Archive for the ‘Lesungen’ Category

Veranstaltungshinweis: Eugene Ostashevsky und »Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt«

Mai 29, 2017

Buchpremiere

Eugene Ostashevsky in Lesung und Gespräch mit Uljana Wolf
Moderation: Daniela Seel

| 1. Juni 2017 | 20:00 Uhr |
| daadgalerie_studio | Oranienstraße 161 | 10969 Berlin |

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Foto: Krzysztof Zielinski

Eugene Ostashevskys »Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt« (dt. von Monika Rinck und Uljana Wolf) ist eine Art Roman in Gedichten über Verständigungsschwierigkeiten zwischen Piraten und Papageien. Was vor acht Jahren als Kinderreim begann, hat sich zu einer Untersuchung heutiger und historischer Bedeutungen der Begriffe »Pirat« und »Papagei« ausgewachsen. Urheberrecht, kapitalistische Ideologie, Tierintelligenz, Cartesische Philosophie, kolonialistische Ethnografie, Erstkontakt-Narrative und insbesondere Berichte über Piraten und Papageien aus der Renaissance und frühen Neuzeit kommen vor. Im Grunde geht es aber schlicht darum, wie es ist, mit jemandem zu reden, und ob dieser jemand überhaupt jemand ist. Und weil Pirat und Papagei auf einer einsamen Insel stranden und einen Streit darüber beginnen, ob sie sich mit Indigenen, so es sie dort gäbe, verständigen könnten, geht es auch um Immigration. Und weil für Papageien Englisch offensichtlich nicht als Muttersprache gelten kann, geht es auch um Zweitsprachengebrauch. Das Piratenenglisch wiederum ist von fremden Einsprengseln wie von seiner eigenen lausigen Geschichte ramponiert und kontaminiert, ahmt Texte aus dem 16. und 17. Jahrhundert nach und raubkopiert daraus. Selbst im Besitz zweier Sprachen (des Russischen der sowjetischen Kindheit und des amerikanischen Englisch seit der Emigration der Familie nach New York), weiß Eugene Ostashevsky um die Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten von Sprache nur zu gut. »Der Pirat, der von Pi der Wert nicht kennt«, unlängst bei kookbooks in der Reihe Lyrik erschienen, entstand in weiten Teilen während Eugene Ostashevskys BKP-Jahr 2013/14 in Berlin.

Eintritt frei

Veranstaltungshinweis: Lesung und Gespräch mit Katarzyna Fetlińska

Mai 26, 2017

Im Rahmen eines Seminars an der Humboldt-Universität wird am Montag die junge polnische Dichterin Katarzyna Fetlińska in Berlin zu Gast sein, um einige Gedichte vorzulesen und über den aktuellen Stand des sogennanten „weiblichen Schreibens“ heute in Polen (besonders angesichts der aktuellen politischen Lage) zu diskutieren. Alle Interessierten sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen!

29. Mai 2017 | 14 bis 16 Uhr
Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin | Raum 1.604

Katarzyna Fetlińska  ist 1991 in Ciechanów geboren, hat bereits drei Gedichtbände veröffentlicht und wurde für diverse Literaturpreise nominiert. Ihre Poesie ist von einer deutlichen Intermedialität gekennzeichnet, da Katarzyna oft mit Fotograf_innen und Künstler_innen in experimentellen Projekten arbeitet. Einige ihrer Gedichte wurden 2015 ins Deutsche übersetzt und in der Anthologie Polnisch Poetisch publiziert.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Seminars Kobieta, žena, ženščina, žančyna. „Frauenlyrik“ in slawischen Literaturen unter der Leitung von Manuel Ghilarducci statt.

Die Texte werden in der Originalsprache und in der deutschen Übersetzung vorgelesen. Fragen können auf Deutsch, Englisch und Polnisch gestellt werden.

Veranstaltungshinweis: Spuren. Drei Erzählungen von Ludwik Hering.

April 24, 2017

Buchvorstellung & Gespräch mit dem Übersetzer Lothar Quinkenstein

29.04.2017 | 19.00 Uhr
buch|bund (Sanderstrasse 8, 12047 Berlin)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Herings drei Erzählungen aus den Jahren der deutschen Besatzung Polens galten anderen polnischen Schriftstellern als besonders und bedeutend in ihrer Darstellung der Alltäglichkeit der Vernichtung. In der Erzählung über das „Schlupfloch“ in der Ghettomauer, das als Schmuggelweg diente, schreibt Hering: „Das Ghetto lebte von Warschau – und Warschau lebte vom Ghetto. Jeder zog seinen Nutzen daraus, jene reinen Seelen ausgenommen, die ihren Nutzen zogen, ohne es wahrhaben zu wollen.“

Moderation: Nina Mueller

Ludwik Hering (1908-1984) war Bibliothekarsgehilfe, Autor, Theaterregisseur, Schauspieler und Bühnenbildner. Und Freund und Mentor vieler Autoren und Künstler, darunter auch der Dichter und Theatermacher Miron Białoszewski.

Lothar Quinkenstein: Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer aus dem Polnischen. Seit 2012 Dozierender im Studiengang Interkulturelle Germanistik am Collegium Polonicum an der Viadrina Universität in Frankfurt (Oder). Zuletzt von ihm erschienen: „Erinnerung an Klara Blum. Essays und Kritiken aus der Mitte Europas“ (Röhrig Universitätsverlag, 2015), die Übersetzungen von Henryk Grynbergs Erzählband „Der Sieg“ (Hentrich&Hentrich, 2016) und des Essaybands „Unkünstlerische Wahrheit“ (Hentrich&Hentrich, 2014), sowie die Übersetzungen von Brygida Helbigs „Engel und Schweine“ (Freiraum Verlag, 2016) und Ludwik Herings „Spuren. Drei Erzählungen“ (Edition Fototapeta, 2016).

Sprache: Deutsch
Eintritt: 4 Euro

Hier geht es direkt zur Veranstaltungsankündigung vom buch|bund.

Veranstaltungshinweis: auslandSPRACHEN mit Dinara Rasuleva & Ekaterina Vassilieva

März 20, 2017

Lesung und Gespräch

mit Dinara Rasuleva (Tatarstan – Russland/Deutschland)
und Ekaterina Vassilieva (Deutschland/Russland) und
Moderation: Irina Bondas

| 1. April 2017 | 20:00 Uhr | ausland | Lychener Straße 60 | Berlin |

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Das ausland setzt sein Program mit der zweiten Veranstaltung der Reihe „auslandSPRACHEN“ fort, die mehrsprachige Lesungen, Lyrik in Übersetzung und literarische Übersetzungen in den Mittelpunkt stellt. Mehr Aufmerksamkeit soll dabei der Literatur fremdsprachiger Autorinnen und Autoren aus Berlin, aus Deutschland und der Welt geschenkt werden. Die Veranstaltung ist gleichzeitig auch die Fortsetzung der Reihe „Berlins literarische Diasporas“ und wird durch die freundliche Unterstützung des „Bezirksamt Pankow von Berlin / Amt für Weiterbildung und Kultur“ ermöglicht.

Die Autorinnen Ekaterina Vassilieva und Dinara Rasuleva diskutieren mit der Lyrikerin und Übersetzerin Irina Bondas über den Platz von fremdsprachigen Autorinnen in der deutschen Haupstadt, über die Möglichkeiten einer literarischen Entfaltung in einer Vielgestaltigkeit literarischer Positionen jenseits von Klischees kultureller Verortungen.

Die Veranstaltung wird deutsch-russisch simultan übersetzt. Der Eintritt kostest EUR 5.

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Veranstaltungshinweis: Berliner Buchpremiere von Tomas Venclova: Der magnetische Norden. Gespräche mit Ellen Hinsey

März 15, 2017

Lesung und Gespräch mit Tomas Venclova und Ellen Hinsey

Moderation: Lothar Müller

Freitag, 17.03.2017, 20:00 Uhr
daadgalerie, Oranienstraße 161, 10969 Berlin
Eintritt frei

Hier der Buchankündigungstext des Suhrkamp Verlags:

Er hat sie alle noch gekannt: Joseph Brodsky und Czeslaw Milosz ebenso wie Wislawa Szymborska, Anna Achmatowa, Boris Pasternak und die sowjetischen Dissidenten. Als Kind erlebte Tomas Venclova die Okkupation seiner Heimat – erst durch die Sowjets, dann durch die Nazis. Sein Hunger nach Welt war unstillbar: Er ging nach Leningrad, lernte Sprachen, befasste sich mit der modernen Poesie und geriet als Übersetzer und Dichter früh ins Visier des KGB. 1976 gehörte er zu den Mitbegründern der litauischen Helsinki-Gruppe für Menschenrechte. Während eines Aufenthaltes in den USA wurde ihm 1977 die sowjetische Staatsbürgerschaft entzogen. Er lehrte bis 2012 an der Yale University und lebt seit 1990 auf zwei Kontinenten – ein Emigrant, der am unabhängigen Litauen zu viel auszusetzen hatte, um in sein Heimatland zurückzukehren, und sein Exil als »Glücksfall« empfand.

In Gesprächen mit seiner Dichterkollegin und Übersetzerin Ellen Hinsey rekapituliert er sein Leben und lässt das 20. Jahrhundert wiederauferstehen: Ob es um Freundschaften geht oder um Fragen der Poesie, ob er über die Politik der Großmächte oder über die verwickelte Geschichte Mittelosteuropas spricht – Venclovas Klugheit und Selbstironie geben dieser großen europäischen Erzählung von Entwurzelung und Heimatlosigkeit etwas heiter Gelassenes.

Hier geht es zur Ankündigung der Veranstaltung bei Suhrkamp sowie dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

novinki-Jubiläumsparty am 12. Januar 2017!

Dezember 21, 2016

Bald ist es so weit: novinki feiert sein zehnjähriges Bestehen und das Erscheinen seines ersten Buches!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen: am Donnerstag, den 12. Januar 2017 ab 18.00 Uhr in die Bar Babette in Berlin.

Für das literarische Abendprogramm sorgt um 18.00 Uhr Eugenenovinki_buch_cover Ostashevsky. Ostashevsky ist gebürtiger Leningrader und lebt seit seinem elften Lebensjahr in New York/Brooklyn. Er schreibt auf Englisch, aber seine Texte sind translingual, nehmen ständig Bezug auf andere Sprachen, spielen mit Sprachen und mit Sprache generell.
Nach der Lesung wird DJane Eva mit einer Mischung aus Alternative Pop und Rock den musikalischen Teil des Abends einläuten. Außerdem gibt es natürlich viel Raum für nette Gespräche – und unser neues Buch nachgefragt. novinki im Gespräch mit Autor_innen aus Osteuropa.

Ort: Bar Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin
(U Schillingstraße, Glaskubus gegenüber dem Kino International)

Hier finden Sie unsere Party-Einladung als pdf.

Wir freuen uns schon sehr auf Sie!

Veranstaltungshinweis: Buchvorstellung von Włodzimierz Nowak — Der Deutsche

November 16, 2016

18.11.2016 | 19:00 Uhr | Polnisch & Deutsch

im Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Nekölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

nowak_niemiecDer Deutsche ist eine wahre Geschichte – auch wenn sie in zwei heute nicht mehr existenten Ländern spielt: der DDR und der Volksrepublik Polen. Włodzimierz Nowak vergleicht die Volksrepublik Polen mit einem Brettspiel. Den Würfel warfen die Machthaber, der Bürger war die Spielfigur, die Regeln unbekannt und das Spiel sinnlos, dennoch glaubten alle an seinen Sinn. Und wer das nicht konnte oder wollte, der musste drei Felder zurück, kam nicht mehr dran oder wurde rausgeschmissen. Wer jedoch glaubhaft so tun konnte, bekam eine Dreizimmerwohnung in der Plattenbausiedlung „35 Jahre Volksrepublik“ – so wie Zygfryd Kapela, die Hauptfigur in Nowaks Buch. Je mehr Zygfryd, geboren 1947, versuchte, von Polen nach Deutschland zu fliehen, desto fester hielt ihn das Land, desto tiefer steckte es ihn in die Tasche und fügte ihm Leid zu.

Włodzimierz Nowak (1958) arbeitet seit vielen Jahren für die Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“. Von seinen detailreichen und einfühlsamen Reportagen auf Deutsch erschienen sind bisher die Bände Die Nacht von Wildenhagen (2009), in dem er von den Schicksalen der Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion erzählt, sowie Das Herz der Nation an der Bushaltestelle (2015), eine Sammlung von Reportagen, in denen Nowak das Leben der Menschen in der polnischen Provinz – der Verlierer des Systemwandels nach 1989 – schildert.  Für ersteren Band erhielt Włodzimierz Nowak 2010 gemeinsam mit seiner Übersetzerin Joanna Manc den Georg Dehio-Ehrenpreis.

Moderation: Marcin Piekoszewski
Lesung: Joanna Manc

Das Gespräch findet auf Polnisch statt und wird simultan ins Deutsche gedolmetscht. (more…)

Hinweis auf die Tagung Potemkinsche Dörfer der Idylle mit einer Lesung von Al’herd Bacharėvič

November 8, 2016

Vom 1.-3. Dezember 2016 findet an der Universität Potsdam die Fachtagung Potemkinsche Dörfer der Idylle. Imaginationen und Imitationen des Ruralen statt.

Literarisch eröffnet wird die Tagung durch eine Lesung und Diskussion mit dem belarussischen Schriftsteller Al’herd Bacharėvič und seinem Übersetzer Thomas Weiler in der Kulturbrauerei in Berlin.

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Hier finden Sie das vollständige Tagungsprogramm.

Und hier weitere Informationen der Veranstalter_innen zur Lesung mit Al’herd Bacharėvič und Thomas Weiler: (more…)

Hinweis auf die Lesung mit Ekaterina Vassilieva am 14.10.2016 in Berlin

Oktober 4, 2016

Romanvorstellung und Lesung

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Die in Berlin lebende russische Schriftstellerin Ekaterina Vassilieva stellt im Rahmen der Finissage der Ausstellung Musen – Fetische – Hybride von Genia Chef und Victoria Rosenman ihren Roman Der Schlaf des Hermaphroditos (2015) vor und liest Fragmente in deutscher Übersetzung.

Der Roman Der Schlaf des Hermaphroditos erzählt die Geschichte eines Paares, dessen Identität zwischen der russischen und der deutschen Kultur verortet ist. Die „hybride“ Struktur des Textes öffnet sich dabei einer Reihe von Motiven, die bis in die Entstehungszeit der Psychoanalyse reichen und einen vielschichtigen Kommentar über die Befindlichkeit des modernen Subjekts abgeben.

Zeit: 14. Oktober 2016 um 19:30 Uhr
Ort: FreshEggsGallery, Auguststraße 82, 10117 Berlin

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Hinweis auf die Buchvorstellung „Damit die Welt es erfährt … Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück“

September 16, 2016

Gespräch mit der Herausgeberin Dr. Andrea Genest und der Übersetzerin Inge Gerlinghoff

am 30. September 2016 um 19.00 Uhr
im Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Neukölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

damit_die_welt_es_erfaehrt_coverIn den Jahren 1939-1945 waren etwa 40.000 Polinnen in Ravensbrück interniert. Sie stellten in dem berüchtigten Frauen-konzentrationslager die größte Gruppe von insgesamt 132.000 Häftlingen aus 27 Nationen. Sie wurden dort erniedrigt und misshandelt, pseudomedizinischen Experimenten ausgesetzt und durch schwere Arbeit entkräftet. Aber sie gaben nicht auf. Widerstand war möglich – unter größten Gefahren. Es gelang ihnen, durch illegale Korrespondenz die Leitung der Untergrundarmee und die Exilregierung in London über die Verbrechen an den Häftlingen zu informieren: Damit die Welt es erfährt…

Diese Dokumente – Briefe, Operations- und Exekutionslisten, aber auch Gedichte – sind jetzt erstmals in deutscher Sprache erschienen. Sie geben Einblick in das Denken und Fühlen von Frauen, deren Überlebenswille nicht gebrochen werden konnte. Sie hofften auch in fast aussichtsloser Lage auf eine bessere Welt ohne Hass und Krieg. (more…)