Archive for Oktober 2014

Veranstaltungshinweis: Vladimir Sorokin zu Gast an der HU Berlin

Oktober 26, 2014

Eine Veranstaltung im Rahmen der [mosse] LECTURES Literarische Nachbarschaften.

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Vladimir Sorokin
mit Timofey Neshitov, Süddeutsche Zeitung
›Der Schneesturm‹. Ein erzählerischer Kosmos

Donnerstag, 13.11.2014, 19 Uhr c.t.
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Senatssaal

archive_plakat_1415Die russische Literaturgeschichte, die Beziehung Russlands zum »Westen« und seine politische und kulturelle Ausrichtung nach dem Ende der Sowjetunion haben in den Erzählwerken Vladimir Sorokins tiefe Spuren hinterlassen. In seinen neueren Romanen entwickelt er in einer Art Retro-Science-Fiction die politpoetische Vision einer imaginären Landschaft, in der sich Selbstverständnis und Kritik Russlands auf eigentümliche und provokante Art und Weise miteinander verbinden, so vor allem in seiner in Moskau 2013 erschienenen, noch nicht übersetzten Dystopie einer Republik namens »Tellurija«. Sorokin wird aus seinem nicht zuletzt an Kafkas »Landarzt« erinnernden Roman »Der Schneesturm« lesen und anschließend mit Timofey Neshitov diskutieren. (more…)

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Veranstaltungshinweis: Erster Weltkrieg — Jüdische Erfahrungen in Ost- und Mitteleuropa

Oktober 22, 2014

Eine literatur- und geschichtswissenschaftliche Tagung

Plakat Tagung Erster Weltkrieg

Die jüdische Erfahrung im Ersten Weltkrieg wurde viele Jahrzehnte von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs überschattet. Der hundertste Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges gibt nun Anlass zur Erinnerung sowohl der tragischen Ereignisse als auch der großen Hoffnungen, die der Krieg für die jüdischen Gemeinschaften Mittel- und Osteuropas mit sich brachte. Die Tagung fokussiert die jüdische Zeugenschaft des Großen Kriegs in Ost(mittel)europa vor allem jenseits der Schlachtfelder und folgt einem interdisziplinären Erkenntnisinteresse der osteuropäisch-jüdischen Studien zum Ersten Weltkrieg, wobei die literatur-, kultur- und geschichtswissenschaftliche Forschung den Schwerpunkt bildet.

13./14. November 2014
Universität Potsdam, Institut für Slavistik, Campus Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 0.60/0.61

Konzeption/Organisation: Barbara Breysach, Birgit Krehl, Magdalena Marszałek, Jolanta Żyndul

Die Tagung wird der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung und vom DAAD gefördert.

Hier finden Sie das Tagungsplakat inkl. Programm als .pdf.

Die visuellen Geister von Tonbandschnipseln

Oktober 22, 2014

Zuzanna Solakiewicz kehrt in ihrer filmischen Hommage an die Musik von Eugeniusz Rudnik das Verhältnis von Ton und Bild um. Entstanden ist ein experimentelles Stück über die Geheimnisse des materialisierten Geräuschs: 15 Stron Świata.

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Der Dokumentarfilm 15 Stron Świata (15 Corners of the World, 2014) von Zuzanna Solakiewicz ist ein heimlicher Experimentalfilm. Die Interviewsequenzen mit dem polnischen Pionier der elektroakustischen Musik, Eugeniusz Rudnik – einem experimentellen Komponisten, Toningenieur und Klangkünstler, der seit über 50 Jahren mithilfe von analogen Tonbändern produziert – tauchen lediglich als vereinzelte Episoden auf; der Löwenanteil des Films besteht aus der Interpretation des Tonmaterials. Die Dokumentarfilmerin Solakiewicz gewichtet so Information und Interpretation neu und beschreitet mit ihrem neuen, bisher längsten Werk einen experimentelleren Weg als mit den vorhergehenden Regiearbeiten Jorcajt (2012), Tak, to jest (2009) und Kabaret Polska (2008). (more…)

Veranstaltungshinweis: „Erfundene Dichter stellen sich vor“ — Bericht über eine Studienreise in die Ukraine

Oktober 21, 2014

Hier ein Veranstaltungstipp für Kurzentschlossene:

„Erfundene Dichter stellen sich vor“

Die TeilnehmerInnen der Ukraine-Exkursion des Unseld-Gastprofessors im Sommersemester 2014 Juri Andruchowytsch berichten über eine Studienreise ‚am Rande des Krieges‘ nach Czernowitz, Ivano-Frankivsk (Stanislau) und Lemberg, über ihren Auftritt beim Lyrikfestival „Meridian Czernowitz“ und eine neue Universitätspartnerschaft zwischen der HU und der Nationalen Ivan-Franko-Universität L’viv.

Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin
am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 19 Uhr
Dorotheenstraße 65, Berlin-Mitte, 5. OG, Raum 5.57

Mit: Masha Beketova | Ekaterina Feldmann | Kai-Oliver Gutacker | Iwi Hagenau | Lisa Jura | Helena Nagelmaa | Lina Zalitok

Hier finden Sie die Veranstaltungsankündigung als .pdf.

Veranstaltungshinweis: Vortrag von Andrij Portnov am 15.10. in Berlin

Oktober 11, 2014

Hiermit weisen wir auf eine Veranstaltung im Deutschen Historischen Museum (DHM) hin:

1914-1918.-Der-Erste-Weltkrieg-664_14Vortrag von Dr. Andrij Portnov:
Die Ukraine und der Erste Weltkrieg

am Mittwoch, den 15. Oktober 2014, ab 18.00 Uhr im Auditorium des DHM
Eintritt frei

Andrij Portnov, geb. 1979, ist Historiker, Kulturwissenschaftler und Publizist. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Historiographie und Geschichte der Ukraine im Kontext der Geschichte Ostmitteleuropas, insbesondere Fragen der Zeitgeschichte.
Neueste Publikationen:
Die ukrainische postsowjetische Historiographie im internationalen und nationalen Kontext (…), in: JBGOE 2013; Zwischen „Mitteleuropa“ und „Russischer Welt“.
Die gegenwärtige Ukraine in der internationalen intellektuellen Diskussion (in ukrainischer Sprache), Kiew 2009

[Klicken Sie auf die Grafik, um zur Veranstaltungsankündigung auf der Website des DHM zu gelangen.]

Veranstaltungshinweis: Buchpremiere von „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa.“

Oktober 6, 2014

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Buchpremiere von Philipp Thers neuem Buch: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent – Eine Geschichte des neoliberalen Europa.“

Der Autor im Gespräch mit:
Prof. Wolfgang Merkel (Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung im Wissenschaftszentrum, Berlin WZB)
Prof. Frank Bösch (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam).
Moderation: Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung)

philipp_ther-suhrkamp_neoliberales-europa_coverZum Inhalt:
Als im November 1989 die Mauer fiel, begann ein Großexperiment kontinentalen Ausmaßes: Die ehemaligen Staaten des »Ostblocks« wurden binnen kurzer Zeit auf eine neoliberale Ordnung getrimmt und dem Regime der Privatisierung und Liberalisierung unterworfen. Philipp Ther war vor Ort, als die Menschen damals in Prag auf die Straße gingen, später lebte er mehrere Jahre in Tschechien, Polen und der Ukraine. In diesem Buch legt er eine umfassende zeithistorische Analyse der neuen Ordnung auf dem alten Kontinent vor – und zwar erstmals in gesamteuropäischer Perspektive. (more…)

Lesungsreihe: Die Unzufriedenen – Literatur des Protests aus Südosteuropa

Oktober 3, 2014

Zur Veranstaltungsreihe laden ein: das Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin und die Südosteuropa-Gesellschaft, in Kooperation mit novinki und dem Osteuropamagazin ostpol.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
lesungsreihe_die_unzufriedenen
Mit: Edo Popović | Alek Popov | Andrej Nikolaidis | Saša Ilić

Nicht wenige Länder Südosteuropas haben zur Zeit offene Rechnungen mit ihrer Vergangenheit und ihrer (kultur-)politischen und wirtschaftlichen Gegenwart zu begleichen. Institutionelle Arenen scheinen dafür oft nicht auszureichen. Was tun, wenn die eigene Gesellschaft nicht reif für den Umgang mit der „Wahrheit“ ist (Andrej Nikolaidis, Saša Ilić)? Wie lässt sich gegen kapitalistische Vereinnahmung protestieren, wenn sie politisch als Erlösung vom Kommunismus gefeiert wird (Edo Popović)? Überhaupt, welchen Reim kann man sich auf die eigene glorreiche sozialistische Vergangenheit nun eigentlich machen (Alek Popov)? Im Schnittpunkt solcher Fragen kristallisiert sich gegenwärtig einmal wieder eine Literatur, die weder leise noch unpolitisch ist.

Die Lesungsreihe lässt vier Schriftsteller aus Kroatien, Bulgarien, Serbien und Montenegro zu Wort kommen, die ihre Unzufriedenheit lautstark kundtun. Sie thematisieren die gesellschaftlichen Probleme und politischen Unzulänglichkeiten ihrer südosteuropäischen Heimatländer und protestieren gegen das Unvermögen, sich diesen Problemen zu stellen. Vehement konfrontieren sie ihre Leserschaft mit ihrem Nicht-Einverstanden-Sein. Kein Zufall ist: Alle vier Romane des Protests, die in der Reihe vorgestellt werden, wählen das Genre des Krimis oder Politthrillers.

Die Lesungen finden jeweils dienstags um 18 Uhr statt,
im Institut für Slawistik, Dorotheenstraße 65, Berlin-Mitte, 5. OG, Raum 5.57.

Alle Lesungen sind zweisprachig – Deutsch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch bzw. Bulgarisch. (more…)