Hinweis: Ausstellung „Russland im 20. und 21. Jahrhundert in Gesichtern und Parolen“

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Ausstellung von Ivan Kulnev am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin:

Zeitungscollagen „Russland im 20. und 21. Jahrhundert in Gesichtern und Parolen“

Ort: Dorotheenstraße 65, 5. Etage, Berlin-Mitte

Ausstellungseröffnung: 07.05.2015 ab 17:30
Dauer der Ausstellung: 08.05.2015-06.06.2015

FLYER ZUR AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG AM 7.05

Hier die Ausstellungsbeschreibung von Ivan Kulnev:

Der Krieg in der Ukraine hat in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit vieler Menschen gefunden und schärfste Kritiker des Putin-Regimes als auch Putin-Versteher andererseits hervorgebracht. Das Interesse an der aktuellen Politik Russlands ist immens. Die Geschichte dieses Landes und seine komplizierte Vergangenheit beschäftigen die Massenmedien und ihre Konsumenten zunehmend.

Das 20. Jahrhundert gilt als eines der dramatischsten und blutigsten in der Geschichte und Russland befand sich immer in seinem Epizentrum. Die Sowjetzeit umfasst den Großteil des letzten Jahrhunderts. Sie wird heute von einem Teil verehrt und vom anderen verflucht. Was für eine Zeit war das? Was hat sie ausgemacht? Was ist das Geheimnis, das einige verherrlichen und andere wiederum vollkommen ablehnen? Was waren die Ursachen und Stützen jenes Systems? Warum währte die Diktatur so lange? Weshalb hat der Mensch jene Epoche so ertragen und wie hat er gelebt? Existiert der sogenannte Homo Soveticus heute immer noch? Wenn ja, was sind seine charakteristischen Merkmale?

Die Ausstellung der Zeitungscollagen „Russland im 20. und 21. Jahrhundert in Gesichtern und Parolen“ ist ein Versuch, Antworten auf die komplexen Fragestellungen zu finden.

Die Zeitung gehört zu einer der wichtigsten historischen Quellen, die am deutlichsten und am schärfsten die Epoche, in der sie gedruckt wurde, widerspiegelt. In der Sowjetära war die Zeitung die zentrale Informationsquelle und gleichzeitig wichtiges Propagandamittel. Es lohnt sich, an das in der Sowjetzeit oft wiederholte Zitat von W. Lenin zu erinnern: „Die Zeitung ist nicht nur ein kollektiver Propagandist und ein kollektiver Agitator, sondern auch ein kollektiver Organisator“. In diesem Zusammenhang wurde damals der Zeitung als einem „kollektiven Organisator“ eine sehr große Bedeutung im Gesellschaftsleben zugeschrieben.

Zu den anderen Medien, die in den Collagen verwendet wurden, gehören: Photographien, Gedichte, Zitate, Karikaturen, Gemälde, Filme, Farben, Musiknoten.

Auf solche Art und Weise soll die Intermedialität in den Collagen dem Betrachter helfen, leichter die Informationen aus den Arbeiten zu entnehmen und zu interpretieren. Die Mehrzahl der Bilder ist mit kurzen schriftlichen Erklärungen versehen.

Hier geht es zum Download der Ausstellungsbeschreibung auf Russisch und auf Deutsch.

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