Veranstaltungshinweis: Ugly Duckling Presse — Lesung und Gespräch mit Eugene Ostashevsky und Robert Fitterman

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Eine Veranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD:

In Lesung und Gespräch:
Robert Fitterman, Autor, New York
Eugene Ostashevsky, Autor, New York
Moderation: Daniela Seel, Verlegerin und Autorin, Berlin

am Montag, den 24.03.2014 – 20:00 Uhr
in der Literaturwerkstatt Berlin, Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin

Eine  ehemalige Konservenfabrik in Brooklyn beherbergt ein hässliches Entlein, das niemals ein Schwan werden wollte: Ugly Duckling Presse, kurz UDP. Dieser Verlag, 1993 gegründet von dem Lyriker Matvei Yankelevich, ist scheinbar ein Widerspruch in sich: eine nicht-kommerzielle Schatzgräberei, die sich auf Trouvaillen und Preziosen der internationalen Avantgarde-Literatur spezialisiert hat. Alles, was literarisch über die gängige Ware herausragt, darunter auch das vermeintlich Abseitige und Zu-Unrecht-Vergessene, hier findet es seine verlegerische Heimat. Mit Robert Fitterman (*1959 St. Louis) und Eugene Ostashevsky (*1968 Leningrad) begegnen sich an diesem Abend zwei der gegenwärtig bedeutendsten UDP-Autoren.

Ostashevsky, der in jungen Jahren in die USA emigrierte, ist ein Dichter zwischen den Welten und Sprachen. Er verbindet in seinen Texten spielerisch leicht und abgründig komisch die unterschiedlichsten Einflüsse. Daniil Charms trifft auf amerikanischen Ostküsten-Hip-Hop, DJ Spinoza telefoniert mit einem nicht-existenten Gott, und ein Pirat, der mit Gertrude-Stein-Action-Figuren spielt, lässt sich von seinem Papagei in Wittgenstein’sche Sprachspiele verwickeln. Derzeit ist Ostashevsky Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Fittermans Texte sind Meilensteine des konzeptuellen Schreibens. Bekannt wurde er mit seinem Metropolis-Projekt, einem Langgedicht, das mittlerweile drei Bände umfasst. Darin arbeitet er vor allem mit vorgefundenem Textmaterial, sprachlichen Readymades, die neu arrangiert und gegeneinander verschoben werden (Auszüge aus Lewis & Clark-Tagebüchern, Speisekarten, DC-Comics, Milton-Zitaten etc.). In seinem jüngsten Band »No, Wait, Yep. Definitely Still Hate Myself.« generiert er aus Einträgen in Blogs und Internetforen ein gewaltiges Poem über Einsamkeit und Trauer.

Die beiden Autoren lesen aus ihrem Werk und sprechen mit Daniela Seel auch über die Geschichte und Bedeutung der Ugly Duckling Presse.

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