Vortrag + Vernissage: Praktiken historischer Aufarbeitung – Wissenschaftlich-künstlerische Collagen zur sowjetischen Geschichte

Dezember 8, 2017 by

Vortrag von Ivan Kulnev zur Eröffnung seiner Ausstellung „Das sowjetische Experiment“ (100 Jahre Oktoberrevolution und 80. Jahrestag des Großen Terrors in der UdSSR  in Collagen aus zeitgenössischem und historischem Bild- und Textmaterial)

Montag, 11. Dezember 2017, 18:00 Uhr
Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin
Dorotheenstraße 65, 10117 Berlin, 5. OG


Hier der Ankündigungstext der Organisator_innen:

Die Ausstellung „Das sowjetische Experiment“ des russischen Historikers und Künstlers Ivan Kulnev (M.A.) kombiniert die Praxis der historische Analyse mit einer künstlerisch-ästhetischen Präsentation. Kulnev regt mit seinen Collagen einen Diskurs über die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des „sowjetischen Experiments“ an. Hierzu trug er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Sowjetunion sowie ihrer Vor- und Nachgeschichte zum Teil erstmals Zeitungsausschnitte, Texte, Bilder, Fotografien und Filmstills aus Archiven zusammen, die er in Collagen neu arrangiert. Der Betrachter soll sich anhand einer Vielzahl von visuellen und textuellen Quellen historisch verorten, um die Zusammenhänge der jeweiligen Zeit besser verstehen und Schlussfolgerungen für die Gegenwart und Zukunft ziehen zu können. Den Rest des Beitrags lesen »

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Veranstaltungshinweis: „Betrojerinki. Polnische Pflegerinnen in Deutschland.“ Gespräch mit Anna Wiatr

Dezember 4, 2017 by

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Res Polonica im buch|bund spricht Anna Wiatr am Donnerstag über ihre Reportage Betrojerinki, in der sie sich mit der Situation polnischer Pflegerinnen in Deuschland beschäftigt.

7.12.2017 | 19:00 Uhr | Eintritt: frei
Sanderstrasse 8 | 12047 Berlin

Das Gespräch wird auf Polnisch geführt und simultan ins Deutsche gedolmetscht.

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Um eine polnische Pflegerin in Deutschland zu werden, braucht man keine Qualifikationen. Man muss einfach nur loslegen. Was man in Deutschland braucht, sind Geduld, die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, und ein Laptop mit Skype. Nach zwei Monaten kann man dann um die 10.000 Złoty mit nach Hause nehmen und – vielleicht – die Frage, was einen noch in Polen hält.

Wer sich aber kaum vorstellen kann, sieben Tage die Woche, 22 Stunden am Tag für alte kranke Menschen auf Abruf stehen zu müssen, der sollte diese Reportage lesen.

Betrojerinki [Betreuerinnen] ist nicht bloß eine Geschichte über die Arbeit, die Tausende Polinnen im Auftrag ihrer westlichen Nachbarn verrichten, sondern auch eine Geschichte über den polnischen Staat, der ihnen kein Leben in Würde garantieren kann.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Buchpremiere der Anthologie Revolution Noir. Autoren der russischen „neuen Welle“

November 28, 2017 by

Lesung & Gespräch mit Julia Kissina (Herausgeberin),
Ann Cotten und Ingolf Hoppmann

29.11.2017 (morgen!) um 20.00 Uhr
Roter Salon der Volksbühne (Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin)

Moderation: Meike Feßmann
Lesung der deutschen Texte: Frank Arnold

Eintritt: 8 € / erm. 6 €

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Ein Mann geht durch Moskau, verirrt sich in die Welt der Engel, ohne seine Umgebung zu verlassen.

Er wird ein Doppelagent der Wirklichkeit, der dem Schöpfer auf die Spur kommen will. Paracelsus und Alfred Jarry geistern durch die Texte und Franz Kafka, der noch in den dreißiger Jahren mit Frau, Sohn und Enkelkind ein glückliches, etwas ödes Leben in Prag führte, um sich eines Tages von seinem „Wiedergänger“ zu verabschieden.

Hundert Jahre nach den Revolutionen des Jahres 1917 lässt Julia Kissina Autoren zu Wort kommen, die zum antirealistischen Unterstrom der russischen Literatur seit den 60er Jahren gehören. Ihre Lehrer sind Gogol und Charms; die heutigen Vertreter, wie Julia Kissina selbst, häufig Doppelbegabungen: Maler, Bildhauer, Philosophen. Wie alltägliche, scheinbar langweilige Ereignisse sich in etwas Rätselhaftes verwandeln, die Normalität aufgekündigt wird, Traum und Wahn überhand nehmen – Literatur als Wunder der Wahrnehmung ist der gemeinsame Nenner der Prosastücke. Den Rest des Beitrags lesen »

Alternatives Kulturleben am Rande des Krieges. Platforma Tju – eine Organisation für kulturpolitisches Engagement in Mariupol

November 28, 2017 by

Beitrag von Karina Bakhteeva

Mariupol ist eine ukrainische Stadt, die zehn Kilometer entfernt vom Kriegsgebiet liegt. Um die Stadt herum befinden sich zehn Kontrollpunkte der Armee, die Tag und Nacht alle Einreisenden und Ausreisenden überprüfen. Wer hier überhaupt hineinkommt, wird von den unvorstellbaren Kontrasten der alltäglichen Realität überwältigt – mal niedergeschlagen, mal fasziniert und in einen Zustand größter Hoffnung versetzt.

Über die alltäglichen Gegensätze und ihre Hoffnungen sprachen am 21. November 2017 die GründerInnen der ukrainischen Organisation Platforma Tju (Mariupol) in den Räumlichkeiten des Instituts für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Die von Studierenden selbst initiierte Veranstaltung wurde zum Treffpunkt für VertreterInnen der ukrainischen Botschaft, der ukrainischen Diaspora und für interessierte StudentInnen des Instituts. Im Mittelpunkt des Gesprächs: das alternative und einzigartige Kulturleben in Mariupol, das zu einem Mekka für KünstlerInnen aus der ganzen Ukraine und einem sicheren Ort der Menschenrechtsbewegung geworden ist.

Gespräch mit den GründerInnen der Platforma Tju an der HU Berlin am 21.11.2017. Foto: Manfried Hammer

Vor eineinhalb Jahren waren Diana Berg und Dmytro Stupnik – GründerInnen der Platforma Tju einfach nur DesignerInnen. Diana floh aus Donezk im letzten Moment, als es noch möglich war, versuchte sich zuerst in L’viv ein Leben aufzubauen, und kehrte dann später dennoch in die Ostukraine zurück. Nach Mariupol, wo es noch sicher war und wo sie alles ein wenig an ihr früheres Zuhause erinnerte. Dmytro Stupnik, geborener Mariupoler, organisierte friedliche Aktionen und Menschenketten der Einheit, als im Jahr 2014 die Majdan-Bewegung in der ganzen Ukraine begann und die Gefahren der „russischen Welt“ („Russkij mir“) und eingespielte Provokationsszenarien auch in Mariupol spürbar wurden. Als Diana und Dmytro sich – schon nach dem Euromaidan – kennenlernten, waren die Ideen einer aktiven zivillgesellschaftlichen Bewegung und eines unkonventionellen Begegnungsorts für alle nicht nur verzweifelte Fantasien, sondern ein unausweichliches Ziel, das unbedingt und schon sehr bald mitten in Mariupol umgesetzt werden sollte. Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Zeitenwende, und dann … Russische Lyrik nach der Oktoberrevolution und heute. Zwei Lyrikabende

November 22, 2017 by

27.11.2017, 19 Uhr: Russische Lyrik nach der Oktoberrevolution

  • Olga Martynova (Autorin, Frankfurt/Main)
  • Boris Filanovsky (Komponist, Berlin)
  • Moderation: Eugene Ostashevsky (Autor, Berlin)

28.11.2017, 19 Uhr: Russische Lyrik heute

  • Elena Fanailova (Autorin, Moskau)
  • Dmitry Kuzmin (Autor, Riga)
  • Maria Stepanova (Autorin, Moskau)
  • Moderation: Eugene Ostashevsky (Autor, Berlin)

Haus für Poesie (Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin)

Hier die Ankündigungen der Veranstalter_innen: Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Ostpol Berlin. Symposium und multilinguale Lesung

November 20, 2017 by

Parataxe Symposium II:
Mittel- & osteuropäische Autor*innen in Berlin

Donnerstag, 23. November 2017
im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin)

Ganztägiges Symposium ab 10.30 Uhr
Öffentliche Abendveranstaltung mit Iunona Guruli, Orsolya Kalasz, Julia Kissina um 20 Uhr


Hier die Ankündigung der Veranstalter*innen:

Im Rahmen des Projektes »PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins« widmen wir uns in einem ganztägigen Symposium am 23. November 2017 ab 10.30h den mittel- und osteuropäischen Literaturszenen Berlins. Die Protagonisten der mittel- und osteuropäischen Literaturszenen Berlins gehören spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der literarischen Konstellationen dieser Stadt. Für Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Nabokov, Zwetajewa, Gombrowicz oder Kertész war Berlin zum Teil Durchgangsstation, zum Teil Sehnsuchtsort, das Motiv der Freiheit spielte dabei stets eine entscheidende Rolle. Die Paneldiskussionen des Symposiums betreiben Feldforschungen in Geschichte und vor allem in der Gegenwart, am Abend präsentieren wir drei herausragende Autorinnenstimmen von heute: Iunona Guruli, Orsolya Kalasz und Julia Kissina. Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Buchpräsentation und Installation – „Pferdesuppe“ von Vladimir Sorokin und Yaroslav Schwarzstein

November 12, 2017 by

Mit Vladimir Sorokin, Yaroslav Schwarzstein und Dorothea Trottenberg

14.11.2014 | 20.00 Uhr
LiteraturHaus Berlin (Fasanenstraße 23 | 10719 Berlin)
Eintritt: 5,- / 3,- €

Hier die Ankündigung des Verlags:

Nach dem Urlaub am Schwarzen Meer mit Freunden, fährt Olja zurück nach Moskau. Im Zugrestaurant lernt sie einen Mann kennen, den fasziniert, wie sie isst. Noch bevor die Fahrt zu Ende ist, schließen die beiden einen Deal ab und Merkwürdiges geschieht. In der Novelle schaut Vladimir Sorokin mit der ihm eigenen Art auf die letzten Tage der Sowjetunion. Der Künstler Yaroslav Schwarzstein hat eine besondere Beziehung zum Schaffen des Literaten; Voraussetzung dafür, dass Bild und Text in »Pferdesuppe« eine Symbiose bilden.

Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg. Frisch erschienen  im ciconia ciconia Verlag.

Hier geht es zur Veranstaltungsankündigung vom LiteraturHaus.

Veranstaltungshinweis: Tagung „Helden unserer Zeit?“ in Tutzing

November 12, 2017 by

1. – 3.12.2017 | Evangelische Akademie Tutzing

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Die Welt ist aus den Fugen. Viele Menschen sehnen sich nach Sicherheit und Klarheit. In Zeiten des Populismus und der Konflikte stehen Helden wieder hoch im Kurs. Reaktivierung historischer Vorbilder, Konstruktion neuer Helden, deren Funktion und Instrumentalisierung in Kriegs- und Krisenzeiten – darum geht es.

Mit dabei sind der Kultursoziologe Ulrich Bröckling, der Träger des Deutschen Buchpreises 2015 Frank Witzel, der ukrainische Autor Serhij Zhadan, die Trägerin des Deutschen und des Schweizer Buchpreises 2010 Melinda Nadj Abonji, Osteuropaexpert*innen Tanja Penter und Jan Claas Behrends, der langjährige SPIEGEL-Korrespondent in Moskau Christian Neef sowie Kateryna Mishchenko, Victor Martinovich, Alissa Ganiejewa, Volha Hapeeva, Claudia Dathe, Katharina Raabe, Zaal Andronikashvili, Giorgi Maisuradze, Olesya Khromeychuk, Vasyl Cherepanyn u.a. Den Rest des Beitrags lesen »

Vortragsreihe: „Revolution revisited II … und zwei Buchvorstellungen“

November 1, 2017 by

Die Vortragsreihe WISSENSCHAFTLiteratur am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin ist dieses Semester noch einmal dem Revolutionsjubiläum gewidmet.

Sie beginnt heute um 18 Uhr mit einem Vortrag von Zaal Andronikashvili (ZfL Berlin) unter dem Titel Rosa Mai vs. roter Oktober. Demokratischer Sozialismus in Georgien als eine Alternative zur Diktatur des Proletariats.

Im Rahmen der Reihe finden im Dezember 2017 außerdem Lesungen von Andrej Kurkov und Vladimir Sorokin statt.


Programm: Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: an hohen feiertagen und im stau. Eine performative Lesung mit Lucija Stupica und Tone Škrjanec

Oktober 29, 2017 by

31.10.2017 | 19.00 Uhr
Literaturhaus Lettrétage | Mehringdamm 61, 10961 Berlin
Eintritt: 5 Euro (erm. 4 Euro)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Lucija Stupica und Tone Škrjanec: zwei außerordentliche poetische Stimmen aus Slowenien lesen ihre Poesie, neuübersetzt und begleitet mit Musik und Film.

Lucija Stupica erhielt 2010 den deutschen Hubert Burda Preis für osteuropäische Lyrik und 2014 den schwedischen Klas de Vylder Preis für Literatur. Sie ist Autorin zahlreicher interdisziplinären künstlerischen Projekte.

Tone Škrjanec wurde im Mai 2017 mit dem slowenischen nationalen Poesie-Preis „čaša nesmrtnosti“ für sein hervorragendes Opus ausgezeichnet. Er veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und Alben mit Poesie und Musik.

Eine Veranstaltung von Periskop e.V., in Zusammenarbeit mit dem Lettrétage und dem slovenischen Schriftstellerverband Društvo slovenskih pisateljev, unterstützt von der Slovenian Book Agency.

Weitere Informationen und Arbeitsproben der beiden Dichter_innen finden Sie in der ausführlichen Veranstaltungsankündigung auf der Website von Periskop.