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novinki-Lesung am 30. Oktober 2012

Oktober 23, 2012

Der Dichter Dmitrij Strocev (Minsk) liest aus seinem neuen Gedichtband vor und diskutiert über die Lage der russischsprachigen Literatur im postsowjetischen Raum im Allgemeinen und in Weißrussland im Besonderen. Nach der Lesung auf Russisch findet eine von Yaraslava Ananka und Heinrich Kirschbaum moderierte Diskussion auf Russisch und Deutsch statt.

Die Lesung findet

am Dienstag, 30. Oktober 2012
um 20.00 Uhr
am Institut für Slawistik der HU Berlin
Dorotheenstr. 65, 10117 Berlin-Mitte
in Raum 5.57

statt.

Dmitrij Strocev, der in den späten 1980er Jahren als Verfechter neofuturistisch-transmentaler Dichtung erfolgreich debütierte, sucht in seinem neuesten Buch mit dem sprechenden Titel Gazeta (Zeitung) seinen ungebrochenen Willen zum poetischen Experiment mit der sozialen Aussage zu verbinden: Im Zentrum seiner dichterischen Reflexion stehen nun diverse Formen der mental-ideologischen und physischen Gewalt seitens des Staates, der orthodoxen Kirche und der immer xenophober werdenden Gesellschaften in Belarus und Russland.

Dmitrij Strocev (geb. 1963), einer der führenden Dichter der russischsprachigen Gegenwartslyrik, Vertreter der so genannten „Minsker Schule“, Meister der Deklamationskunst und Kurator des Moskauer Festivals der Stimmenverse (Festival’ golosovogo sticha) ist Autor von fünf in mehrere Sprachen übersetzten Gedichtbänden und Laureat der renommierten Russkaja Premija (2008) für die beste russischsprachige Lyrik außerhalb Russlands, Mitglied des weißrussischen P.E.N.