Archive for März 2016

Hinweis auf die Ausstellung „little resistance, little pathology“ im Kunsthaus Tapir, Berlin

März 30, 2016

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„little resistance, little pathology“

vom 9. bis 30. April 2016

zeigt das Бükü – Büro für kulturelle Übersetzungen in einer gemeinsamen Ausstellung widerständige Kunst von Orsi Horváth (Leipzig) und Alexander Povzner (Moskau) im

| Kunstraum Tapir | Weserstraße 11 | Berlin-Friedrichshain |
| Do – Fr 17.00 – 20.00 Uhr und nach Verabredung |
| Ausstellungseröffnung am 8. April 2016 um 19:00 Uhr |

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Was die Kunst widerständig und revolutionär macht, ist nicht unbedingt die Flexibilität, sich jedem politischen oder gesellschaftlichen Missstand zuzuwenden und die Schlagzeilen aus den Medien in die Sprache der zeitgenössischen Kunst zu übersetzen. Laut Jacques Rancière ist die Widerständigkeit der Kunst in der sinnlichen Erfahrung zu finden, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Gemeinsamen und dem Individuellen, dem Spezifischen und dem Ordinären konstituiert.

Die Duoausstellung „little resistance, little pathology“ mit Arbeiten von Orsi Horváth und Alexander Povzner widmet sich den subjektiven Widerstandstaktiken und subversiven Aussagen der beiden KünstlerInnen, die sich sowohl auf die großen Zusammenhänge als auch auf Alltagsbeobachtungen beziehen. Mit ihren Skulpturen aus fragilen Materialien – ungebranntem Ton (Horváth) und Gips (Povzner) − verschaffen sie sich ein Bewusstsein über sich selbst innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Prozesse.

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Hinweis: goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films

März 23, 2016

Auch dieses Jahr findet in Wiesbaden wieder das goEast-Filmfestival statt, diesmal vom 20.-26. April 2016.

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Hier geht es zur Festival-Homepage mit dem ausführlichen Programm und weiteren Infos auf Deutsch und Englisch.

Hinweis: „The Revolution that wasn’t“. Russische Dokumentarfilme 1991-2015 im Arsenal, Berlin.

März 22, 2016

In der Zeit vom 01. bis 30. April 2016 zeigt das Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin) 21 russische Dokumentarfilme, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind. Begleitet wird die Filmreihe durch zahlreiche Einführungen von Barbara Wurm, Georg Witte, Bert Rebhandl, Ekaterina Tewes und Aleida Assmann. Das vollständige Programm finden Sie in dieser Ankündigung weiter unten oder auf der Website des Kinos.

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg in Syrien steht Russland im Mittelpunkt vieler Diskussionen. Dass die Realität in Russland komplexer ist als Fernsehreportagen oder Meinungsumfragen dies abbilden, ist hierzulande nur zu ahnen, denn filmische Innenansichten gelangen kaum nach Deutschland. Ein von Tatiana Kirianova kuratiertes umfangreiches Programm mit zahlreichen Gästen nimmt das 25-jährige Bestehen der Russischen Föderation zum Anlass, diese Lücke mit einer Auswahl unabhängiger russischer Dokumentarfilme zu schließen.

Gezeigt werden zum einen frühe dokumentarische Arbeiten renommierter Filmemacher 
wie Alexander Sokurov, Sergei Dvortsevoy und Sergei Loznitsa, die heute als preisgekrönte Spielfilmregisseure international bekannt sind. Ergänzt werden diese durch Werke einer jüngeren Generation unabhängiger Filmemacher_innen wie Pavel Kostomarov, Olga Privolnova und Alina Rudnitskaya, die einen persönlichen und oft kritischen Blick auf die Entwicklungen im Land werfen. (more…)

Veranstaltungshinweis: Frau Stefa. Ein Gespräch mit Magdalena Kicińska über Stefania Wilczyńska

März 19, 2016

01.04.2016, 19:00 Uhr
Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Neukölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

pani-stefa-okladka-189x300 – Das Paradies! Ich weiß nicht, warum sie sich so sicher sind. Ich kann sicher sein! Denn ich war schon einmal dort. Aus dem Paradies kam niemand zurück, um davon zu erzählen. Außer mir. Ich war in der Utopie. Ich lebte gut. Mir haben sie beigebracht, wie man das macht. Ich hatte ein zu Hause, wo der Papa Stefa war und die Mama Korczak. Und nun sag‘, was du hören willst. Was soll ich dir noch über sie erzählen?“ Szlomo Nadel.

In dieser Geschichte gibt es mehr Fragezeichen als Tatsachen. Wilczynskas Warschauer Adressen existieren einerseits, andererseits verlaufen die Straßen anders und die Häuser sind schon lange verschwunden. Die Schützlinge erinnern sich, dass sie lautlos war, dass sie unerwartet erschien und genauso verschwand. Und vielleicht wurde sie aus demselben Grund vergessen – sie verschwand im Schatten von Janusz Korczak. (© Czarne Verlag)

Stefania Wilczyńska (1886-1942) war eine polnisch-jüdische Lehrerin und Erzieherin und enge Mitarbeiterin von Janusz Korczak. Zusammen mit Korczak leitete sie das von diesem 1912 gegründete Dom Sierot – ein jüdisches Waisenhaus in Warschau. Zusammen mit den Kindern, weiteren Mitarbeitern des Waisenhauses und Janusz Korczak wurde sie nach Treblinka deportiert und ermordet.

Zu Gast im Buchbund: Magdalena Kicińska, Autorin des Buches „Pani Stefa“, der ersten Biografie von Stefania Wilczyńska. Das Buch erschien 2015 im Czarne-Verlag.

Moderation: Marcin Piekoszewski

Veranstaltung auf Polnisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Eintritt: 4€

Hier geht es zur Veranstaltungsankündigung auf der Website des Buchbunds.

Veranstaltungshinweis: „Kunst angesichts der extremen Gewalt (Warschauer Ghetto)“

März 19, 2016

Vortrag von Prof. Dr. Magdalena Marszałek
(Universität Potsdam)

Mittwoch, 23. März 2016, 18.00 Uhr
Deutsches Historisches Museum
Auditorium

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Karl Robert Bodek und Kurt Conrad Löw, Ein Frühling, 1941 (Ausschnitt)

Hier die Vortragsankündigung:

Liederabend im Ghetto, im Versteck geschriebene Gedichte, auf Papierfetzen im Lager angefertigte Zeichnungen: Die vielfältigen künstlerischen Aktivitäten unter den Umständen extremer Verfolgung und Gewalt sind Ausdruck einer besonderen existenziellen Relevanz, die künstlerische Tätigkeit in lebensbedrohenden Krisensituationen einnimmt bzw. einnehmen kann. Der Vortrag geht den unterschiedlichen existenziellen Aspekten der „Kunst aus dem Holocaust“ nach, zu denen nicht zuletzt der selbst auferlegte Auftrag der Zeugenschaft gehört. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Aktivitäten und Artefakte aus dem Warschauer Ghetto.

Hier geht es zur Veranstaltungsankündigung auf der Website des DHM.

Veranstaltungshinweis: Constructing Eastern Europe – The Ukrainian Donbas am 16.03.2016

März 14, 2016

Hier die Ankündigung und Einladung der Veranstalter_innen:

The Ukrainian Donbas – The War and its Aftermath
am 16. März 2016 um 18:00 Uhr
im Forum Transregionale Studien, Wallotstraße 14, 14193 Berlin.

BBUI Lecture Series 2016Seit fast zwei Jahren befindet sich der Donbas im Osten der Ukraine im Kriegszustand. Die Journalistin Nataliya Gumenyuk berichtet über die Kriegshandlungen und gibt eine Einschätzung der Folgen dieses Krieges für die Region und seine Bevölkerung sowie für die Zukunft des ukrainischen Staates.

Nataliya Gumenyuk ist freie Journalistin mit einem besonderen Fokus auf außenpolitische Themen und die Berichterstattung aus Konfliktgebieten. Sie berichtete u.a. ausführlich über die Entwicklungen in der arabischen Welt nach dem Arabischen Frühling und über die Protestbewegung auf dem Majdan sowie die politischen und militärischen Entwicklungen auf der Krim und im Donbas. Im Jahr 2015 veröffentlichte sie das Buch „Maidan Tahrir. In Search of a Lost Revolution“, in dem sie beide Revolutionen vergleicht und soziale sowie globale Zusammenhänge untersucht. Nataliya Gumenyuk ist Gastwissenschaftlerin der Berlin-Brandenburg Ukraine Initiative des Forums Transregionale Studien.

Das Gespräch moderiert Volker Weichsel, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. / Zeitschrift OSTEUROPA. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

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Veranstaltungshinweis: Lyriklesung mit Jelena Saslawskaja, Simone Kornappel & Márió Z. Nemes

März 10, 2016

am 16. März 2016 um 20:30 Uhr (geöffnet ab 20:00 Uhr)
im ausland, Lychener Str. 60, 10437 Berlin
Eintritt: 5 EUR

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Unser Programmschwerpunkt für 2016 bei Lyrik im ausland sind zweisprachige Lesungen mit unterschiedlichen Autorinnen und Autoren aus dem weitläufigen osteuropäischen Sprachraum.

Wir freuen uns, diesen Programmfokus mit Jelena Saslawskaja eröffnen zu können, die für heute Abend eigens aus Luhansk anreisen wird. Einige übersetzte Leseproben von Saslawskaja finden sich auf lyrikline.org, und bei Melodie und Rhythmus erschien kürzlich ein Gespräch mit ihr über (kultur-)politische Debatten in bzw. zwischen der Ukraine und dem Donbass. Weitere Informationen (auf Russisch) finden sich auf ihrer Webseite.  Jelena Saslwaskaja liest Gedichte im russischen Original, Matthias Kniep die Übertragungen der Texte ins Deutsche.

Márió Z. Nemes ist ebenfalls zum ersten Mal bei Lyrik im ausland zu hören. Er liest Gedichte im ungarischen Original und wird begleitet von der Lyrikerin und Übersetzerin Orsolya Kalász, die Übertragungen der Texte ins Deutsche liest; eine zweisprachige Auswahl von Nemes‘ Texten gibt es bei lyrikline.org. Ein Gespräch mit Nemes und seiner Kollegin Kinga Tóth über die ungarische Künstlerbewegung „Budapest Horror Scenes“ findet sich hier.

Simone Kornappel ist zuletzt 2012 bei uns gewesen, und liest heute neue Texte unter dem Geleitwort: „man wünschte sich, ich fürgte mich als mensch auf“.

Eine Veranstaltung von Lyrik im ausland mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten.

Weitere Informationen zu den drei Lyriker_innen sowie eine Veranstaltungsankündigung in russischer Sprache finden sich auf der Website des Veranstaltungsorts, und zwar hier.

Veranstaltungshinweis: „Berlins Literarische Diasporas – der Blick von außen“

März 10, 2016

Lesungsabend HEUTE, am 10. März 2016, in Berlin

Mit Anna Glazova (Russland/Deutschland)
und Yevgeniy Breyger (Ukraine/Deutschland)
Moderation: Hendrik Jackson

Geöffnet ab 20.00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr.
Eintritt: 5 EUR
Ort: ausland, Lychener Str. 60, 10437 Berlin

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (Russisch/Deutsch).

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Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Die zweisprachigen Lesungsabende mit dem gemeinsamen Arbeitstitel Berlins literarische Diasporas – der Blick von außen, die ab März 2016 im ausland stattfinden, haben zum Ziel, Autor/-innen aus den nicht deutschsprachigen literarischen Szenen der Stadt und darüber hinaus vorzustellen und mit ihren lokalen deutschsprachigen Kolleg/-innen in Lesung und Gespräch zusammenzubringen. Autor/-innen mit einem starken Berlinbezug, die aber gleichzeitig in anderen und anderssprachigen literarischen Szenen verkehren, haben dabei die Möglichkeit ihren Blick von außen auf die lokale Literaturszene zu werfen und ihre Eindrücke dazu zu teilen. Diesmal liegt der Fokus auf den Autor/-innen mit einem osteuropäischen Hintergrund.

Eigens für die Veranstaltung werden die aktuellen Werke der Autor/-innen ins Deutsche übersetzt und teils zweisprachig gelesen. Im Gespräch mit dem Lyriker, Literaturübersetzer und Mitbetreiber des Internetportals Lyrikkritik.de, Hendrik Jackson, diskutieren am 10. März die aus Russland stammende Lyrikerin Anna Glazova zusammen mit Yevgeniy Breyger, der in der Ukraine geboren und in Deutschland aufgewachsen ist, über ihre poetischen Ansätze, die literarische Gegenwart Berlins und den Platz der nichtdeutschsprachigen Lyrik in der Stadt und in Deutschland. Außerdem werfen die Teilnehmer ihren persönlichen Blick auf die zeitgenössische osteuropäische Lyrik.

Der selbstorganisierte Veranstaltungsort ausland beheimatet die Reihe Lyrik im ausland, die für ihre hochkonzentrierten Lesungen in einer akustisch nahezu perfekten Atmosphäre bekannt ist. (more…)