Autor-Archiv

Veranstaltungshinweis: „Art Without Death“ – Ausstellung und Konferenz im HKW Berlin

August 20, 2017

Art Without Death: Russischer Kosmismus

Ausstellung│01.09. – 03.10.2017
Ausstellungseröffnung│31.08.2017, 19h
täglich (außer Di) 11 – 19h
Eintritt: 7│5 EUR (Mo + U16 frei)

Konferenz│01. + 02.09.2017
Eintritt frei
Anmeldung erbeten: cosmism@hkw.de
Ausstellung geöffnet bis 22h

im HKW│Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin, 030 – 397 870

kuratiert von Boris Groys

Das Programm finden Sie hier. (more…)

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Veranstaltungshinweis: Eugene Ostashevsky und »Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt«

Mai 29, 2017

Buchpremiere

Eugene Ostashevsky in Lesung und Gespräch mit Uljana Wolf
Moderation: Daniela Seel

| 1. Juni 2017 | 20:00 Uhr |
| daadgalerie_studio | Oranienstraße 161 | 10969 Berlin |

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Foto: Krzysztof Zielinski

Eugene Ostashevskys »Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt« (dt. von Monika Rinck und Uljana Wolf) ist eine Art Roman in Gedichten über Verständigungsschwierigkeiten zwischen Piraten und Papageien. Was vor acht Jahren als Kinderreim begann, hat sich zu einer Untersuchung heutiger und historischer Bedeutungen der Begriffe »Pirat« und »Papagei« ausgewachsen. Urheberrecht, kapitalistische Ideologie, Tierintelligenz, Cartesische Philosophie, kolonialistische Ethnografie, Erstkontakt-Narrative und insbesondere Berichte über Piraten und Papageien aus der Renaissance und frühen Neuzeit kommen vor. Im Grunde geht es aber schlicht darum, wie es ist, mit jemandem zu reden, und ob dieser jemand überhaupt jemand ist. Und weil Pirat und Papagei auf einer einsamen Insel stranden und einen Streit darüber beginnen, ob sie sich mit Indigenen, so es sie dort gäbe, verständigen könnten, geht es auch um Immigration. Und weil für Papageien Englisch offensichtlich nicht als Muttersprache gelten kann, geht es auch um Zweitsprachengebrauch. Das Piratenenglisch wiederum ist von fremden Einsprengseln wie von seiner eigenen lausigen Geschichte ramponiert und kontaminiert, ahmt Texte aus dem 16. und 17. Jahrhundert nach und raubkopiert daraus. Selbst im Besitz zweier Sprachen (des Russischen der sowjetischen Kindheit und des amerikanischen Englisch seit der Emigration der Familie nach New York), weiß Eugene Ostashevsky um die Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten von Sprache nur zu gut. »Der Pirat, der von Pi der Wert nicht kennt«, unlängst bei kookbooks in der Reihe Lyrik erschienen, entstand in weiten Teilen während Eugene Ostashevskys BKP-Jahr 2013/14 in Berlin.

Eintritt frei

Veranstaltungshinweis: auslandSPRACHEN mit Dinara Rasuleva & Ekaterina Vassilieva

März 20, 2017

Lesung und Gespräch

mit Dinara Rasuleva (Tatarstan – Russland/Deutschland)
und Ekaterina Vassilieva (Deutschland/Russland) und
Moderation: Irina Bondas

| 1. April 2017 | 20:00 Uhr | ausland | Lychener Straße 60 | Berlin |

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Das ausland setzt sein Program mit der zweiten Veranstaltung der Reihe „auslandSPRACHEN“ fort, die mehrsprachige Lesungen, Lyrik in Übersetzung und literarische Übersetzungen in den Mittelpunkt stellt. Mehr Aufmerksamkeit soll dabei der Literatur fremdsprachiger Autorinnen und Autoren aus Berlin, aus Deutschland und der Welt geschenkt werden. Die Veranstaltung ist gleichzeitig auch die Fortsetzung der Reihe „Berlins literarische Diasporas“ und wird durch die freundliche Unterstützung des „Bezirksamt Pankow von Berlin / Amt für Weiterbildung und Kultur“ ermöglicht.

Die Autorinnen Ekaterina Vassilieva und Dinara Rasuleva diskutieren mit der Lyrikerin und Übersetzerin Irina Bondas über den Platz von fremdsprachigen Autorinnen in der deutschen Haupstadt, über die Möglichkeiten einer literarischen Entfaltung in einer Vielgestaltigkeit literarischer Positionen jenseits von Klischees kultureller Verortungen.

Die Veranstaltung wird deutsch-russisch simultan übersetzt. Der Eintritt kostest EUR 5.

(more…)

Hinweis: CHAMISSOS SCHATTEN im Kino Arsenal ab 15.01.2017

Januar 11, 2017
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Karte der Beringsee von 1868

Alle, die Ulrike Ottingers künstlerisch-dokumentarische Filmexpedition auf den Spuren Adelbert von Chamissos „in Siebenmeilenstiefeln“ durch die Beringsee (unglaublich schöne und stille 709 Minuten!) nicht längst gesehen haben, können das jetzt im Kino Arsenal nachholen:

So 15.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 1: ALASKA UND DIE ALEUTISCHEN INSELN   Ulrike Ottinger, Deutschland 2016   OmE 190‘

So 22.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 1: TSCHUKOTKA   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 192‘

Fr 27.1., 19.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 2: TSCHUKOTKA UND DIE WRANGELINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 153‘

So 29.1., 18.30h, zu Gast: Ulrike Ottinger
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 3: KAMTSCHATKA UND DIE BERINGINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 174‘

Das beeindruckende Zeugnis einer dreimonatigen Reise im Sommer 2014 nach Alaska, Kamtschatka, Tschukotka und zur Wrangelinsel im Nordpolarmeer entführt den Zuschauer in eine fast irreal anmutende Welt, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins zu fallen scheinen. Der Held von Ottingers „wundersamer Geschichte“ ist zweifellos die Natur – das schier unendliche Meer, die vielfältigen Landschaften, die Tiere und Pflanzen. Nur der Mensch bleibt in dieser entlegenen Region eine zwiespältige Erscheinung: (more…)

Veranstaltungshinweis: Russischer Filmabend „Kalina Krasnaja“ am 19.12.2016

Dezember 16, 2016

Film und Gespräch

01c.inddKalina Krasnaja (UdSSR 1974)
Drehbuch/Regie: Wassili Schukschin

Gespräch mit der Hauptdarstellerin Lidija Fedossejewa-Schukschina und der Filmhistorikerin Prof. Dr. Oksana Bulgakowa

19.12.2016, 17:30 Uhr

Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur, Friedrichstraße 176-179, 10117 Berlin

Sprache: deutsch

Einführung und Moderation:
Paul Werner Wagner

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und der Tageszeitung „neues deutschland“ in Kooperation mit dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur und Go East Generationen e.V. und Unterstützung von GAZPROM Germania GmbH.

Hinweis: Russische Filmwoche in Berlin 2016

November 11, 2016

Russische Filmwoche in Berlin vom 23. bis 28. November 2016

rfw-berlin-2016Reine Kunst
 | Dawletjarow
Paradies | Kontschalowski
Dunkle Wasser | Karimow
Einsatz auf die Liebe | Michalkow
Die Erlösung | Wyrypajew
Über die Liebe | Melikjan
Verklärung | Woronetskaja, Sergin
Wachschutz | Proschkin
Eisbrecher | Chomeriki
Kickplatz | Bordukow

Alle Filme werden insg. 2–3 Mal im Filmtheater am Friedrichshain und dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur gezeigt (OmdU/OmeU). Das vollständige Programm gibt es hier. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Russischen Filmwoche in Berlin. (more…)

Hinweis: Utopie und Gewalt – Werk und Wirkung des Schriftstellers Andrej Platonow (1899-1951)

November 9, 2016

platonovKonferenz
Konzert
Filme
Autorengespräche
Publikation

Datum:
29.11.–17.01.2017

Ort:
Berlin

Sprache(n):
Deutsch, Englisch und Russisch

Veranstalterin:
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

Die Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programmheft der DGO.


Hier die Ankündigung der Veranstalterin:

Die Oktoberrevolution von 1917 bildete den Ausgangspunkt für einen utopischen Gesellschaftsentwurf, der in die Entfesselung politischer und gesellschaftlicher Gewalt mündete. Die Grundlagen für die staatliche Diktatur und die systemimmanente Gewalt wurden Ende der 1920er Jahre gelegt. Dazu gehören der erste Fünfjahresplan, die gewaltsame Industrialisierung des Landes, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und die Vernichtung der vermeintlichen Kulaken.

Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899–1951) gilt als literarischer Chronist und unbestechlicher Beobachter dieser Entwicklungen. Sein Werk spiegelt die Atmosphäre einer Epoche wider, die von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen neuen Welt geprägt war. Nachdem er den Zorn Stalins erregt hatte, konnten seine bedeutendsten Romane, Tschewengur (1927–28) und Die Baugrube (1930) zu seinen Lebzeiten nicht mehr erscheinen. Erst Ende der achtziger Jahre, mit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, setzte seine Wiederentdeckung ein. Joseph Brodsky stellte ihn auf eine Stufe mit Joyce, Musil und Kafka. (more…)

Hinweis auf die Lesung mit Ekaterina Vassilieva am 14.10.2016 in Berlin

Oktober 4, 2016

Romanvorstellung und Lesung

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Die in Berlin lebende russische Schriftstellerin Ekaterina Vassilieva stellt im Rahmen der Finissage der Ausstellung Musen – Fetische – Hybride von Genia Chef und Victoria Rosenman ihren Roman Der Schlaf des Hermaphroditos (2015) vor und liest Fragmente in deutscher Übersetzung.

Der Roman Der Schlaf des Hermaphroditos erzählt die Geschichte eines Paares, dessen Identität zwischen der russischen und der deutschen Kultur verortet ist. Die „hybride“ Struktur des Textes öffnet sich dabei einer Reihe von Motiven, die bis in die Entstehungszeit der Psychoanalyse reichen und einen vielschichtigen Kommentar über die Befindlichkeit des modernen Subjekts abgeben.

Zeit: 14. Oktober 2016 um 19:30 Uhr
Ort: FreshEggsGallery, Auguststraße 82, 10117 Berlin

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

KÖRPER, GEDÄCHTNIS, LITERATUR IN (POST-)TOTALITÄREN KULTUREN

September 28, 2016

Tagung vom 5. bis 7. Oktober 2016

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im ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Etage, Trajekte-Tagungsraum

Die Tagung Körper, Gedächtnis, Literatur in (post-)totalitären Kulturen ist eine Kooperation zwischen dem ZfL, dem Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin.

Organisiert von Susi K. Frank (HU) und Franziska Thun-Hohenstein (ZfL).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm der Veranstalter_innen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Veranstaltungshinweis: „Ein Sechstel der Erde“ am 02.09.2016 im Kino Krokodil, Berlin

August 31, 2016

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Am 2. September 2016 um 20 Uhr
zeigt das Kino Krokodil, Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin
am präparierten Flügel live begleitet von Jürgen Kurz

Dziga Vertovs berühmten „Werbefilm“ über die UdSSR: Šestaja čast’ mira (SU 1926, 35mm, 70 min, stumm). Anders als der Titel vermuten läßt, ist und will der Film weitaus mehr sein als bloße Propaganda: Er ist sowohl Zeugnis dеs ambitionierten Filmschaffens der noch jungen Sowjetunion als auch Ausdruck der Lust seines Regisseurs am künstlerisch-technischen Experiment. Vertov selbst hat in einem Interview für die Zeitung Kino im August 1926 gesagt:

“A Sixth Part of the World is more than a film, than what we have got used to understanding by the word ‘film’. Whether it is a newsreel, a comedy, an artistic hit-film, A Sixth Part of the World is somewhere beyond the boundaries of these definitions; it is already the next stage after the concept of ‘cinema’ itself … Our slogan is: All citizens of the Union of the Soviet Socialist Republics from 10 to 100 years old must see this work. By the tenth anniversary of October there must not be a single Tungus who has not seen A Sixth Part of the World” (aus: Vertov’s World von Nina Power, 2010).

Aus dem Programm der Veranstalter_innen:

Die Sowjetunion umfasste ein Sechstel der Landfläche der Erde und darauf verweist auch der Filmtitel. Vertovs geradezu mystischer Glaube an die Schöpfungsgewalt der Filmsprache kennt keine Hindernisse, Entfernungen und zeitlichen Grenzen. So verbindet ŠESTAJA ČAST’ MIRA Bilder der europäischen und asiatischen Teile der UdSSR zu einem ‚Gesang der Welt‘ sowie zu einem großen gleichberechtigten Miteinander verschiedenster Menschen. (more…)