Praesentia-in-Absentia

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Am Dienstag den 15.06. und am Mittwoch den 16.06. fanden am Institut für Slawistik der HU zwei spannende Vorträge statt. Nadežda Grigor’eva (Tübingen) sprach über den „Autor als Voyeur bei Bachtin und den Literaten der 1920er-30er Jahre“, Igor Smirnov (Konstanz) über einen neuen Entwurf der Ideengeschichte, den er „Absentia-in-praesentia, praesentia-in-absentia, praesentia“ programmatisch betitelte.

Mir fehlen die Worte, um diese zusammen zu fassen — deshalb finden Sie hier bloß zwei visuelle Eindrücke.

Text & Illustration: Nastasia Louveau

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9 Antworten to “Praesentia-in-Absentia”

  1. samanta Says:

    gut getroffen!

  2. Ahmed Says:

    Hahaha. Super!! Der Hörer als Voyeur.

  3. Wortlaut Says:

    Also bitte! Ein solches Beitragsformat ist eines Blogs mit literaturwissenschaftlicher Ausrichtung wirklich nicht würdig. Geht es denn heutzutage nur noch um Äußerlichkeiten? Mir scheint da doch eine wissenschaftliche Analyse angemessener zu sein als das Gekritzel einer offenbar nur mit halbem Ohr zuhörenden Studentin.

    Huch, da habe ich mich wohl schon als nicht Professionelle verraten. In einem korrekten, wissenschaftlichen Konventionen entsprechenden Satz hätte an dieser Stelle natürlich das majestätische Forscher_innen- Wir stehen müssen: UNS scheint da doch eine wissenschaftliche Analyse angemessener zu sein als das Gekritzel einer offenbar nur mit halbem Ohr zuhörenden Studentin. Oder aber es müsste der wissenschaftlichen Objektivität gehuldigt werden: Eine wissenschaftliche Analyse IST angemessener als das Gekritzel einer Studentin, was damit belegt werden kann, dass diese nur mit halbem Ohr zuhörte, was die vorliegende Untersuchung wie erwünscht bewies.

    Leider bin ich wohl keine Kommentatorin von wissenschaftlichem Format. So ein Pech aber auch.

  4. heí Says:

    @wortlaut: >Leider bin ich wohl keine Kommentatorin von wissenschaftlichem Format. So ein Pech aber auch.<

    Korrekt. Pech auch, dass du trotzdem auf "Kommentar absenden" geklickt hast.

  5. louveau Says:

    Also, ich muss zugeben, dass ich ob der aufkeimenden Diskussion hocherfreut bin. 🙂

  6. Wortlaut Says:

    @heí:

    Wie jetzt, du findest also, dass ein Kommentar von wissenschaftlichem Format sein muss, um absendenswert zu sein? Dann bist du doch ganz auf meiner Linie! Das hochwohlgeborene Forscher_innen-Wir und die sich in Passivkonstruktionen niederschlagende, allumfassende „wissenschaftliche Objektivität“ sind gut, schlecht ist kreative Auseinandersetzung oder ironische Provokation.

    Abschließend möchten WIR noch darauf hinweisen, dass der vorhergegangene Satz in diesem – trotz Formatlosigkeit erneut trotzig abgeschickten – Kommentar sich des rhethorischen Mittels Chiasmus bedient, was vielleicht den Zweck einer weiteren ironischen Zuspitzung erfüllt haben könnte.

  7. heí Says:

    @Wortlaut: Das ist aber immernoch ein Blog. Und da darf man Sätze schon mal mit „Und“ anfangen, sich kreativ auseinandersetzen, ironisch und provokant sein sowie „Ich“ sagen. Wer hat dir das mit dem „Wir“ überhaupt beigebracht. Totaler Bullshit.
    Vielleicht sollten die Betreiber dieses Blogs mal die genaue Ausrichtung desselben definieren? Ich habe das so verstanden, dass es hier um eine launige Herangehensweise an Wissenschaftlichkeit und Osteuropa(-Studien) handelt. (Oder wie lässt sich auch die Rubrik „Objekt der Woche“ sonst legitimieren?)
    Also, einerseits willste kritisieren, es selbst aber nicht machen? Deine Message ist wohl nicht so richtig rübergekommen.
    Oder unser Humor ist da einfach nicht kompatibel. Bzw. das Medium ist das Problem (wie so oft im Leben).

  8. Antonio Says:

    Die Message hinter dem Ablenkungsmanöver in Richtung ‚Unprofessionalität‘ bezog sich auf das Beitragsformat und lautete: „Mir scheint da doch eine wissenschaftliche Analyse angemessener zu sein als das Gekritzel einer offenbar nur mit halbem Ohr zuhörenden Studentin.“

  9. Wortlaut Says:

    Hej Heí,

    du, ich glaube, wir beide sind WIRKLICH mehr oder weniger einer Meinung und unser einziges Problem ist das der schriftlichen Ironie. Vielleicht werde ich zu diesem Thema demnächst mal auf diesem Blog, der zum Glück einen launigen Ansatz hat, einen Beitrag verfassen, und vielleicht auch darüber, warum ICH sog. Wissenschaft, in der „ich“ nicht vorkommen darf, äußerst zweifelhaft finde, hingegen gerne Spinnefax lese oder schreibe…

    Louveau, wann kommt die nächste Illustration? „Wir“ warten bereits sehnsüchtig darauf 😉

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