Archive for Mai 2016

Antrittsvorlesung von Eugene Ostashevsky

Mai 26, 2016

Das Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Suhrkamp Verlag laden in Kooperation mit dem Collegium Hungaricum Berlin zur Antrittsvorlesung von

Eugene Ostashevsky

als Siegfried-Unseld-Gastprofessor ein. Das Thema der Antritts-vorlesung lautet:

Poetry and Multilingualism

Many nations today represent themselves as places of mixing of people of different cultural and linguistic backgrounds, the result being a less language-centered concept of nationality. Yet where does this leave poets? Can one imagine a scenario where the work of a poet is not devoted to one clearly delimited language, or even, given the large-scale migrations that characterize the world today, one clearly defined nationality? What would a poetry of language contact be like, a poetry that employs multiple languages and that, further­more, does so translingually in that it hybridizes rather than purifies? Who would the poet speak for, if anyone?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Ort: Collegium Hungaricum, Dorotheenstr. 12, 10117 Berlin
Zeit: 31. Mai 2016, 18.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Hinweis auf die Ausstellung: Hero Mother – Contemporary Art by Post-Communist Women. Rethinking Heroism.

Mai 19, 2016

Ausstellung vom 14. Mai – 12. Juni 2016

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Kuratorinnen:
Bojana Pejić & Rachel Rits-Volloch

Mit Beiträgen von:
Marina Abramović // Maja Bajević // Yael Bartana // Marina Belikova // Tania Bruguera // Anetta Mona Chișa & Lucia Tkačova // Danica Dakić // Nezaket Ekici // Fang Lu // else (Twin) Gabriel // Gluklya/Natalya Pershina-Yakimanskaya // Stefanie Gromes & Katrin Hafemann // Sanja Iveković // Elżbieta Jabłońska // Zuzanna Janin // Adela Jušić // Elena Kovylina // Katarzyna Kozyra // Almagul Menlibayeva // Tanja Muravskaja // Hajnal Németh // Ilona Németh // Nguyen Trinh Thi // Sasha Pirogova // Selma Selman // Milica Tomić // Anna-Stina Treumund // Mariana Vassileva // Anastasia Vepreva

Ort:
Studio 1 & MOMENTUM Gallery
Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, Berlin Kreuzberg

Mehr Infos zur Ausstellung (bisher nur in englischer Sprache) gibt es hier.

Hinweis: SEEFF – Südosteuropäisches Filmfestival

Mai 19, 2016

droppedImage_3Vom 26.-29. Mai 2016 findet in Berlin das South East European Filmfestival (SEEFF) statt. Gezeigt werden 16 Filme aus 15 Ländern – im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums und in der Humboldt-Universität.

Weitere Infos, z.B. das ausführliche Programm des Festivals, gibt es auf der Festival-Homepage.

Veranstaltungshinweis: Eisensteins „Beshin lug“ am 20.05.2016 im Kino Krokodil

Mai 18, 2016

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Ein Muss für alle Eisenstein-Fans: Die Fotofilm-Rekonstruktion von Sergej Eisensteins nach Fertigstellung erst verbotenem und dann im Krieg verloren gegangenem Film Beshin lug (SU 1936, 30 min, 35 mm, stumm) mit Livemusikbegleitung durch Grit Blaßkiewitz und Cordula Heth (Geige) sowie Ulrich Miller (Schlagzeug/Akkordeon)

am 20. Mai 2016 um 20:30 Uhr
im Kino Krokodil – Filme aus Russland und Osteuropa
Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin

Eintritt an der Kinokasse erfragen: T 030.44 04 92 98 (ab 19:00 Uhr)

Aus dem Programm der Veranstalter_innen:

Der nach einem Motiv Turgenjews benannte Film erzählt die Geschichte des kleinen Stepoks, dessen Mutter vom betrunkenen Vater erschlagen wurde. Auf das Schwerste verletzt fühlt sich der Junge von allen familiären Verpflichtungen entbunden und gibt die konterrevolutionären Pläne des Alten preis. Dafür wird er vom Vater erschossen. Eisensteins Film weist deutliche Bezüge zum Sujet des biblischen Isaakopfers auf. Er wurde wegen „formalistischer“ Tendenzen von Stalin verboten und ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Aus von Pera Moiseewna (Ataschewa) versteckten einzelnen Bildern, gelang es eine beeindruckende Fassung zu rekonstruieren. (more…)

Veranstaltungshinweis: Buchpremiere von Julia Kissinas neuem Roman Elephantinas Moskauer Jahre

Mai 10, 2016

Lesung & Gespräch mit Julia Kissina

Dienstag, 17.05.2016, 19:30 Uhr
Potsdamer Straße 98, 10785 Berlin

Eine Veranstaltung von Suhrkamp.
Hier die Romanbeschreibung des Verlags:

kissina_elephantinas_moskauer_jahre_coverVon Sehnsucht nach dem freien Künstlerdasein gepackt, folgt die junge Elephantina ihrem Idol in die Katakomben Moskaus. Der rotgesichtige Dichterguru Pomidor, ein Mann in den besten Jahren, prominenter Kopf der Avantgarde, hat sie die »neue Achmatowa« genannt. Vergessen das provinzielle Kiew, die öde Kunstschule. Durch Bahnhöfe, Theatergarderoben und Museen von einer Schlafstatt zur nächsten irrend, findet die nonnenhaft gekleidete Nomadin eine Wohnung, die sie schon bald in eine Künstlerkolonie verwandelt. Dichterabende in überfüllten Studentenklubs mit Spitzeln in den hinteren Reihen, verbotene Kunstaktionen in Moskau und Umgebung, die Begegnung mit Allen Ginsberg, eine Vorladung beim KGB – doch all das ist nur die Kulisse, vor der Elephantina sich nach Pomidor verzehrt. Eine éducation sentimentale in kräftigen Farben, episodenreich und voller Temperament und Gelächter.

Moderation: Hubert Winkels
Eintritt: frei

Auf der Website des Suhrkamp Verlags findet sich u.a. eine Leseprobe des Romans.

Veranstaltungshinweis: Gespräch mit Dmitrij Kuz’min

Mai 10, 2016

Morgen an der Humboldt-Universität zu Berlin:

Dmitrij Kuz’min (* 1968 Moskau) ist einer der interessantesten Kritiker und Kuratoren zeitgenössischer russischsprachiger Lyrik. Er ist Mitbegründer der online-Plattform „Novaja literaturnaja karta Rossii“ (gegr. 2007), Herausgeber der Literaturzeitschrift „Vodzuch“, die gerade zehn Jahre alt geworden ist, und er ist Gründer und Leiter des Verlags „Literature without borders“ („Literatura bez granic“) mit Sitz in Riga sowie der gleichnamigen Online-Plattform. In diesem Verlag ist gerade die russische Übersetzung des Gedichtbands von Eugene Ostashevsky „Life and Opinions of DJ Spinoza“ erschienen. Eugene Ostashevsky wird ebenfalls an dem Gespräch mit Dmitrij Kuz’min teilnehmen.

Mittwoch, 11.5. um 16 Uhr
Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin
Dorotheenstr. 65, 5. Stock, Raum 5.57

Veranstaltungshinweis: Schalamow-Symposium am 12.05.2016 im ZfL Berlin

Mai 5, 2016

Schalamow. Lektüren

Im Rahmen des ZfL-Projektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ findet am 12. Mai 2016 im Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin ein Symposium statt, das komperatistischer Schalamow-Lektüren gewidmet ist und nach (Denk)anstößen fragt, die heute von Schalamows Werk ausgehenfür die literarische Form, für das Verhältnis von Schreiben und Realität, aber auch für das Nachdenken über extreme Entstehungsbedingungen von Literatur.

Organisiert wird das Symposium von Matthias Schwartz und Dirk Naguschewski (beide ZfL Berlin).

Veranstaltungsort:
ZfL, Schützenstraße 18, 10117 Berlin, 3. Etage (Trajekte-Tagungsraum)

Hier die Information und das Programm der Veranstalter_innen:

schalamow_biografie-2a8113cbDer russische Schriftsteller Warlam Schalamow (1907–1982) entwickelt in seinen Erzählungen aus Kolyma nicht nur eine »Poetik der Unerbittlichkeit« über den sowjetischen Gulag, sondern setzt sich in seinen Werken auch eindringlich mit der Frage auseinander, wie ein Schreiben von Prosa nach dem Lager überhaupt noch möglich sei. Franziska Thun-Hohenstein, die in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag feiert, hat seit mehr als einem Jahrzehnt als Autorin und Herausgeberin wesentlich dazu beitragen, diesem paradigmatischen Lager-Autor aus dem Osten Europas auch im Westen Gehör zu verschaffen.

Die Kollegen des ZfL und drei Gäste nehmen den Beginn ihres neuen Forschungsprojektes „Das Leben schreiben. Warlam Schalamow: Biographie und Poetik“ zum Anlass, um dem Autor Schalamow eine Reihe komparatistischer Lektüren – ›vom Westen her gesehen‹ – zu widmen. Welche Impulse gehen von seinem Oeuvre aus für die aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Debatten über Biopolitik und Ausnahmezustand, Lager und Homo sacer, Körper und Gedächtnis? Welche neuen Perspektiven eröffnet eine Lektüre seiner Erzählungen für das Nachdenken über die literarische Form, über autobiographisches und dokumentarisches Schreiben, Fiktion und Realismus, Erinnerungs- und Weltliteratur? (more…)