Archive for Februar 2014

Office for Anti-Propaganda

Februar 12, 2014

Die belorussische Künstlerin Marina Naprushkina hat letzte Woche das von ihr gegründete „Büro für Anti-Propagana“ im Rahmen des Seminars “Film und Propaganda” an der Humboldt-Universität vorgestellt.

Wer nicht die Gelegenheit hatte dabei zu sein und wer sich selbst ein Bild von den Aktionen des Büros machen möchte, sollte sich unbedingt die Homepage des Büros für Anti-Propaganda ansehen: Neben dem Blog und Informationen zu aktuellen Themen und  Veranstaltungen mit Fokus Belarus, finden sich hier ein Videoarchiv sowie Text- und Bildmaterial über politische Propaganda, Informationen und Texte zu Belarus und zur Untersuchung des Einflussees staatlicher Autorität auf die Gesellschaft sowie  zu den vom Büro organisierten politischen Aktionen und  produzierten Zeitungen.

http://office-antipropaganda.com/wordpress/

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Weitere links:

http://artaktivist.org/artists/marina-naprushkina/

http://www.berlinbiennale.de/blog/projekte/self-governing-eine-zeitung-von-marina-naprushkina-20054

http://www.formerwest.org/Contributors/MarinaNaprushkina

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Am 14.2. in Berlin: Die organisierte poetische Gaunerbande „Podelniki“ („Die Komplizen“) stellt sich vor

Februar 11, 2014

Veranstaltungshinweis:

Gastvortrag und Vorstellung von Roma Gonza und Julija Viljanen

iLHSLwEQPjkim Rahmen des Seminars „Moderne und Postmoderne in der russischen Lyrik“ (Seminarleitung: Sabine Hänsgen)

Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Slawistik, Dorotheenstr. 65, Raum 5.61
Wann: Freitag, den. 14.2.2014 / 14.15-15.45 Uhr

Die organisierte poetische Gaunerbande „Podelniki“ („Die Komplizen“) wurde im August 2013 von zwei Dichtern aus Petersburg gegründet, Roma Gonza und Vanja Pinženin. Laut Presseberichten ist die Gruppe zu einer Institution geworden, „die eine Auswahl angemessener Texte machen und diese Texte dem potentiellen Leser zu Ohren bringen kann“.

s_r5_P_vmtQDie Gründer selbst sträuben sich stark dagegen, indem sie das Pathos vermeiden, das etwa in Literaturclubs und Schriftstellerverbänden üblich ist. Sie wollen auf keinen Fall zu Richtern werden, sondern sie versuchen, ein interessantes dichterisches Projekt umzusetzen. Das Video-Magazin von „Podelniki“ wird regelmäßig im Internet veröffentlicht, aber seine Mitglieder sind oftmals auch auf Bühnen russischer Clubs, in kreativen Räumen und Bibliotheken anzutreffen.

In Berlin werden die „Podelniki“ vom ideologischen Kern der Gruppe vorgestellt. Roma Gonza und Julija Viljanen treten mit ihren Berichten über die heutige poetische Landschaft Russlands auf und Vanja Pinženin wird virtuell dabei sein. Dazu wird auch eine Folge ihres Video-Magazins mit deutschen Untertiteln gezeigt. (more…)

Veranstaltungshinweis: Gastvortrag von Marina Naprushkina (Berlin / Büro für Anti-Propaganda)

Februar 3, 2014


Gastvortrag im Rahmen des Seminars „Film und Propaganda“ an der HU (Seminarleitung: Sabine Hänsgen):

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Marina Naprushkina (Berlin): Büro für Anti-Propaganda

Wann: Mittwoch, den 5.2.2014 / 14.15-15.45 Uhr

Wo: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Slawistik, Dorotheenstr. 65, Raum 5.61

2007 gründete die weißrussische Künstlerin Marina Naprushkina „The Office for Anti-Propaganda“. Das Büro umfasst ein Videoarchiv sowie Text- und Bildmaterial über politische Propaganda. Im Schwerpunkt befasst es sich mit Belarus und untersucht den Einfluss staatlicher Autorität auf die Gesellschaft. Das Büro organisiert politische Aktionen und produziert Zeitungen, die in Belarus und weltweit distribuiert werden.

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Ukraine aktuell: Eindrücke vom Vortrags- und Diskussionsabend mit dem ukrainischen Historiker Andrij Portnov: 
“From a historian’s perspective: Remarks on the current events in Ukraine”

Februar 2, 2014

„Das ist ja wirklich spannend.“ Andrij Portnov konnte nur den Kopf schütteln, als er vor wenigen Wochen diese Meinung über die aktuellen Vorgänge in der Ukraine von einem deutschen Kollegen in einer Email las. Der ukrainische Historiker, gegenwärtig Stipendiat des Berliner Wissenschaftskollegs, hält entschieden dagegen: Es sei nicht einfach nur spannend, was momentan auf dem Majdan in Kiev und landesweit in der Ukraine vor sich gehe, es sei traurig und sehr gefährlich. In diesen Tagen sind bereits mehrere Menschen im Zuge der Demonstrationen in der Hauptstadt gestorben, darunter auch Polizisten. Damit sei eine in diesem Land historisch nie dagewesene Eskalation der Gewalt erreicht, sagte Portnov bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die am 28. Januar 2014, organisiert vom Institut für Slawistik, an der Humboldt-Universität Berlin stattfand.

Als Wissenschaftler ist Portnov kein Unbekannter: Der 34-Jährige gehört zu den Autoren des Blogs Uroki Istorii (Geschichtsstunden) und hat insgesamt ca. 100 Publikationen verfasst.

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(Andrij Portnov, Bildquelle: http://urokiistorii.ru/blog/308)

Dass Portnov seinen Vortrag für ein breiteres Publikum öffnete, stieß auf großes Interesse. Ungefähr 70 Gäste drängten sich im Raum zusammen, dem einige Minuten später eintreffenden ukrainischen Botschafter Pavlo Klimkin wurde jedoch gern ein Platz in der Mitte angeboten. Auch der ehemalige deutsche Botschafter in der Ukraine, Dietmar Stüdemann, war der Einladung der Slawistin Prof. Susanne Frank gefolgt. Die Diskussion bekam eine besondere Brisanz vor dem Hintergrund der drastischen Schilderungen des Schriftstellers Jurij Andruchovyč. Dieser hatte wenige Tage zuvor in einem offenen Brief über Folterungen in der Ukraine und Todesopfer von Scharfschützen im Kiewer Regierungsviertel berichtet. (more…)

„Euromaidan. Besetzte Räume.“ — Hinweis auf eine Fotoausstellung von Yevgenia Belorusets

Februar 1, 2014

Euromaidan. Besetzte Räume von Yevgenia Belorusets ist eine fotografische Erzählung über das Leben im Epizentrum der Massenproteste auf dem Kiewer Euromaidan.

Die Ausstellung ist vom 31.1. bis zum 20.2. (Do-So, 15.00-19.00 Uhr) in der Galerie OKK Berlin, Prinzenallee 29, zu sehen.

Hier der Ankündigungstext der Künstlerin:

Schon seit einigen Tagen keinen friedlichen Protest in Kiew mehr. Meine Fotografien sprechen davon, was auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist: eine besondere Protestkultur, die es so nur in der Ukraine gegeben hat und die in manchem an ein Volksfest erinnerte. Und die in mancher Hinsicht verwiesen hat auf die eingeführten Spektakel vergangener Jahrhunderte: Verfolgung und öffentliche Bestrafung von „Verrätern“, das Florieren von Ritual und mythologischem Denken.

Die während der gesamten Protestzeit immer wieder geführten Diskussionen zwischen Vertretern unterschiedlicher Ansichten über die Zukunft gehen nun im schwarzen Rauch der brennenden Decken unter. Die Meinungsverschiedenheiten verschwinden mit den vernichteten Leben. Wenn ich mir diese Fotos anschaue, steht mir immer vor Augen: fünf Tote, unzählige Verletzte. (more…)