Veranstaltungshinweis: „Cinema: A Public Affair“ im Kino Krokodil, 07.12.2015

by
Naum KleimanAus Anlaß der Premiere des Dokumentarfilms Cinema: A Public Affair (D 2015) sind der Filmwissenschaftler Naum Kleiman und die Regisseurin Tatiana Brandrup zu Gast im Kino Krokodil. Der Eisenstein-Experte und Kino-Visionär Naum Kleiman war seit 1989 Direktor des Filmmuseums in Moskau. Als er sich jedoch im März 2014 in dem offenen Brief „Мы с Вами!“ der KinoSojuz-Kollegen an die ukrainischen Filmschaffenden gegen die russische Militärintervention in der Ukraine ausspricht, fällt er bei der russischen Regierung in Ungnade. Allen – auch internationalen – Protesten zum Trotz wird er im Juli desselben Jahres kurzerhand durch Kulturminister Medinski abgesetzt.

am: 7. Dezember 2015 um 20:00 Uhr

im: Kino Krokodil – Filme aus Russland und Osteuropa
Greifenhagener Straße 32
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
S+U Schönhauser Allee

Über den Film:
Was können Filme, was kann Kino im günstigsten Fall bewirken? Antworten auf diese komplexe Frage weiß kaum jemand so schön und klug zu formulieren wie Naum Kleiman. Der russische Filmhistoriker, Leiter des legendären Eisenstein-Archivs, war Direktor des 2005 geschlossenen Moskauer „Musey Kino“. Seither sind die Filme und Sammlungen der Cinemathek auf dem Gelände des Mosfilm-Studios eingelagert. Das „Musey Kino“ – Kleiman und der Freundeskreis des Museums – arbeitete jedoch weiter, im Exil, gegen alle Widerstände. Der Film rekonstruiert die Ereignisse bis zum Sommer 2014, als Kleiman auf skandalöse Weise abgesetzt wurde. „Das Kino hat die Fähigkeit, aus Menschen Bürger zu machen“. Es braucht nur wenige Filmausschnitte und man begreift, warum Kleiman ein bewunderter Filmvermittler ist – wie seine Verbündeten Erika und Ulrich Gregor vom Berliner Arsenal versteht Kleiman Film als Waffe im Kampf für bessere, offenere Gesellschaften. Konsequent also, wenn dieser Film zwar auch auf ein imposantes, mutiges Leben zurückblickt, vor allem aber dokumentiert, warum Naum Kleimans Verständnis von Kino im heutigen Russland an Brisanz und Aktualität kaum übertroffen werden kann (Pressemitteilung der Berlinale vom 22.01.2015).

Weitere Informationen finden Sie auf der Kino-Website. Der Eintritt kostet 6,50 EUR. Eine Vorbestellung der Karten wird empfohlen. Originalsprache Russisch mit deutschen Untertiteln. Einen Trailer gibt es hier.

E: kinokrokodil@email.de
T: 030 44049298 (ab 19 Uhr)

Advertisements

Schlagwörter: ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: