Veranstaltungshinweis: Retrospektive Marlen Chuzijew

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Vom 1. bis 7. Mai 2015 zeigt das Kino Arsenal in Berlin in einer Retrospektive die wichtigsten Filme von Marlen Chuzijew. Der Regisseur wird am 1. und 2. Mai anwesend sein. Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

MNJE DWADZAT LJET, 1965

Wenige haben Moskau in den frühen 60er Jahren, seine jungen Bewohner, seine Straßen, Plätze, Häuser und Wohnungen so unmittelbar und lebendig gezeigt, das Lebensgefühl einer Generation so klarsichtig porträtiert wie Marlen Chuzijew, Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Pädagoge und herausragender Protagonist der sowjetischen Neuen Welle der 50er und 60er Jahre in MNJE DWADZAT LJET (Ich bin zwanzig Jahre alt, UdSSR 1965). 1925 im georgischen Tiflis geboren und an der Staatlichen Filmakademie (WGIK) in Moskau ausgebildet, realisierte er mit diesem Film das zentrale Werk des sowjetischen Tauwetter-Kinos, das jedoch auf Chruschtschows Intervention hin gekürzt und überarbeitet werden musste. Bereits seine früheren Filme wie z.B. DWA FJODORA (1958) markierten ein neues Kino, eine vom italienischen Neorealismus beeinflusste kritische Aufbruchstimmung, die in ICH BIN ZWANZIG JAHRE ALT ihren Höhepunkt fand. Nach IJULSKI DOSHD (Juliregen, 1967), einer Art Weiterführung von ICH BIN ZWANZIG JAHRE ALT, und dem Antikriegsfilm BYL MESJAZ MAJ (Es war im Monat Mai, 1970) begann Chuzijew verstärkt als Theaterregisseur sowie als Professor an der WGIK zu arbeiten. 1983 entstand sein erster Farbfilm: POSLESLOWIJE (Nachwort), für den er sein gewohntes filmisches Terrain, die Metropole und die Straße, verließ und sich ganz auf Interieurs und den Dialog zwischen den Generationen konzentrierte. Seinen bislang letzten Spielfilm, die philosophische Reflexion INFINITAS, präsentierte er 1992 im Wettbewerb der Berlinale. Bis heute ist Chuzijew als Regisseur und Dozent aktiv und hat nicht nur ein bedeutendes Œuvre geschaffen, sondern auch zahlreiche russische Filmemacher geprägt. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung des GoEast-Festivals in Wiesbaden sowie der Filmwissenschaftlerin und Kuratorin Barbara Wurm, die die Eröffnungsabende moderieren wird, freuen wir uns, das nur äußerst selten gezeigte filmische Schaffen des großen Regisseurs in seiner Anwesenheit präsentieren zu können.

Weitere Informationen auf der Website des Kinos: http://www.arsenal-berlin.de

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