Archive for the ‘Kultur & Politik’ Category

Veranstaltungshinweis: Gespräch mit Michał Olszewski

Juni 15, 2017

Im buch|bund findet morgen das zweite Gespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe Res Polonica statt.

16.06.2017 | 19:00 Uhr
Sanderstrasse 8 | 12047 Berlin
Eintritt: frei

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Der zweite Gast der Veranstaltungsreihe „Res Polonica“ ist Michał Olszewski (1977), Journalist, Schriftsteller und Autor verschiedener Bücher, u.a. „Do Amsterdamu“, „Najlepsze buty na swiecie“, „Upal“. Er schreibt vorrangig über den öffentlichen Raum in Polen, Ökologie und den gesellschaflichen Wandel nach 1989.

Polen ist in den Reportagen Michał Olszewskis ein doppeltes Land: unter der Oberfläche einer kleinen Stabilisierung und des alltäglichen Lebens finden hochdramatische Ereignisse statt. (more…)

Veranstaltungshinweis: Spuren. Drei Erzählungen von Ludwik Hering.

April 24, 2017

Buchvorstellung & Gespräch mit dem Übersetzer Lothar Quinkenstein

29.04.2017 | 19.00 Uhr
buch|bund (Sanderstrasse 8, 12047 Berlin)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Herings drei Erzählungen aus den Jahren der deutschen Besatzung Polens galten anderen polnischen Schriftstellern als besonders und bedeutend in ihrer Darstellung der Alltäglichkeit der Vernichtung. In der Erzählung über das „Schlupfloch“ in der Ghettomauer, das als Schmuggelweg diente, schreibt Hering: „Das Ghetto lebte von Warschau – und Warschau lebte vom Ghetto. Jeder zog seinen Nutzen daraus, jene reinen Seelen ausgenommen, die ihren Nutzen zogen, ohne es wahrhaben zu wollen.“

Moderation: Nina Mueller

Ludwik Hering (1908-1984) war Bibliothekarsgehilfe, Autor, Theaterregisseur, Schauspieler und Bühnenbildner. Und Freund und Mentor vieler Autoren und Künstler, darunter auch der Dichter und Theatermacher Miron Białoszewski.

Lothar Quinkenstein: Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer aus dem Polnischen. Seit 2012 Dozierender im Studiengang Interkulturelle Germanistik am Collegium Polonicum an der Viadrina Universität in Frankfurt (Oder). Zuletzt von ihm erschienen: „Erinnerung an Klara Blum. Essays und Kritiken aus der Mitte Europas“ (Röhrig Universitätsverlag, 2015), die Übersetzungen von Henryk Grynbergs Erzählband „Der Sieg“ (Hentrich&Hentrich, 2016) und des Essaybands „Unkünstlerische Wahrheit“ (Hentrich&Hentrich, 2014), sowie die Übersetzungen von Brygida Helbigs „Engel und Schweine“ (Freiraum Verlag, 2016) und Ludwik Herings „Spuren. Drei Erzählungen“ (Edition Fototapeta, 2016).

Sprache: Deutsch
Eintritt: 4 Euro

Hier geht es direkt zur Veranstaltungsankündigung vom buch|bund.

Hinweis: goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films

März 15, 2017

Das goEast-Filmfestival  findet dieses Jahr vom 26.04.-20.05. statt – wie immer in Wiesbaden.

©goEast

Ab Anfang April wird das vollständige Festivalprogramm auf der Website von goEast zu finden sein.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Jahr auf das goEast-Symposium Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa. Hier geht es zum Ankündigungsflyer des Symposiums.

Für Studierende der Humboldt-Universität gibt es die Möglichkeit, im Rahmen einer studentischen Exkursion kostenlose Akkreditierungen für das Festival zu bekommen. Bei Interesse bitte an <mortennissen [at] hotmail.de> wenden.

Veranstaltungshinweis: Open Continent – Closed Nations. Herausforderungen und Perspektiven für Theaterfestivals in Osteuropa

Februar 2, 2017

Podiumsdiskussion mit:

  • Selma Spahić (Künstlerische Direktorin, MESS Festival, Bosnien und Herzegowina)
  • Ivan Medenica (Künstlerischer Direktor, BITEF Festival, Serbien, tbc)
  • Katrin Hrusanova (Executive Director, ACT Festival, Bulgarien, tbc)
  • Tomáš Froyda (ehem. Künstlerischer Direktor, DIVADLO Festival, Tschechien)

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Freitag, 24. Februar, 20:00 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Freier Eintritt

Anmeldung unter:
passage23@iti-germany.de

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.

 

 

 

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Theaterfestivals können mit ihrem vielfältigen Programm als Barometer für aktuelle Entwicklungen in Politik, Kultur und Gesellschaft angesehen werden. Sie konfrontieren das Publikum mit einer intensiven Auswahl zeitgenössischen Theaters und müssen sich gleichzeitig mit den Gesetzen des Marktes auseinandersetzen.

An diesem Abend werden wir die Situation der Theaterfestivals mit europäischen Festivalmacher*innen diskutieren und blicken unter anderem auf folgende Fragen: Was erzählen Theaterfestivals über den Zustand der Europäischen Idee? Insbesondere in Osteuropa sind es Theaterfestivals, die zu einer lebendigen Theaterlandschaft beitragen – doch welche Perspektive bieten diese Festivals auf die Entwicklungen von Theater und dessen Rolle in der Gesellschaft? Und wie werden sie im Westen wahrgenommen?

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Passage 23°E Theatre and Theatricality from the Baltic to the Aegean des Internationales Theaterinstitut Deutschland.

Hier finden Sie die Veranstaltungsankündigung als pdf – auf Deutsch und auf Englisch.

 

Hinweis: Utopie und Gewalt – Werk und Wirkung des Schriftstellers Andrej Platonow (1899-1951)

November 9, 2016

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Konzert
Filme
Autorengespräche
Publikation

Datum:
29.11.–17.01.2017

Ort:
Berlin

Sprache(n):
Deutsch, Englisch und Russisch

Veranstalterin:
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

Die Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programmheft der DGO.


Hier die Ankündigung der Veranstalterin:

Die Oktoberrevolution von 1917 bildete den Ausgangspunkt für einen utopischen Gesellschaftsentwurf, der in die Entfesselung politischer und gesellschaftlicher Gewalt mündete. Die Grundlagen für die staatliche Diktatur und die systemimmanente Gewalt wurden Ende der 1920er Jahre gelegt. Dazu gehören der erste Fünfjahresplan, die gewaltsame Industrialisierung des Landes, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und die Vernichtung der vermeintlichen Kulaken.

Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899–1951) gilt als literarischer Chronist und unbestechlicher Beobachter dieser Entwicklungen. Sein Werk spiegelt die Atmosphäre einer Epoche wider, die von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen neuen Welt geprägt war. Nachdem er den Zorn Stalins erregt hatte, konnten seine bedeutendsten Romane, Tschewengur (1927–28) und Die Baugrube (1930) zu seinen Lebzeiten nicht mehr erscheinen. Erst Ende der achtziger Jahre, mit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, setzte seine Wiederentdeckung ein. Joseph Brodsky stellte ihn auf eine Stufe mit Joyce, Musil und Kafka. (more…)

Hinweis auf die DGO-Fachtagung „Russland und/als Eurasien“, 07.-09.10.2016 in Berlin

August 24, 2016

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Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde lädt alle Interessierten herzlich zur diesjährigen Tagung der Fachgruppe Slavistik vom 7. bis 9. Oktober 2016 in Berlin ein. Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Birgit Menzel (Mainz-Germersheim) und Prof. Dr. Christine Engel (Innsbruck). Tagungsort ist die Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46/48, 14193 Berlin.

Aus der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit den 1990er Jahren hat eine intensive reale und symbolische Aneignung des eurasischen Raums eingesetzt. Sie erfolgt sowohl von Russland als auch vonseiten anderer Großmächte, und ist primär der Marktexpansion sowie geopolitischen und geostrategischen Interessen in einer neuen multipolaren Weltordnung geschuldet. Auch die Osteuropaforschung, die den postsowjetischen Raum jenseits des Ural bis dahin weitgehend ignoriert bzw. als Peripherie behandelt hat, reagiert auf diese Entwicklungen und bezieht nunmehr auch die Region Zentralasien ein. Die bisherigen Forschungsarbeiten zum Raum Eurasien haben sich allerdings in erster Linie auf politik- und sozialwissenschaftliche sowie auf historisch-geographische Fragestellungen konzentriert.

Die 18. Arbeitstagung der Fachgruppe Slavistik wendet sich nunmehr explizit der Frage nach den verschiedenen kulturellen Modellierungen sowohl in Russland als auch in den zentralasiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu. Neben den ideologischen Positionen nehmen sie Fragen der Ästhetik und der Sprachtheorie, Beispiele aus Literatur und Musik sowie philosophische, mythische und religiös-spirituelle Ideen und Konzepte in den Blick.

Hier finden Sie Einzelheiten zu Tagungsverlauf und Anmeldung (bis 09. September bei der DGO per eMail office@dgo-onlin.de oder telefonisch 030. 21 47 84 14). Es wird eine Tagungsgebühr erhoben.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Russisch (mit Verdolmetschung der deutschen Beiträge ins Englische).

Veranstaltungshinweis: Eisensteins „Beshin lug“ am 20.05.2016 im Kino Krokodil

Mai 18, 2016

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Ein Muss für alle Eisenstein-Fans: Die Fotofilm-Rekonstruktion von Sergej Eisensteins nach Fertigstellung erst verbotenem und dann im Krieg verloren gegangenem Film Beshin lug (SU 1936, 30 min, 35 mm, stumm) mit Livemusikbegleitung durch Grit Blaßkiewitz und Cordula Heth (Geige) sowie Ulrich Miller (Schlagzeug/Akkordeon)

am 20. Mai 2016 um 20:30 Uhr
im Kino Krokodil – Filme aus Russland und Osteuropa
Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin

Eintritt an der Kinokasse erfragen: T 030.44 04 92 98 (ab 19:00 Uhr)

Aus dem Programm der Veranstalter_innen:

Der nach einem Motiv Turgenjews benannte Film erzählt die Geschichte des kleinen Stepoks, dessen Mutter vom betrunkenen Vater erschlagen wurde. Auf das Schwerste verletzt fühlt sich der Junge von allen familiären Verpflichtungen entbunden und gibt die konterrevolutionären Pläne des Alten preis. Dafür wird er vom Vater erschossen. Eisensteins Film weist deutliche Bezüge zum Sujet des biblischen Isaakopfers auf. Er wurde wegen „formalistischer“ Tendenzen von Stalin verboten und ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Aus von Pera Moiseewna (Ataschewa) versteckten einzelnen Bildern, gelang es eine beeindruckende Fassung zu rekonstruieren. (more…)

Hinweis auf die Ausstellung „little resistance, little pathology“ im Kunsthaus Tapir, Berlin

März 30, 2016

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„little resistance, little pathology“

vom 9. bis 30. April 2016

zeigt das Бükü – Büro für kulturelle Übersetzungen in einer gemeinsamen Ausstellung widerständige Kunst von Orsi Horváth (Leipzig) und Alexander Povzner (Moskau) im

| Kunstraum Tapir | Weserstraße 11 | Berlin-Friedrichshain |
| Do – Fr 17.00 – 20.00 Uhr und nach Verabredung |
| Ausstellungseröffnung am 8. April 2016 um 19:00 Uhr |

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Was die Kunst widerständig und revolutionär macht, ist nicht unbedingt die Flexibilität, sich jedem politischen oder gesellschaftlichen Missstand zuzuwenden und die Schlagzeilen aus den Medien in die Sprache der zeitgenössischen Kunst zu übersetzen. Laut Jacques Rancière ist die Widerständigkeit der Kunst in der sinnlichen Erfahrung zu finden, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Gemeinsamen und dem Individuellen, dem Spezifischen und dem Ordinären konstituiert.

Die Duoausstellung „little resistance, little pathology“ mit Arbeiten von Orsi Horváth und Alexander Povzner widmet sich den subjektiven Widerstandstaktiken und subversiven Aussagen der beiden KünstlerInnen, die sich sowohl auf die großen Zusammenhänge als auch auf Alltagsbeobachtungen beziehen. Mit ihren Skulpturen aus fragilen Materialien – ungebranntem Ton (Horváth) und Gips (Povzner) − verschaffen sie sich ein Bewusstsein über sich selbst innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Prozesse.

Hinweis: „The Revolution that wasn’t“. Russische Dokumentarfilme 1991-2015 im Arsenal, Berlin.

März 22, 2016

In der Zeit vom 01. bis 30. April 2016 zeigt das Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin) 21 russische Dokumentarfilme, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind. Begleitet wird die Filmreihe durch zahlreiche Einführungen von Barbara Wurm, Georg Witte, Bert Rebhandl, Ekaterina Tewes und Aleida Assmann. Das vollständige Programm finden Sie in dieser Ankündigung weiter unten oder auf der Website des Kinos.

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg in Syrien steht Russland im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Dass die Realität in Russland komplexer ist als Fernsehreportagen oder Meinungsumfragen dies abbilden, ist hierzulande nur zu ahnen, denn filmische Innenansichten gelangen kaum nach Deutschland. Ein von Tatiana Kirianova kuratiertes umfangreiches Programm mit zahlreichen Gästen nimmt das 25-jährige Bestehen der Russischen Föderation zum Anlass, diese Lücke mit einer Auswahl unabhängiger russischer Dokumentarfilme zu schließen.

Gezeigt werden zum einen frühe dokumentarische Arbeiten renommierter Filmemacher 
wie Alexander Sokurov, Sergei Dvortsevoy und Sergei Loznitsa, die heute als preisgekrönte Spielfilmregisseure international bekannt sind. Ergänzt werden diese durch Werke einer jüngeren Generation unabhängiger Filmemacher_innen wie Pavel Kostomarov, Olga Privolnova und Alina Rudnitskaya, die einen persönlichen und oft kritischen Blick auf die Entwicklungen im Land werfen. (more…)

Veranstaltungshinweis: Frau Stefa. Ein Gespräch mit Magdalena Kicińska über Stefania Wilczyńska

März 19, 2016

01.04.2016, 19:00 Uhr
Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Neukölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

pani-stefa-okladka-189x300 – Das Paradies! Ich weiß nicht, warum sie sich so sicher sind. Ich kann sicher sein! Denn ich war schon einmal dort. Aus dem Paradies kam niemand zurück, um davon zu erzählen. Außer mir. Ich war in der Utopie. Ich lebte gut. Mir haben sie beigebracht, wie man das macht. Ich hatte ein zu Hause, wo der Papa Stefa war und die Mama Korczak. Und nun sag‘, was du hören willst. Was soll ich dir noch über sie erzählen?“ Szlomo Nadel.

In dieser Geschichte gibt es mehr Fragezeichen als Tatsachen. Wilczynskas Warschauer Adressen existieren einerseits, andererseits verlaufen die Straßen anders und die Häuser sind schon lange verschwunden. Die Schützlinge erinnern sich, dass sie lautlos war, dass sie unerwartet erschien und genauso verschwand. Und vielleicht wurde sie aus demselben Grund vergessen – sie verschwand im Schatten von Janusz Korczak. (© Czarne Verlag)

Stefania Wilczyńska (1886-1942) war eine polnisch-jüdische Lehrerin und Erzieherin und enge Mitarbeiterin von Janusz Korczak. Zusammen mit Korczak leitete sie das von diesem 1912 gegründete Dom Sierot – ein jüdisches Waisenhaus in Warschau. Zusammen mit den Kindern, weiteren Mitarbeitern des Waisenhauses und Janusz Korczak wurde sie nach Treblinka deportiert und ermordet.

Zu Gast im Buchbund: Magdalena Kicińska, Autorin des Buches „Pani Stefa“, der ersten Biografie von Stefania Wilczyńska. Das Buch erschien 2015 im Czarne-Verlag.

Moderation: Marcin Piekoszewski

Veranstaltung auf Polnisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Eintritt: 4€

Hier geht es zur Veranstaltungsankündigung auf der Website des Buchbunds.