Veranstaltungshinweis: auslandSPRACHEN mit Dinara Rasuleva & Ekaterina Vassilieva

by

Lesung und Gespräch

mit Dinara Rasuleva (Tatarstan – Russland/Deutschland)
und Ekaterina Vassilieva (Deutschland/Russland) und
Moderation: Irina Bondas

| 1. April 2017 | 20:00 Uhr | ausland | Lychener Straße 60 | Berlin |

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Das ausland setzt sein Program mit der zweiten Veranstaltung der Reihe „auslandSPRACHEN“ fort, die mehrsprachige Lesungen, Lyrik in Übersetzung und literarische Übersetzungen in den Mittelpunkt stellt. Mehr Aufmerksamkeit soll dabei der Literatur fremdsprachiger Autorinnen und Autoren aus Berlin, aus Deutschland und der Welt geschenkt werden. Die Veranstaltung ist gleichzeitig auch die Fortsetzung der Reihe „Berlins literarische Diasporas“ und wird durch die freundliche Unterstützung des „Bezirksamt Pankow von Berlin / Amt für Weiterbildung und Kultur“ ermöglicht.

Die Autorinnen Ekaterina Vassilieva und Dinara Rasuleva diskutieren mit der Lyrikerin und Übersetzerin Irina Bondas über den Platz von fremdsprachigen Autorinnen in der deutschen Haupstadt, über die Möglichkeiten einer literarischen Entfaltung in einer Vielgestaltigkeit literarischer Positionen jenseits von Klischees kultureller Verortungen.

Die Veranstaltung wird deutsch-russisch simultan übersetzt. Der Eintritt kostest EUR 5.

Dinara Rasuleva©Maria Chukhutina

Dinara Rasuleva wurde 1987 in Kazan/Tatarstan geboren. Sie ist Teilnehmerin von Lesungen und Poetry Slams in Berlin, Frankfurt, Nürnberg, Köln u.a.. Zuletzt veröffentlichte sie im Literaturmagazin „Berlin.Berega“: „Sonnenuntergang Donnerstag“, Erzählung –  №2 / 2016, „Zwei Löffel Bugulma“, Erzählung – № 3/2017. In der Erzählung „Sonnenuntergang Donnerstag“ geht es um einen typischen Bewohner Berlins. Dieser versucht sich im Gewirr der Großstadt zurecht zu finden. Die Erzählung „Zwei Löffel Bugulma“ beschreibt die Erfahrung des Versuchs der Sozialisierung durch den Dating-Service „Tinder“. In ihrer Lyrik befasst sich Dinara Rasuleva mit der Dichotomie: der Mensch und seine Umgebung, bestehend aus Orten, Territorien, Städten, Häusern, Landschaften, Menschen und Tieren. Sie verarbeitet in ihren Texten auf einer metaphysischen Ebene das Konträre zwischen dem Subjekt und der Realität um ihn herum und untersucht mit ihrer poetischen Sprache das disparate und ungleiche Verhältnis zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen. Dabei benutzt sie die teils harte und schnörkellose Poetik des Alltäglichen und geht so den Dingen auf den Grund. In Deutschland ist sie seit 2015. Sie lebt in Berlin.

Ekaterina Vassilieva©Graham Hains

Ekaterina Vassilieva wurde 1974 in St. Petersburg (damals Leningrad) geboren und lebt seit Ende 90-er Jahren in Berlin. Seit ihrer Jugend schreibt und veröffentlicht sie Prosatexte in russischer Sprache. Sie studierte an der Kölner Universität französische, deutsche und russische Philologie und promovierte mit einer Arbeit über die russische Literatur der Postmoderne. Gegenwärtig lebt sie in Berlin und lehrt an der Humboldt-Universität. Ihr von der Kritik viel beachteter Roman Камертоны Греля (Die Stimmgabeln des Herrn Grell) wurde 2012 für den Buchpreis Nationaler Bestseller nominiert und kam in die engere Auswahl für den Russischen Preis. Er bekam außerdem eine Auszeichnung der Literaturzeitschrift Neva für das beste Debüt des Jahres. Ihr nächster Roman Сон гермафродита (Der Schlaf des Hermaphroditos) erschien Ende 2015 und war ebenfalls auf der Liste des Russischen Preises vertreten. Ein Fragment aus diesem Roman wurde Ende 2016 in der Züricher Literaturzeitschrift Variationen in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Irina Bondas, geboren 1985 in Kiew, 1992 nach Deutschland ausgewandert. Sie studierte Übersetzen / Dolmetschen und Politikwissenschaft in Leipzig. Freiberufliche Dolmetscherin, Übersetzerin und Sprachassistenz. Mit 17 erste Poetry-Slam-Siege. German International Poetry Slam 2003 und 2004. Lesungen, Workshops u. a. am Schauspielhaus Bochum, Theater Transit Wien. Essays und literarische Texte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. 2005 Lyrik-Hörbuch »was zum wachliegen«, 2010 Uraufführung des Mini-Dramas »Gipfeltreffen« am Schauspielhaus Bochum. Sie lebt in Berlin.
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