsten der Melancholie (Jean Starobinski) und gegen das Wüten des Todes (Elias Canetti) (an)schreiben.

Schwarze Schwäne heißt die Kurzgeschichte des russischen Exil-Schriftstellers Gaito Gasdanow, die gleich den letalen Auftakt dieser Ausgabe bildet. Gasdanow führte ein Leben, in das sich das 20. Jahrhundert mit deutlicher Handschrift hineingeschrieben hat: 1903 in St. Petersburg geboren, Weißgardist im russischen Bürgerkrieg, die Emigration nach Paris im Jahre 1923, ein Leben im Kreise anderer Emigranten, als Lastenträger, Lokomotivenwäscher, Mechaniker, Journalist und Schriftsteller. Im Zweiten Weltkrieg schloss er sich der Résistance an. Nach dem Krieg arbeitete er für Radio Liberty, erst in Paris, dann in München, wo er im Jahre 1971 starb. Mit der deutschen Erstausgabe seines Romans Das Phantom des Alexander Wolf, die der Hanser Verlag letztes Jahr vorlegte, entdeckte das Feuilleton jubilierend einen hierzulande noch weitgehend unbekannten Autor, der sogleich, urplötzlich aus dem Dunkel vergangener Jahrzehnte herausgetreten, in ebenbürtiger Nähe mit Nabokov gesehen wurde.

Man mag Gasdanow also einige Expertise zusprechen, was das Milieu der Emigranten in Paris angeht. Pawlow, der Protagonist der Kurzgeschichte Schwarze Schwäne, ist ein ebensolcher, nämlich ein russischer Emigrant in Paris, der tagsüber in der Fabrik arbeitet und in den Nächten studiert, weil er es kann. Überhaupt kann Pawlow so einiges, denn er ist kräftig und stark und so unverwüstlich wie undurchdringlich. Sein Lächeln ist kränkend und kalt. Die Menschen meiden ihn, der im Umgang mit ihnen keinerlei Wert darauf legt, zu gefallen oder zu schonen und folglich von eher eigenwilligem Charme ist. Dabei ist er nicht ohne Mitleid: von einem merkwürdigen logischen Mitleid freilich, das im Rahmen seiner ganz eigenen Maßstäbe funktioniert. (more…)

Schreiben in ruhigen oder stürmischen Gewässern?

Februar 27, 2013

Bereits zum neunten Mal fand im Literaturhaus Zürich Anfang Februar der Kritikerworkshop statt. Zwei Tage lang sprachen Literaturkritikerinnen und –kritiker aus der Schweiz, Kroatien, Ungarn, der Ukraine und Russland über Bücher aus Südosteuropa und der Schweiz. Ein Bericht über zwei kalte Februartage voller angeregter Diskussionen.

LiteraturhausZH-KWS Runde

Schon bei der Begrüssung im Vorraum des Literaturhauses Zürich wird klar – es wird ein intimer Anlass, man kennt sich. Fast alle begrüssen sich mit „Du“ und drücken sich vertraulich die Hände. Draussen bläst eine kalte Bise über die Limmat hinweg, und nachdem sich alle aus ihren Mänteln geschält haben, Mützen und Handschuhe verstaut sind, füllt sich langsam der Vorraum. Hier drinnen ist es angenehm warm.

Etwa 17 Köpfe haben sich versammelt, um zwei Tage lang in einem dicht gedrängten  Programm acht Bücher aus Südosteuropa und der Schweiz zu besprechen. Kritikerworkshop heisst das Gefäss, das schon zum neunten Mal im ‚Salon’ des Literaturhauses Zürich stattfindet. Die Idee, dass „renommierte Fachleute aus Mittel- und Osteuropa“ gemeinsam mit „hiesigen Kolleginnen und Kollegen“ über Neuerscheinungen aus ihren Ländern diskutieren, kommt von der Pro Helvetia. Von ihr kommt auch das Geld. Es geht um einen Austausch, ein gegenseitiges Kennenlernen der Literatur und Literaturbetriebe. Und auch darum, gegenseitig die Literatur der anderen Länder bekannt zu machen, allenfalls Übersetzungen zu bewirken.

Wer aus dem ‚Osten’ angereist und wer ‚hiesig’ ist, ist nicht sofort zu merken, alle sprechen einwandfrei Deutsch. Auf Deutsch werden auch alle Bücher gelesen. Die Bücher von ‚dort’ sind „Der Symmetrielehrer“ von Andrej Bitow, Zoran Ferićs Roman „Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr“, Zsófia Báns „Abendschule“ (eine Fibel für Erwachsene) und die beiden Lyrikbände „Unsichtbare Hand“ von Adam Zagajewski und Eugeniusz Tkaczyszyn-Dyckis „Geschichte polnischer Familien“. Die Bücher von ‚hier’ sind Ursula Frickers „Ausser sich“, Ralph Dutlis Kulturgeschichte der Biene „Lied vom Honig“ und das Jugendbuch „Pampa Blues“ von Rolf Lappert.

Obwohl eine Tür direkt in den Saal führt, benutzen die nun im Vorraum Versammelten eine Seitentür, durch die man über Umwege auf Zehenspitzen und flüsternd durch die Bibliothek des Literaturhauses in den ‚Salon’ gelangt. Als sich alle an die zu einem Quadrat geformten Tischreihen gesetzt haben, Gläser und Namensschilder verteilt sind, ein paar Köpfe sich zugenickt oder zugezwinkert haben, scheint die Aufmerksamkeit im Raum bereits so konzentriert, als sei man mitten in der Diskussion. Obwohl noch niemand spricht. (more…)

Kritikerworkshop im Literaturhaus Zürich

Januar 28, 2013

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Ein Veranstaltungshinweis: Am 3. und 4. Februar 2013 findet im Salon des Literaturhauses Zürich ein Kritikerworkshop statt. Es moderiert Ilma Rakusa. Die Buchvorstellungen und Diskussionen richten sich an Literaturkritiker und -vermittler osteuropäischer Literatur. Vier Fachleute aus Mittel- und Osteuropa werden gemeinsam mit KollegInnen aus der Schweiz Neuerscheinungen aus ihren Ländern besprechen.

Es handelt sich um zwei Romane, eine Fibel für Erwachsene und zwei Lyrikbände aus Russland, Kroatien, Ungarn und Polen: Andrei Bitows Der Symmetrielehrer, Zoran Ferićs Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr, Zsófia Báns Abendschule, Adam Zagajewskis Unsichtbare Hand und Eugeniusz Tkaczyszyn-Dyckis Geschichte polnischer Familien. Ausserdem werden auch Deutschschweizer Titel besprochen.

Am 4.2. findet um 17 Uhr eine Diskussion von Zsófia Báns Buch statt (Eintritt frei). Am selben Tag um 20 Uhr liest Serhij Zhadan aus seinem neuen Roman Die Erfindung des Jazz im Donbass (Suhrkamp 2012) und unterhält sich danach mit Jurko Prochasko (Eintritt CHF 18, ermässigt CHF 12).

Sprach- und Kulturräume sondieren. RADAR

September 14, 2011

Über das dreisprachige Literaturmagazin RADAR, das seit März 2010 von der Villa Decius in Kraków herausgegeben wird, hat Novinki-Blog bereits berichtet. Die Zeitschrift versammelt Texte bekannter, meist jüngerer Autorinnen und Autoren aus Polen, der Ukraine und Deutschland. Aus Anlass des Erscheinens der dritten Nummer des Magazins sprechen Esther Hool und Michael Zgodzay mit der Chefredakteurin von RADAR, Renata Serednicka, über die Literaturen dreier Länder, den Gedankenaustausch in Mitteleuropa und die Rolle der ÜbersetzerInnen.

novinki: Erstmal Glückwunsch zu den gelungenen ersten drei Nummern von RADAR.

Der Titel der ersten Ausgabe eures Literaturmagazins – „home-sick“ (die zweite und dritte Ausgabe kommen ohne Titel aus) scheint Mehrdeutigkeit zu transportieren. Könnte man das Programm des Magazins als einen Versuch verstehen, die nationale und transnationale Sicht auf die mittel-ost-europäischen Literaturen zu verbinden, bzw. grenzüberschreitende Tendenzen in den jeweiligen Lokalitäten zu verdeutlichen?

Renata Serednicka: RADAR entstand durch persönliche Kontakte zwischen Autoren aus den Bereichen der mittel-ost-europäischen Sprachen. Der Idee des Magazins liegt vor allem die Leseentdeckung zugrunde, dass die Literatur verschiedener Nationen ein einstimmiges Bild von der Wirklichkeit schafft, indem sie die gleichen universellen Erfahrungen beschreibt. Die nationalen Literaturen verbinden sich auf diese Weise auf einer transnationalen Ebene, ohne dass sie ihre Eigenartigkeit verlieren.

Das Phänomen einer Literatur in mehreren (in diesem Fall drei) Sprachen wäre auch nicht möglich, wenn sich ihr die Literaturübersetzer nicht anschließen würden. Sie sind diese „Grenzgänger“, die die Leser in eine Welt führen, die scheinbar nicht zugänglich ist – in die Welt einer fremden Sprache. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit, uns in das Fremde hinein zu versetzen und zu entdecken, dass es um die gleichen Dinge geht – nur anders beschrieben.

Hinzu kommt eine dritte Perspektive – die individuelle. Jeder Autor schreibt aus seinem persönlichen Lebensumfeld, aus der Kultur und Tradition seines Ursprungslandes heraus und gibt somit nicht nur ein beispielhaftes Zeugnis des Lebens in seinem Land, sondern stellt ein Portrait seiner eigenen Persönlichkeit darin dar. Der Leser wird durch die Lektüre eines Textes mit einem Menschen mit anderen Wurzeln vertraut und einer bestimmten Botschaft, wodurch es zu der direktesten Form der Grenzüberschreitung kommt. Die individuelle Ebene erleichtert das Finden von Gemeinsamkeiten trotz der kulturellen Unterschiede, da es den Leser am direktesten anspricht und Gemeinschaft schaffen kann.

Die Redaktion von RADAR ist sich bewusst, dass erst der Austausch von Ideen und Mentalitäten das Näherkommen von verschiedenen Menschen fördert und Toleranz auf transnationaler Ebene entwickelt.

n.: Und was verspricht sich die Redaktion von der Dreisprachigkeit des Magazins?

R.S.: Das Magazin soll zu einem Forum für den Gedankenaustausch innerhalb der jungen literarischen Kreise Mittelosteuropas werden. Dabei steht die Internationalisierung des literarischen Diskurses im Mittelpunkt. Dazu können sowohl die Vorstellung der neuesten Arbeiten ausländischer Autoren, die literaturkritischen Texte als auch Präsentation und Rezension neuer Bücher, die in Übersetzung erschienen sind, maßgeblich beitragen.

Des Weiteren kann das Magazin den nachbarschaftlichen Dialog um einen kulturell-literarischen Diskurs erweitern. Für Polen, Deutsche und Ukrainer, die im jeweils anderen Land leben, dient es dazu, ihre sprachlichen und kulturellen Wurzeln aufrecht zu erhalten. Außerdem können sich sowohl Verleger und Übersetzer, als auch Akademiker und Studenten der Polonistik, Slawistik und Germanistik über literarische Neuigkeiten informieren und dabei gleichzeitig dynamische Veränderungen der Sprache mitverfolgen. Nicht zuletzt sollen auch Menschen, die sich nicht aktiv am literarischen Geschehen beteiligen, auf die junge Literatur der Nachbarländer aufmerksam gemacht werden, was vor allen Dingen durch den Vertrieb über das Internet und an populären Orten der Kulturszene zu erreichen ist.

n.: Wie funktioniert überhaupt die Vernetzung zwischen den HerausgeberInnen, AutorInnen und ÜbersetzerInnen? Sind das persönliche Kontakte, oder eher institutionelle? Ist es vorstellbar, dass in Zukunft auch andere mitteleuropäische Sprachen dazukommen werden?

R.S.: Den Ursprung von RADAR bilden die Stipendienprogramme der Villa Decius. Durch die Anwesenheit von Schriftstellern aus unterschiedlichen Ländern, ihren literarischen und kulturellen Austausch, durch die Übersetzung der einzelnen Texte im Zusammenhang mit internationalen Lesungen entstand ein erstes, von persönlichen Kontakten geprägtes Netzwerk. Vor allem um diesen Gedankenaustausch für Leser und Leserinnen dauerhaft nachvollziehbar zu machen und auszuweiten, entstand die Idee eines dreisprachigen Literaturmagazins. Die Vernetzung wurde auch auf institutionelle Kontakte ausgeweitet, zum einen, da die staatliche Unterstützung der Villa Decius als Verein notwendig war, und zum anderen, um noch mehr Wirkungseinheiten einzubeziehen, was dem Projekt RADAR Erfolg garantieren sollte. So nahmen wir beispielsweise zur philologischen Fakultät der Jagiellonen-Universität Kontakt auf, um Studenten zur Mitarbeit und zum literarischen Engagement zu animieren, gleichzeitig aber auch die Zeitschrift zu bereichern.

Es wäre wünschenswert, RADAR auf noch andere mitteleuropäische Sprachräume auszudehnen und das Magazin für ein noch breiteres Publikum zugänglich zu machen. Wir könnten uns dank der zahlreichen Kontakte, die wir zu Autoren aus unseren Nachbarländern wie z.B. Weißrussland oder Tschechien pflegen, sehr gut eine Erweiterung des Spektrums unseres Literaturmagazins vorstellen. Die Aufnahme weiterer Sprachen und Literaturen würde jedoch einerseits den Rahmen sowohl unserer technischen, als auch redaktionellen Möglichkeiten sprengen. Andererseits sind wir der Meinung, mit drei Kulturräumen eine überschaubare und abgerundete Einheit erschlossen zu haben, um deren Ausgestaltung und Aufrechterhaltung wir uns bemühen möchten. Vielmehr hoffen wir durch RADAR auch andere europäische Kulturorganisationen zur Herausgabe einer ähnlichen, mehrere europäische Länder umfassenden, literarischen Zeitschrift zu inspirieren.

n.: Du hast es schon erwähnt: Die Literaturübersetzer und -übersetzerinnen spielen eine zentrale Rolle. Die RADAR-Redaktion betont sogar, dass die Literaturübersetzer vollberechtigte Autoren seien. Inwiefern sind sie nicht nur „normale“ Übersetzer, sondern auch Autoren?

R.S.: Mit dem Ausdruck „vollberechtigte Autoren“ wollten wir lediglich betonen, dass es sich bei einem Großteil unsererRedakteure um Schriftsteller handelt, die als solche anerkannt sind, eigene literarische Werke verfassen und sich neben ihrer eigentlichen Tätigkeit zusätzlich dem Übersetzen von Texten oder Gedichten widmen. Andererseits gibt es ausgebildete Übersetzer, die sich professionell ausschließlich mit der sprachlichen Übertragung beschäftigen. Bei dieser Unterscheidung soll keinesfalls hierarchisiert werden, da alle Übersetzer für uns sehr kostbar sind. Es ging im Grunde nur darum, hervorzuheben, dass literarisches Schaffen und Übersetzen eine sehr ähnliche Art von Kreativität und sprachlicher Gewandtheit erfordern.

n.: Wo seht ihr das Gemeinsame zwischen den drei verschiedenen Literaturen im Bezug auf die Welt, in der wir leben? Und worin unterscheiden sie sich?

R.S.: Gern möchte ich auch zu dieserFrage Stellung beziehen, ich denke jedoch, dass in diesem Fall eine Pauschalantwort kaum möglich ist.

Natürlich unterscheiden sich Perspektive, Anschauung und Schreibstil je nach Ursprung und kulturellem Hintergrund, wodurch unsere Texte in RADAR sich meistens kaum miteinander vergleichen lassen. Jedoch liegt allen Autoren der gemeinsame Drang nach Selbstverwirklichung im schriftstellerischen Schaffensprozess zugrunde, der sich in den einzelnen Literaturen manifestiert. Dieser Drang ist mit einer Suche verbunden; der Suche nach der eigenen Identität und der Identität des Landes aus dem man stammt. Auch mit der Frage nach dem Platz, den es innerhalb Europas einnimmt.

In den polnischen und ukrainischen Texten stößt man häufig auf einen Konflikt, der sich aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit zum Westen und gleichzeitiger Beibehaltung von kultureller Individualität, ergibt. Deutsche Texte dagegen nehmen eher eine beobachtende Haltung den Entwicklungen im Osten gegenüber ein, oder gewähren – wie die anderen natürlich auch – einen kritischen Einblick in die Gesellschaft. Somit ergeben sich regional-einzigartige Darstellungen auf internationalem Hintergrund.

Schließlich bin ich der Meinung, dass jeder Schriftsteller seinen ganz individuellen Bezug auf die Welt, in der er lebt, entwickelt und dass man erst durch Lesen der jeweiligen Texte entdeckt, worin das Besondere in jeder einzelnen Betrachtungsweise liegt.

n.: RADAR erschien zum ersten Mal im März 2010. Soeben ist die dritte Nummer erschienen. Wie stellt ihr euch die zukünftigen Ausgaben vor? Wird es thematische Schwerpunktsetzungen geben, oder vielleicht auch andere?

R.S.: Tatsächlich erschien unsere erste RADAR-Ausgabe unter einem thematischen Motto: „homesick“. Dabei knüpften wir gewissermaßen an eine gängige Praxis bei Zeitschriften an, inhaltliche Elemente unter einen gemeinsamen Nenner zu bringen und das Magazin in sich stimmig erscheinen zu lassen, was uns mit einem so allgemeinen und breit gefächerten Begriff möglich war. Während der Arbeit an den darauffolgenden Ausgaben, beschlossen wir jedoch, von einer Überschrift abzusehen. Da die Texte, mit denen wir konfrontiert wurden, sowohl inhaltlich als auch stilistisch zu unterschiedlich waren, hielten wir eine Titelgebung für unnötig voreinnehmend und waren uns einig, die Texte für sich selbst sprechen zu lassen. Wir achten bei der Auswahl der Fragmente auf Originalität und Aspekte, die den spezifischen Charakter der einzelnen Literaturen am besten wiedergeben. Auf diese Weise kann sich eine verbindende Thematik herauskristallisieren, dies ist jedoch der Interpretation des Lesers völlig freigestellt.

n.: Herzlichen Dank für das Gespräch.

Das E-Mail-Interview führten Esther Hool und Michael Zgodzay.

Zur Homepage von RADAR mit zahlreichen Bildern und Texten zum Lesen und Hören: www.e-radar.pl

Zur Homepage der Villa Decius in Krakau: www.villa.org.pl

Vom Rauch

Januar 6, 2011

 

Ein Gespräch zwischen Dmitri Dergatchev und Wladimir Velminski

W.V. Danke für die Papirossy!
D.D. Nichts zu danken. Wofür brauchst du sie, du rauchst doch gar nicht?
W.V. Noch nicht …, es gibt sie also noch?
D.D. Die Klassiker, wie Belomor, Prima und Pamir schon, aber nicht mehr lange im Originaldesign – laut Gesetz müssen bald alle Zigarettenschachteln die gleichen weißen Warnschilder haben wie die im Westen. Als ich neulich meinen Vater besucht habe, saß sogar er mit einer solchen Schachtel in der Hand in der Küche und sagte nachdenklich »Rauchen tötet ja doch«.
W.V. Laut Jim Jarmusch ist Tabakvorrat, so lautet der russische Titel deines Buchs, das einzige, was man auf dem Weg in die Welt der Toten und in der Welt der Toten selbst bei sich haben muss. In deinem Roman gibt es zahlreiche Anspielungen auf seinen 1995 gedrehten Western Dead Man. Die Geschichte des »toten Mannes« beginnt mit der Zugfahrt des Protagonisten, William Blake, in den völlig heruntergekommenen Ort Machine, wo er die Stelle eines Buchhalters in einer Fabrik antreten will. Allerdings geht es Jarmusch weniger um den Tabak als vielmehr um das Rauchen und um den Rauch an sich. In Blue in the Face spricht er vom Symbolcharakter des Rauchens für die eigene Vergänglichkeit. Mir scheint, dass die düstere, leere, blau-gelbe Atmosphäre in deinem Roman eben auch symbolisch für den Rauch steht.


D.D. Als ich den Film Mitte der 90er zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich gar nicht, wer Jarmusch ist. Wie ihm in Dead Man geht es mir um das Problem des Totseins. Die Parallele zwischen dem Film und dem Roman ist die Ungewissheit des Lesers oder Autors darüber, ob der Protagonist überhaupt noch lebt. Noch etwas ist im Film und im Buch ähnlich: die den Protagonisten vollkommen fremde Umgebung. Blake und der namenlose junge Mann aus meinem Buch sind quasi »Akademiker«, die durch Zufall mit einer für sie bis dahin unbekannten und wesentlich härteren Welt in Berührung kommen. Aber während es sich bei Jarmusch um eine Entwicklung, um eine sich ständig und ziemlich schnell verändernde Landschaft handelt, bewegt sich der Protagonist meines Buches immer im gleichen Raum, wie in einem Schuhkarton.
W.V. Gerade diese industrielle Umgebung ist in Papirossy sehr präsent. Während Blake aber die Stadt, in der er sich fremd fühlt, relativ schnell verlässt, versucht der Protagonist in Papirossy, sich diese auf ihn zuerst unheimlich und verdächtig wirkende Gegend anzueignen, auch ästhetisch.
D.D. Ich glaube, dass das Rauchen, genauso wie z.B. das Fotografieren, oder sich fotografieren lassen, ein kleiner Tod ist, und dass die menschliche Seele beim Auspusten des Rauchs den Körper verlässt. Durch alle dampfenden Schlote, Schornsteine und rauchenden Papirossy wird der Vorort für die Hauptfigur noch verschwommener, undeutlicher, was es schwer macht, diesen Raum zu entziffern, und dadurch vielleicht das Leben des unbekannten Vaters nachzuvollziehen.
W.V. Das Sterben, das im Film genauso wie in deinem Roman mit dem Rauchen in Verbindung steht, ist beiden Figuren fremd. Während Blake immer wieder um Tabak, den er nicht hat, gebeten wird, die Fragenden immer kurz danach sterben und Blake selbst am Ende des Films auf seinem Totenkanu Tabak beigelegt bekommt, so scheint auch der Ich-Erzähler in Papirossy zu verschwinden, nachdem er sich eine Papirossa angezündet hat. Ich meine also das Verfahren, das nicht den Zustand des Todes beschreibt, sondern diese langsame Entfaltung des Sterbens, wofür eben symbolisch das Rauchen steht.
D.D. Der Ich-Erzähler in meinem Roman besitzt den Tabak fast von Anfang an, eine Schachtel Belomor, die er von seinem Vater erbt. Dieser Tabak wird für ihn eine Art Begleiter, Wegweiser durch die für ihn völlig unbekannte Welt des Arbeitervorortes. Der Tabak, dieser letzte Vorrat seines Vaters, macht für ihn vielleicht nicht den Raum, aber auf gewisse Weise die Bewohner der Gegend zugänglich, indem der Protagonist die Papirossy auf Nachfrage einem Friedhofswächter, einem Eisenbahnarbeiter und anderen anbietet. Der Protagonist glaubt sogar fast, durch die Papirossy einer von ihnen zu sein.
W.V. Ein anderer Aspekt des Sterbens wird durch das Herauskristallisieren eines gewissen Zwischenraums oder besser gesagt Zwischenzustands im Roman deutlich und der damit zusammenhängenden Anspielung auf die Inkarnation. Das Tibetische Totenbuch  enthält Unterweisungen über den Prozess des Sterbens und die Wiedergeburt in drei Zwischenzuständen sowie die Möglichkeit, aus diesem Kreislauf der Reinkarnation  auszubrechen.
D.D. Die Hauptfigur in meinem Roman denkt natürlich über Tod und Sterben nach. Im Laufe der Zeit erfindet sie für sich selbst dieses Totenbuch, über dessen wirklichen Inhalt sie nur Vermutungen anstellen kann. Auch der Leser von Papirossy muss nicht unbedingt wissen, was für ein Buch das ist und worum es darin genau geht. Die Begriffe Inkarnation und Reinkarnation sind mir ziemlich fremd. Darum geht es in Papirossy nicht, auch wenn der Protagonist irgendwie selbst zu seinem eigenen Vater wird.
W.V. Wie in der Einleitung des Buches erwähnt, schildert das Bardo Thödol den Weg zur Schärfung des Geistes durch Meditation; »die spontane Befreiung« werde »durch bloßes Sich-Vergegenwärtigen der Bewusstseinsübertragung« erzielt. Sobald dieser Zustand erreicht ist, wird das Bardo Thödol nicht mehr benötigt. Der Tradition nach lesen die Tibeter einem Sterbenden aus dem Totenbuch vor, womit der Lesende zum Wegweiser avanciert.
D.D. Der Protagonist im Roman hat zwei Wegweiser durch diese neue Welt in der er sich befindet: die Schachtel mit Papirossy und den japanischen Kamikaze-Flieger. Während die Papirossy einen direkten Zugang zu dieser Welt anbieten, ist der tote Japaner eher der Beobachter, eine Art Schutzgeist, wie in schamanischen Kulturen, der sich hier aber in das Geschehen nicht einmischt und nur ein Beobachter bleibt.
W.V. Ich glaube, dass du auch diese doppelte Konstellation verfolgst: Zum einen ist es eben der Protagonist, der sich das Bardo Thödol quasi eineignet und am Ende nicht mehr braucht. Zum anderen aber wird der Leser durch das Lesen von Papirossy zu seinem Begleiter aus dem Zwischenzustand.
D.D. Ja, indem der Leser über den tatsächlichen Inhalt des Totenbuchs nachdenkt.
W.V. Genau wie der Ich-Erzähler ständig auf der Suche ist und sich in seiner neuen Umgebung zwischen kaum zu lesenden Zeichensystemen und zerstückelten Flächen zu orientieren versucht, scheint auch der Text auf der Suche zu sein. Ich glaube, dass diese Suche nicht nur eine nach medialen Formen ist – du spielst auf André Kertészs Meudon und August Sanders Konditor an, oder du bringst Postkarten, Stadtpläne und Landkarten als poetologische Verfahren ein. Augenscheinlich unternimmt das erzählende Ich hier den Versuch, mehr über den Vater zu erfahren, indem es die Vaterfigur mithilfe der Informationen aus wissenschaftspopulären Zeitschriften, Reiseberichten, durch Bilder und Postkarten zusammensetzt. Dadurch entsteht ein Bild der japanischen Kultur, von der der Vater offensichtlich fasziniert war. Die Faszination des Japanischen existiert jedoch auch auf der literarischen Ebene. Das japanische ­Haiku, der so genannte ›lustige Vers‹, die kürzeste Gedichtform der Welt, beschreibt traditionell ein Bild aus der Natur und gibt anhand sogenannter Jahreszeitenwörter den Handlungszeitraum zu erkennen …
D.D. Ja, Japan und die japanische Kultur, aber auch der ferne Osten im Allgemeinen spielen eine große Rolle im Text. Aber Japan und seine Kultur im Roman, das ist keine echte japanische Kultur – das ist eher ein imaginäres, irgendwie idealisiertes Bild, das man sich von vereinzelten und nicht immer glaubwürdigen Quellen holt. Das Wissen des Protagonisten über Japan ist fragmentarisch und den einzigen direkten Zugang zu dieser Kultur bietet ihm das rote Buch mit Haiku-Gedichten. Die Gedichte kommen ihm aber seltsam vor und er versteht sie nicht. Allerdings stört es ihn nicht, das Buch, ohne es zu wissen, nach Tradition der japanischen Samurais im Ofen zu verbrennen: der Samurai-Codex Hagakure sagt, wenn du ein Buch fertig gelesen hast, verbrenne es. Haikus sind auch in meinem Text direkt und indirekt verstreut. Den Anfang des Letzten Gedichts von Matsuo Basho zitiert z.B. einer der betrunkenen Männer, die der Protagonist am Kneipeneingang trifft. Der Monolog des Mannes mit Ziehharmonika über sein Leben als Zugbegleiter ist auch eine freie Darlegung eines Haikus. Solche Stellen sind im Roman relativ häufig. Haikus sind sehr optisch, sehr visuell. Nach diesem Prinzip, ohne viel abstrakte Reflexion, ist auch mein Buch gebaut – reine Beschreibungen ohne Schlussfolgerungen.
W.V. Während die Zeit zum Stehen gebracht wird, erscheint der den Ich-Erzähler umgebende Raum in Stücke zerschnitten. Gleichzeitig wird diese Zerstückelung auch im Text präsent, folglich auch die Schliffe der Verschwommenheit, die durch den bereits erwähnten Rauch oder Nebel die Orientierung des Ich-Erzählers erschweren, gleichzeitig aber auch in gewisse Dämmerungszustände des Erzählens übergehen.
D.D. Ja, kaputte, verschwommene Optik kommt im Roman oft vor. Und nicht nur durch die Vernebelung, sondern auch z.B. durch zersprungene Fensterscheiben oder durch Vaters Brille, mit der der Protagonist die Umgebung anzuschauen versucht und dabei die eigenen Augen mit den getrübten Augen eines Vogels vergleicht. Die ganze Stadt ist zerschnitten. Die Straßenbahn zerschneidet sie buchstäblich in Stücke. Aber der Text an sich ist auch »uneben« und auf gewisse Weise fragmentarisch und roh. Ich wollte, dass der Textstoff in seiner »Unebenheit« dem in ihm beschriebenen zerrissenen und stoppeligen Raum gleich wird: Straßen, dann plötzlich eine Brache oder blinde Mauer, ein Riss der Straßenbahnleitung, ein Filmriss.
W.V. All diese ästhetischen Formen mit den Motiven der Wiederholung und des Seriellen sind Anzeichen für eine Suche nach einer Art neutralen Perspektive, die sich, gleich einem Haiku, zwischen Prosa und Lyrik einstellt. Doch während sich das Haiku, das im Roman ja verbrannt wird, auf die Natur bezieht, haben wir es in Papirossy mit einer industriellen Landschaft zu tun.
D.D. Mit einer Landschaft, die dem Protagonist am Anfang völlig fremd ist und zu der er im Laufe der Zeit eine Art Liebe entwickelt und die er mehr und mehr auf poetische Weise wahrnimmt. Der Protagonist gerät in eine neue Welt, die er aber fortwährend abzuwehren versucht, sei es mithilfe von Gegenständen, die zu diesem Raum gehören: Papirossy, der Mantel des Vaters, Streichhölzer und ein Schlagring, oder durch scheue, rudimentäre Gespräche mit den Bewohnern des Viertels.
W.V. Vor dem Hintergrund dieser Expeditionsnarrative, wie auch vor der im Roman behandelten Textilfabrik und der Druckerei, in der der Vater als Setzer gearbeitet hat, stellt sich auch die Frage, was in solchen Verklammerungen zwischen natürlichen und medialen Erzählweisen überhaupt gesucht wird. Die tradierten Strukturen im Roman deuten zwar zahlreiche Narrative an, führen aber dennoch zu keiner Entwicklung. Ist es vielleicht eine Suche nach verlorenen Wörtern? Oder geht es darum, das Phänomen des Erinnerns und des Gedächtnisses zu fassen und somit Wörter zu archivieren, um diese in der neuen Welt nicht zu verlieren?
D.D. Als ich diesen Text auf Russisch geschrieben habe, war mir tatsächlich wichtiger, wie er geschrieben wird, als wovon er handelt. Mir ging es um den Stil, die Wörter, um Wortkombinationen. Papirossy ist für mich kein richtiger Roman, eher ein Gedicht, ein großes Haiku, wenn ich mich so ausdrücken darf.

Dieses Gespräch erscheint als Nachwort in: PAPIROSSY. Ein Roman von Dmitri Dergatchev

 

 

 

 

Novinki-Wettbewerb nicht vergessen!

September 21, 2010

Der novinki-Wettbewerb um das beste Autorenportrait über AutorInnen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa läuft noch bis zum 30. Oktober 2010.

Es ist also noch nicht zu spät, die Schreibfeder zu schwingen!

Der 1. Platz ist mit 400 Euro dotiert (zusätzlich gibt es einen Sonderpreis von 250 Euro!).

Einsendungen bis zum 30. Oktober 2010 an redaktion@novinki.de.

Mehr Informationen unter http://www.novinki.de/html/termine/flyer_wettbewerb_rezension.pdf

Die novinki-Redaktion beantwortet weitere Fragen auch gerne per Email.


Die novinki-Redaktion freut sich über alle Einsendungen!

novinki-Preis

Juli 5, 2010

Ihr Lieblingsautor findet zu wenig Beachtung in der deutschsprachigen Literaturszene?
Sie möchten einen Autor mal aus einer anderen Perspektive darstellen?
Oder Sie kennen einen ’neuen‘ Autor, den auch andere kennen lernen sollten?

novinki schreibt auch in diesem Jahr wieder einen Wettbewerb aus: gekürt wird das beste Autorenportrait über AutorInnen aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa.

Der 1. Platz ist mit 400 Euro dotiert (zusätzlich gibt es einen Sonderpreis von 250 Euro). Einsendungen bis zum 30. Oktober 2010 an redaktion@novinki.de. Mehr Informationen im Flyer.