Autor-Archiv

Hinweis: 16. internationales literaturfestival berlin, 07.-17.09.2016

August 25, 2016

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Auch zum diesjährigen 16. internationalen literaturfestival berlin (ilb) haben sich wieder viele interessante Autoren angesagt. Hier eine kleine Auswahl aus dem umfangreichen Programm der Veranstalter_innen:

Julia Kissina [Ukraine/D] – Elephantinas Moskauer Jahre

wann: 10.09.2016, 19:00 Uhr
wo: Schwartzsche Villa
Moderation: György Dalos

Eine junge Frau folgt ihrem Idol in die Katakomben Moskaus. Von der Sehnsucht nach einem freien Künstlerdasein geleitet, folgt die junge Elephantina ihrem Idol, dem Dichter Pomidor, in die Katakomben Moskaus. Dichterabende in überfüllten Studentenclubs, verbotene Kunstaktionen, eine Begegnung mit Allen Ginsberg und eine Vorladung beim KGB bilden die Kulisse, vor der sich Elephantina nach Pomidor verzehrt. (more…)

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Hinweis auf die DGO-Fachtagung „Russland und/als Eurasien“, 07.-09.10.2016 in Berlin

August 24, 2016

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Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde lädt alle Interessierten herzlich zur diesjährigen Tagung der Fachgruppe Slavistik vom 7. bis 9. Oktober 2016 in Berlin ein. Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Birgit Menzel (Mainz-Germersheim) und Prof. Dr. Christine Engel (Innsbruck). Tagungsort ist die Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46/48, 14193 Berlin.

Aus der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit den 1990er Jahren hat eine intensive reale und symbolische Aneignung des eurasischen Raums eingesetzt. Sie erfolgt sowohl von Russland als auch vonseiten anderer Großmächte, und ist primär der Marktexpansion sowie geopolitischen und geostrategischen Interessen in einer neuen multipolaren Weltordnung geschuldet. Auch die Osteuropaforschung, die den postsowjetischen Raum jenseits des Ural bis dahin weitgehend ignoriert bzw. als Peripherie behandelt hat, reagiert auf diese Entwicklungen und bezieht nunmehr auch die Region Zentralasien ein. Die bisherigen Forschungsarbeiten zum Raum Eurasien haben sich allerdings in erster Linie auf politik- und sozialwissenschaftliche sowie auf historisch-geographische Fragestellungen konzentriert.

Die 18. Arbeitstagung der Fachgruppe Slavistik wendet sich nunmehr explizit der Frage nach den verschiedenen kulturellen Modellierungen sowohl in Russland als auch in den zentralasiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu. Neben den ideologischen Positionen nehmen sie Fragen der Ästhetik und der Sprachtheorie, Beispiele aus Literatur und Musik sowie philosophische, mythische und religiös-spirituelle Ideen und Konzepte in den Blick.

Hier finden Sie Einzelheiten zu Tagungsverlauf und Anmeldung (bis 09. September bei der DGO per eMail office@dgo-onlin.de oder telefonisch 030. 21 47 84 14). Es wird eine Tagungsgebühr erhoben.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Russisch (mit Verdolmetschung der deutschen Beiträge ins Englische).

Vortrag von Irina Paperno

Juni 21, 2016

Das Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin lädt alle Interessierten recht herzlich zum Vortrag von Irina Paperno ein. Das Thema des Vortrags:

“Двойное варварство Гитлера и Сталина”:
on Olga Freidenberg and her notes of the Leningrad blockade

Irina Paperno ist Professorin am Institut für Slawische Sprachen und Literaturen der University of California, Berkeley. Sie lehrt u.a. russische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, russische und europäische Kultur- und Geistesgeschichte, Literatur- und Kulturtheorie. Ihr Forschungsinteresse gilt vor allem dem Zusammenhang von Erzählung und Bewußtsein, Psychoanalyse und Literatur, Selbstkonzepten und Subjektivität sowie der Analyse von Ego-Dokumenten wie Tagebüchern, Memoiren und Briefen. Aktuell arbeitet Paperno an einer Tolstoj-Biographie.

Ort: Institut für Slawistik, Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57
Zeit: 22. Juni 2016, 18:00 Uhr c.t.

Veranstaltungshinweis: BERLIN.BEREGA – Präsentation und Diskussion am 15.06.2016

Juni 9, 2016

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Anläßlich der zweiten Ausgabe stellt sich Berlins neue russischsprachige Literaturzeitschrift BERLIN.BEREGA am Institut für Slawistik vor und der Diskussion:

Zeit: 15. Juni 2016, 16:00 Uhr
Ort: Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57

Diskussionsthema: „Überschreiten der Grenzen der Muttersprache: Recht, Notwendigkeit oder Chance?“

An der Veranstaltung nehmen auch zwei Autoren teil: Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin. Beide stammen aus Leningrad und leben seit über 10 Jahren in Deutschland. Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin schreiben und sprechen sowohl Russisch als auch Deutsch.

Zusammen mit dem Herausgeber von BERLIN.BEREGA Grigorij Arosev freuen sich die Autoren auf ein Gespräch über ihre Erfahrungen, die sie beim Überschreiten der Grenzen gemacht haben, sowie generell über „Zweisprachigkeit in der Literatur“. Beide Autoren werden auch aus ihren Werken vorlesen. 

Die Diskussion und Teile der Lesung finden auf Deutsch statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Hinweis: Havel-Prigov-Ausstellung in Prag

Juni 8, 2016

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Havel – Prigov und die tschechische experimentelle Poesie

Dauer der Ausstellung: 17. Juni – 30. Oktober 2016
Ausstellungsort: Letohrádek Hvězda, obora Hvězda, Praha 6 – Liboc

Kuratoren: Sabine Hänsgen, Tomáš Glanc, Petr Kotyk (PNP)

Die Ausstellungseröffnung findet am 16. Juni 2016 um 18:00 Uhr statt. Danach ist die Ausstellung täglich außer montags von 10:00 bis 18:00 Uhr zu sehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Aus der Ankündigung der Organisator_innen:

Texts, Pictures, Objects, Performances in Art Practices from the 1960s to the 1990s: The intention of the exhibition is to introduce, for the first time in Bohemia, the artistic personality of Dmitri Prigov, by means of comparing his work with Havel’s Anticodes and examples of Czech experimental poetics. (more…)

Veranstaltungshinweis: Eisensteins „Beshin lug“ am 20.05.2016 im Kino Krokodil

Mai 18, 2016

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Ein Muss für alle Eisenstein-Fans: Die Fotofilm-Rekonstruktion von Sergej Eisensteins nach Fertigstellung erst verbotenem und dann im Krieg verloren gegangenem Film Beshin lug (SU 1936, 30 min, 35 mm, stumm) mit Livemusikbegleitung durch Grit Blaßkiewitz und Cordula Heth (Geige) sowie Ulrich Miller (Schlagzeug/Akkordeon)

am 20. Mai 2016 um 20:30 Uhr
im Kino Krokodil – Filme aus Russland und Osteuropa
Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin

Eintritt an der Kinokasse erfragen: T 030.44 04 92 98 (ab 19:00 Uhr)

Aus dem Programm der Veranstalter_innen:

Der nach einem Motiv Turgenjews benannte Film erzählt die Geschichte des kleinen Stepoks, dessen Mutter vom betrunkenen Vater erschlagen wurde. Auf das Schwerste verletzt fühlt sich der Junge von allen familiären Verpflichtungen entbunden und gibt die konterrevolutionären Pläne des Alten preis. Dafür wird er vom Vater erschossen. Eisensteins Film weist deutliche Bezüge zum Sujet des biblischen Isaakopfers auf. Er wurde wegen „formalistischer“ Tendenzen von Stalin verboten und ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Aus von Pera Moiseewna (Ataschewa) versteckten einzelnen Bildern, gelang es eine beeindruckende Fassung zu rekonstruieren. (more…)

Veranstaltungshinweis: Schalamow-Symposium am 12.05.2016 im ZfL Berlin

Mai 5, 2016

Schalamow. Lektüren

Im Rahmen des ZfL-Projektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ findet am 12. Mai 2016 im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin ein Symposium statt, das komperatistischer Schalamow-Lektüren gewidmet ist und nach (Denk)anstößen fragt, die heute von Schalamows Werk ausgehenfür die literarische Form, für das Verhältnis von Schreiben und Realität, aber auch für das Nachdenken über extreme Entstehungsbedingungen von Literatur.

Organisiert wird das Symposium von Matthias Schwartz und Dirk Naguschewski (beide ZfL Berlin).

Veranstaltungsort:
ZfL, Schützenstraße 18, 10117 Berlin, 3. Etage (Trajekte-Tagungsraum)

Hier die Information und das Programm der Veranstalter_innen:

schalamow_biografie-2a8113cbDer russische Schriftsteller Warlam Schalamow (1907–1982) entwickelt in seinen Erzählungen aus Kolyma nicht nur eine »Poetik der Unerbittlichkeit« über den sowjetischen Gulag, sondern setzt sich in seinen Werken auch eindringlich mit der Frage auseinander, wie ein Schreiben von Prosa nach dem Lager überhaupt noch möglich sei. Franziska Thun-Hohenstein, die in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag feiert, hat seit mehr als einem Jahrzehnt als Autorin und Herausgeberin wesentlich dazu beitragen, diesem paradigmatischen Lager-Autor aus dem Osten Europas auch im Westen Gehör zu verschaffen.

Die Kollegen des ZfL und drei Gäste nehmen den Beginn ihres neuen Forschungsprojektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ zum Anlass, um dem Autor Schalamow eine Reihe komparatistischer Lektüren – ›vom Westen her gesehen‹ – zu widmen. Welche Impulse gehen von seinem Oeuvre aus für die aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Debatten über Biopolitik und Ausnahmezustand, Lager und Homo sacer, Körper und Gedächtnis? Welche neuen Perspektiven eröffnet eine Lektüre seiner Erzählungen für das Nachdenken über die literarische Form, über autobiographisches und dokumentarisches Schreiben, Fiktion und Realismus, Erinnerungs- und Weltliteratur? (more…)

Hinweis: Gegenwartsproof – Daniil Charms am 21.04.2016

April 19, 2016

Gegenwartsproof: Daniil Charms

Lesung & Gespräch mit

Eugene Ostashevsky Autor, Übersetzer und neuer Siegfried-Unseld-Gastprofessor im SoSe 2016 an der Humboldt Universität, Berlin
Alexander Nitzberg Autor und Übersetzer, Wien
Peter Sendtko Autor, Duisburg (Moderation)

am 21. April 2016 um 19:00 Uhr
in der Literaturwerkstatt (Kulturbrauerei)
Knaackstraße 97, 10435 Berlin.

Eintritt  6 EUR / 4 EUR

Die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Daniil-als-Sherlock-300x265Daniil Charms (*1905 Sankt Petersburg – †1942 Leningrad) war ein Tausendsassa der Form. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe OBERIU, Musiker, Schauspieler, Zeichner, Akrobat, Zauberer und Okkultist. Seinem Selbstverständnis nach war er aber vor allem ein Lyriker. Zu Lebzeiten wurden aus politischen Gründen nur zwei Gedichte von ihm gedruckt.

Heute, da Charms’ Werk nach und nach aus einem chaotischen Nachlass geborgen wird, erscheint er dem Leser als Widerspruch in sich: als Klassiker der Avantgarde. Seine Prosaminiaturen und Szenen, seine Bänkelgesänge, Parodien, Kindergedichte, transrationalen Liedelchen, Gebete und Meditationen wirken heute nicht nur unverändert lebendig, sie verjüngen sich mit jeder neuerlichen Lektüre. Dabei mischt sich in Charms’ Texten auf einzigartige Weise Vollendetes mit Unfertigem.

Die Dichter und Charms-Übersetzer Alexander Nitzberg (*1969 Moskau) und Eugene Ostashevsky (*1968 Leningrad), der außerdem ein ausgezeichneter Kenner der russischen Avantgarde und Herausgeber einer englischsprachigen OBERIU-Anthologie ist, lesen Texte von Charms und diskutieren mit Peter Sendtko seine heutige Bedeutung.

Die Veranstaltung wird gedolmetscht.

Mit freundlicher Unterstützung durch ECHOO Konferenzdolmetschen.

Hinweis auf die Ausstellung „little resistance, little pathology“ im Kunsthaus Tapir, Berlin

März 30, 2016

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„little resistance, little pathology“

vom 9. bis 30. April 2016

zeigt das Бükü – Büro für kulturelle Übersetzungen in einer gemeinsamen Ausstellung widerständige Kunst von Orsi Horváth (Leipzig) und Alexander Povzner (Moskau) im

| Kunstraum Tapir | Weserstraße 11 | Berlin-Friedrichshain |
| Do – Fr 17.00 – 20.00 Uhr und nach Verabredung |
| Ausstellungseröffnung am 8. April 2016 um 19:00 Uhr |

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Was die Kunst widerständig und revolutionär macht, ist nicht unbedingt die Flexibilität, sich jedem politischen oder gesellschaftlichen Missstand zuzuwenden und die Schlagzeilen aus den Medien in die Sprache der zeitgenössischen Kunst zu übersetzen. Laut Jacques Rancière ist die Widerständigkeit der Kunst in der sinnlichen Erfahrung zu finden, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Gemeinsamen und dem Individuellen, dem Spezifischen und dem Ordinären konstituiert.

Die Duoausstellung „little resistance, little pathology“ mit Arbeiten von Orsi Horváth und Alexander Povzner widmet sich den subjektiven Widerstandstaktiken und subversiven Aussagen der beiden KünstlerInnen, die sich sowohl auf die großen Zusammenhänge als auch auf Alltagsbeobachtungen beziehen. Mit ihren Skulpturen aus fragilen Materialien – ungebranntem Ton (Horváth) und Gips (Povzner) − verschaffen sie sich ein Bewusstsein über sich selbst innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Prozesse.

Hinweis: „The Revolution that wasn’t“. Russische Dokumentarfilme 1991-2015 im Arsenal, Berlin.

März 22, 2016

In der Zeit vom 01. bis 30. April 2016 zeigt das Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin) 21 russische Dokumentarfilme, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind. Begleitet wird die Filmreihe durch zahlreiche Einführungen von Barbara Wurm, Georg Witte, Bert Rebhandl, Ekaterina Tewes und Aleida Assmann. Das vollständige Programm finden Sie in dieser Ankündigung weiter unten oder auf der Website des Kinos.

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MUZCHINA V DOME ILI GRAZHDANIE CAIN V STRANE BOLSHEVIKOV, 1995

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg in Syrien steht Russland im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Dass die Realität in Russland komplexer ist als Fernsehreportagen oder Meinungsumfragen dies abbilden, ist hierzulande nur zu ahnen, denn filmische Innenansichten gelangen kaum nach Deutschland. Ein von Tatiana Kirianova kuratiertes umfangreiches Programm mit zahlreichen Gästen nimmt das 25-jährige Bestehen der Russischen Föderation zum Anlass, diese Lücke mit einer Auswahl unabhängiger russischer Dokumentarfilme zu schließen.

Gezeigt werden zum einen frühe dokumentarische Arbeiten renommierter Filmemacher 
wie Alexander Sokurov, Sergei Dvortsevoy und Sergei Loznitsa, die heute als preisgekrönte Spielfilmregisseure international bekannt sind. Ergänzt werden diese durch Werke einer jüngeren Generation unabhängiger Filmemacher_innen wie Pavel Kostomarov, Olga Privolnova und Alina Rudnitskaya, die einen persönlichen und oft kritischen Blick auf die Entwicklungen im Land werfen. (more…)