Veranstaltungsreihe: „Die Ukraine. Europäische Reflexionen“

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Die Veranstaltungsreihe wird von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, dem Literaturhaus Berlin, dem Suhrkamp Verlag, der Volksbühne Berlin und dem Polnischen Institut organisiert.

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

Die Ukraine steckt in einer tiefen Krise. Nach der breiten Protestbewegung gegen die autoritären und korrupten Strukturen des Regimes Janukowytsch, nach dem politischen Umsturz und nach der Annexion der Krim durch die Russländische Föderation gilt es, das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Koordinatensystem des Landes neu zu justieren. Aber nicht nur die Stabilität und territoriale Integrität der Ukraine sind bedroht, sondern auch die Sicherheit in Europa.

Gerade in Phasen der Dynamik und der Unübersichtlichkeit ist es nötig, innezuhalten und nachzudenken. Politik und Öffentlichkeit haben Bedarf an Aufklärung und Erklärung, an Reflexion und Einordnung. Die Gesprächsreihe Die Ukraine. Europäische Reflexionen mit Intellektuellen aus der Ukraine, Polen und Deutschland beleuchtet die Erwartungen der unterschiedlichen Strömungen in der ukrainischen Protestbewegung, den Blick von Intellektuellen aus und auf die Ukraine, die politischen Handlungsspielräume zur Überwindung der Staats- und Souveränitätskrise sowie Optionen einer künftigen Orientierung der Ukraine in Europa.

15. April: Der Maidan als Agora
Kateryna Mishchenko (Kiew), Mustafa Nayyem (Kiew)
20.00 Uhr
Literaturhaus, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

22. April:  Sprache und Nation
Volodymyr Kulyk (Kiew)
20.00 Uhr
Literaturhaus, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

29. April: Geschichte und Erinnerung
Wilfried Jilge (Moskau/Berlin), Anna Veronika Wendland (Marburg)*
20.00 Uhr
Literaturhaus, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin

7. Mai: Aufbruch. Umbruch. Durchbruch? Die Ukraine vor den Wahlen
Marzenna Guz-Vetter (Europäische Kommission), Mykola Ryabchuk (Kiew/Wien), Susan Stewart (Berlin), Andreas Umland (Kiew)
18.00 Uhr
Vertretung der Europäischen Kommission, Unter den Linden 78, 10117 Berlin
in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

13. Mai: „Habt ein Auge auf die Ukraine.“ Die Lehren von 1989
Juri Andruchowytsch (Iwano-Frankiwsk/Berlin), Adam Michnik (Warschau)
Volksbühne, Linienstraße 227, 10178 Berlin
20.00 Uhr
in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag, der Volksbühne Berlin und dem Polnischen Institut Berlin

20. Mai: Ukraina – Kultur an der Grenze. Der Grenzraum als Kontaktzone
Andrej Kurkow (Kiew), Jurko Prochasko (Lemberg), Serhii Zhadan (Charkiw)*
20.00 Uhr
Literaturhaus, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

* angefragt

Die ausführlichere Ankündigung der ersten Veranstaltung der Reihe, der Podiumsdiskussion „Der Maidan als Agora“ am 15. April, finden Sie hier:

In der Ukraine ist die Zeit explodiert. Was gestern undenkbar erschien, ist heute Realität. Aus einer lokalen Demonstration gegen die autokratische Entscheidung von Präsident Janukowytsch, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen, entstand eine breite Protestbewegung: der Euromaidan. Die Ukrainer protestierten für die Menschenwürde und die Grundrechte, für die Rechtsstaatlichkeit und die Prinzipien der Demokratie. Der Versuch des autoritären Regimes, die Protestbewegung mit Gewalt zu unterdrücken, kostete 100 Menschen ihr Leben – und führte zum politischen Umsturz und der Bildung einer neuen Regierung.

Der Euromaidan war die größte Protestbewegung in Osteuropa seit der Solidarność. Wer waren diese Menschen und wie gelang es, so viele zu mobilisieren? Der öffentliche Raum wurde zu einem Ort der Selbstorganisation und der politischen Teilhabe. Welche Handlungsräume eröffnete sich der Euromaidan? Und kann die Protestbewegung über den politischen Umbruch hinaus Impulse für eine qualitative Veränderung der Zivilgesellschaft liefern? Was bleibt vom Euromaidan?

Es diskutieren:
Kateryna Mishchenko, Kiew
Mustafa Nayyem, Kiew

Moderation:
Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin

Die Diskussion findet mit Übersetzung in deutscher und ukrainischer Sprache statt. Eintritt 5,00 €,
ermäßigt 3,00 €. Wir erbitten Ihre Anmeldung an: office@dgo-online.org.

Kontakt (für die gesamte Veranstaltungsreihe):
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. (DGO)
Schaperstr. 30, 10719 Berlin
Tel.: 030 / 21 47 84 12
Mail: office@dgo-online.org

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4 Antworten to “Veranstaltungsreihe: „Die Ukraine. Europäische Reflexionen“”

  1. Der Euromaidan – Agora oder Kibbuz? | novinki-Blog Says:

    […] Berlin, dem Suhrkamp Verlag, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und dem Polnischen Institut. Hier finden Sie eine Übersicht aller weiteren Termine, Themen und Podiumsgäste. Alle Interessierten […]

  2. Sprachverwirrung по-українськи | novinki-Blog Says:

    […] Institut. Sie wird am 29. April mit einer Diskussion zu Geschichte und Erinnerung fortgesetzt. Hier finden Sie eine Übersicht aller weiteren Termine, Themen und Podiumsgäste. Alle Interessierten […]

  3. Terra incognita: Die Geschichte der Ukraine | novinki-Blog Says:

    […] Kommission zum Thema Aufbruch. Umbruch. Durchbruch? Die Ukraine vor den Wahlen fortgesetzt. Hier finden Sie eine Übersicht aller weiteren Termine, Themen und Podiumsgäste. Alle Interessierten […]

  4. Die Ukraine auf dem Weg zu einem Failed State? | novinki-Blog Says:

    […] zum Thema „Habt ein Auge auf die Ukraine.“ Die Lehren von 1989 fortgesetzt. Hier finden Sie eine Übersicht aller Termine, Themen und Podiumsgäste der Veranstaltungsreihe. Alle […]

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