Archive for November 2016

Veranstaltungshinweis: Fotografien aus der jüdischen Stadt in Lublin — Podiumsgespräch mit Iwona Chmielewska und Ulrike Grossarth über das Erinnern durch Illustrationen, Poesie und Performance

November 25, 2016

Samstag, 3. Dezember 2016 um 19 Uhr
buch|bund (Sanderstrasse 8, 12047 Berlin)

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Hier der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Der Zweite Weltkrieg löschte viele Zentren jüdischen Lebens in Polen aus und verschüttete die Erinnerungen an ihre Bewohner_innen – an ihren Alltag, ihre Kultur und Kunst. Exemplarisch für das tragische Schicksal des osteuropäischen Judentums und zugleich besonders im Hinblick auf das Ausmaß der Tragödie war die jüdische „Parapolis“ im polnischen Vorkriegs-Lublin. Vor 1939 machten dort Jüdinnen und Juden ein Drittel der Bevölkerung aus. Heute ist vom jüdischen Viertel der Stadt, die ehemals ein chassidischer Pilgerort war und wegen der weltberühmten Talmudschule als „Jüdisches Oxford“ bezeichnet wurde, lediglich ein Steinbrunnen geblieben.

In einem Seminar beschäftigen sich Studierende des Studiengangs Osteuropäische Kulturstudien an der Universität Potsdam mit der Geschichte des jüdischen Lublins, untersuchen literarische sowie historische Texte und setzen sich mit der Frage auseinander, wie heute von der Abwesenheit dieser Menschen erzählt wird. In einem Gespräch mit den Künstlerinnen Iwona Chmielewska und Ulrike Grossarth soll diesem Thema nachgegangen werden. Beide Autorinnen lassen sich von Fotografien aus dem jüdischen Viertel in Lublin inspirieren und versuchen, die Vorkriegsgeschichte der Stadt durch künstlerische Aufarbeitung in Form von Illustration und Performance der Vergessenheit zu entreißen. (more…)

Veranstaltungshinweis: Siegfried Unseld Vorlesung mit Joanna Bator

November 16, 2016

Joanna Bator: The Horror of Cruelty

Vorlesung an der Freien Universität Berlin
in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag

05.12.2016 | 18:30

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Starting from Judith N. Shklar’s famous essay “Putting Cruelty First”, renowned Polish writer Joanna Bator examines the idea of cruelty. What do we mean by cruelty, and what are its origins? As Montaigne succinctly put it, “We wonderfully incline to the worst”. What answers have disciplines such as Philosophy, Political Science, Psychology and Primatology provided? Joanna Bator will explore how cruelty can represent a challenge for a writer, and what role literature may play in the ongoing fight against the worst of human vices.

Zum dritten Mal findet die Siegfried Unseld Vorlesung des Dahlem Humanities Center in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag an der Freien Universität Berlin statt. Die Vorlesung wird von Schriftstellerinnen und Schriftsteller gehalten, die sich dem Verlag Siegfried Unselds und dessen Programmatik verbunden fühlen. Sie widmet sich vornehmlich der Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Gesellschaft: (more…)

Veranstaltungshinweis: Buchvorstellung von Włodzimierz Nowak — Der Deutsche

November 16, 2016

18.11.2016 | 19:00 Uhr | Polnisch & Deutsch

im Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Nekölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

nowak_niemiecDer Deutsche ist eine wahre Geschichte – auch wenn sie in zwei heute nicht mehr existenten Ländern spielt: der DDR und der Volksrepublik Polen. Włodzimierz Nowak vergleicht die Volksrepublik Polen mit einem Brettspiel. Den Würfel warfen die Machthaber, der Bürger war die Spielfigur, die Regeln unbekannt und das Spiel sinnlos, dennoch glaubten alle an seinen Sinn. Und wer das nicht konnte oder wollte, der musste drei Felder zurück, kam nicht mehr dran oder wurde rausgeschmissen. Wer jedoch glaubhaft so tun konnte, bekam eine Dreizimmerwohnung in der Plattenbausiedlung „35 Jahre Volksrepublik“ – so wie Zygfryd Kapela, die Hauptfigur in Nowaks Buch. Je mehr Zygfryd, geboren 1947, versuchte, von Polen nach Deutschland zu fliehen, desto fester hielt ihn das Land, desto tiefer steckte es ihn in die Tasche und fügte ihm Leid zu.

Włodzimierz Nowak (1958) arbeitet seit vielen Jahren für die Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“. Von seinen detailreichen und einfühlsamen Reportagen auf Deutsch erschienen sind bisher die Bände Die Nacht von Wildenhagen (2009), in dem er von den Schicksalen der Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion erzählt, sowie Das Herz der Nation an der Bushaltestelle (2015), eine Sammlung von Reportagen, in denen Nowak das Leben der Menschen in der polnischen Provinz – der Verlierer des Systemwandels nach 1989 – schildert.  Für ersteren Band erhielt Włodzimierz Nowak 2010 gemeinsam mit seiner Übersetzerin Joanna Manc den Georg Dehio-Ehrenpreis.

Moderation: Marcin Piekoszewski
Lesung: Joanna Manc

Das Gespräch findet auf Polnisch statt und wird simultan ins Deutsche gedolmetscht. (more…)

Hinweis: Russische Filmwoche in Berlin 2016

November 11, 2016

Russische Filmwoche in Berlin vom 23. bis 28. November 2016

rfw-berlin-2016Reine Kunst
 | Dawletjarow
Paradies | Kontschalowski
Dunkle Wasser | Karimow
Einsatz auf die Liebe | Michalkow
Die Erlösung | Wyrypajew
Über die Liebe | Melikjan
Verklärung | Woronetskaja, Sergin
Wachschutz | Proschkin
Eisbrecher | Chomeriki
Kickplatz | Bordukow

Alle Filme werden insg. 2–3 Mal im Filmtheater am Friedrichshain und dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur gezeigt (OmdU/OmeU). Das vollständige Programm gibt es hier. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Russischen Filmwoche in Berlin. (more…)

Hinweis: Utopie und Gewalt – Werk und Wirkung des Schriftstellers Andrej Platonow (1899-1951)

November 9, 2016

platonovKonferenz
Konzert
Filme
Autorengespräche
Publikation

Datum:
29.11.–17.01.2017

Ort:
Berlin

Sprache(n):
Deutsch, Englisch und Russisch

Veranstalterin:
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

Die Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programmheft der DGO.


Hier die Ankündigung der Veranstalterin:

Die Oktoberrevolution von 1917 bildete den Ausgangspunkt für einen utopischen Gesellschaftsentwurf, der in die Entfesselung politischer und gesellschaftlicher Gewalt mündete. Die Grundlagen für die staatliche Diktatur und die systemimmanente Gewalt wurden Ende der 1920er Jahre gelegt. Dazu gehören der erste Fünfjahresplan, die gewaltsame Industrialisierung des Landes, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und die Vernichtung der vermeintlichen Kulaken.

Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899–1951) gilt als literarischer Chronist und unbestechlicher Beobachter dieser Entwicklungen. Sein Werk spiegelt die Atmosphäre einer Epoche wider, die von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen neuen Welt geprägt war. Nachdem er den Zorn Stalins erregt hatte, konnten seine bedeutendsten Romane, Tschewengur (1927–28) und Die Baugrube (1930) zu seinen Lebzeiten nicht mehr erscheinen. Erst Ende der achtziger Jahre, mit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, setzte seine Wiederentdeckung ein. Joseph Brodsky stellte ihn auf eine Stufe mit Joyce, Musil und Kafka. (more…)

Hinweis auf die Tagung Potemkinsche Dörfer der Idylle mit einer Lesung von Al’herd Bacharėvič

November 8, 2016

Vom 1.-3. Dezember 2016 findet an der Universität Potsdam die Fachtagung Potemkinsche Dörfer der Idylle. Imaginationen und Imitationen des Ruralen statt.

Literarisch eröffnet wird die Tagung durch eine Lesung und Diskussion mit dem belarussischen Schriftsteller Al’herd Bacharėvič und seinem Übersetzer Thomas Weiler in der Kulturbrauerei in Berlin.

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Hier finden Sie das vollständige Tagungsprogramm.

Und hier weitere Informationen der Veranstalter_innen zur Lesung mit Al’herd Bacharėvič und Thomas Weiler: (more…)