Veranstaltungshinweis: Open Continent – Closed Nations. Herausforderungen und Perspektiven für Theaterfestivals in Osteuropa

Februar 2, 2017 by

Podiumsdiskussion mit:

  • Selma Spahić (Künstlerische Direktorin, MESS Festival, Bosnien und Herzegowina)
  • Ivan Medenica (Künstlerischer Direktor, BITEF Festival, Serbien, tbc)
  • Katrin Hrusanova (Executive Director, ACT Festival, Bulgarien, tbc)
  • Tomáš Froyda (ehem. Künstlerischer Direktor, DIVADLO Festival, Tschechien)

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Freitag, 24. Februar, 20:00 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Freier Eintritt

Anmeldung unter:
passage23@iti-germany.de

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.

 

 

 

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Theaterfestivals können mit ihrem vielfältigen Programm als Barometer für aktuelle Entwicklungen in Politik, Kultur und Gesellschaft angesehen werden. Sie konfrontieren das Publikum mit einer intensiven Auswahl zeitgenössischen Theaters und müssen sich gleichzeitig mit den Gesetzen des Marktes auseinandersetzen.

An diesem Abend werden wir die Situation der Theaterfestivals mit europäischen Festivalmacher*innen diskutieren und blicken unter anderem auf folgende Fragen: Was erzählen Theaterfestivals über den Zustand der Europäischen Idee? Insbesondere in Osteuropa sind es Theaterfestivals, die zu einer lebendigen Theaterlandschaft beitragen – doch welche Perspektive bieten diese Festivals auf die Entwicklungen von Theater und dessen Rolle in der Gesellschaft? Und wie werden sie im Westen wahrgenommen?

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Passage 23°E Theatre and Theatricality from the Baltic to the Aegean des Internationales Theaterinstitut Deutschland.

Hier finden Sie die Veranstaltungsankündigung als pdf – auf Deutsch und auf Englisch.

 

Ausstellung + Vernissage: Gedächtnislabyrinth SOLOVKI – Indizien, Spuren, Stimmen

Januar 18, 2017 by

Am 23. Januar 2017 findet ab 18.00 Uhr die Vernissage der Projektausstellung Gedächtnislabyrinth SOLOVKI – Indizien, Spuren, Stimmen in den Räumen des Instituts für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Ort: Dorotheenstraße 65, 10117 Berlin, 5. OG.
Die Ausstellung kann dann bis zum 24.05.2017 besichtigt werden. Führungen nach Vereinbarung!

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Hier der Ankündigungstext der Organisator_innen:

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Studienprojekts, das im Rahmen eines Seminars zur Sowjetkultur und deren gedächtnispolitischer Aufarbeitung sowie einer Sommerschule auf den Solovki – einer Inselgruppe im Weißen Meer mit einem der bedeutendsten Klöster Russlands, das lange Zeit als Gefängnis und Verbannungsort für oppositionelle Intellektuelle fungierte – entstand. Die Studierendengruppe begab sich vor Ort auf die Suche nach dem individuellen und kollektiven Gedächtnis der Siedlungsbewohner_innen sowie nach den verschiedenen Strategien erinnerungspolitischer Maßnahmen auf den Inseln. Die Ausstellung stellt nun einen Versuch dar, den Besucher_innen ein vielschichtiges Bild des Ortes zu präsentieren, welches der Widersprüchlichkeit seiner Geschichte und den Versuchen ihrer symbolischen Konzeptualisierung gerecht wird.

Und hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung mit weiteren Informationen.

Hinweis: CHAMISSOS SCHATTEN im Kino Arsenal ab 15.01.2017

Januar 11, 2017 by
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Karte der Beringsee von 1868

Alle, die Ulrike Ottingers künstlerisch-dokumentarische Filmexpedition auf den Spuren Adelbert von Chamissos „in Siebenmeilenstiefeln“ durch die Beringsee (unglaublich schöne und stille 709 Minuten!) nicht längst gesehen haben, können das jetzt im Kino Arsenal nachholen:

So 15.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 1: ALASKA UND DIE ALEUTISCHEN INSELN   Ulrike Ottinger, Deutschland 2016   OmE 190‘

So 22.1., 18.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 1: TSCHUKOTKA   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 192‘

Fr 27.1., 19.30h
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 2, TEIL 2: TSCHUKOTKA UND DIE WRANGELINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 153‘

So 29.1., 18.30h, zu Gast: Ulrike Ottinger
CHAMISSOS SCHATTEN – KAPITEL 3: KAMTSCHATKA UND DIE BERINGINSEL   Ulrike Ottinger   Deutschland 2016   OmE 174‘

Das beeindruckende Zeugnis einer dreimonatigen Reise im Sommer 2014 nach Alaska, Kamtschatka, Tschukotka und zur Wrangelinsel im Nordpolarmeer entführt den Zuschauer in eine fast irreal anmutende Welt, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins zu fallen scheinen. Der Held von Ottingers „wundersamer Geschichte“ ist zweifellos die Natur – das schier unendliche Meer, die vielfältigen Landschaften, die Tiere und Pflanzen. Nur der Mensch bleibt in dieser entlegenen Region eine zwiespältige Erscheinung: Den Rest des Beitrags lesen »

novinki-Jubiläumsparty am 12. Januar 2017!

Dezember 21, 2016 by

Bald ist es so weit: novinki feiert sein zehnjähriges Bestehen und das Erscheinen seines ersten Buches!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen: am Donnerstag, den 12. Januar 2017 ab 18.00 Uhr in die Bar Babette in Berlin.

Für das literarische Abendprogramm sorgt um 18.00 Uhr Eugenenovinki_buch_cover Ostashevsky. Ostashevsky ist gebürtiger Leningrader und lebt seit seinem elften Lebensjahr in New York/Brooklyn. Er schreibt auf Englisch, aber seine Texte sind translingual, nehmen ständig Bezug auf andere Sprachen, spielen mit Sprachen und mit Sprache generell.
Nach der Lesung wird DJane Eva mit einer Mischung aus Alternative Pop und Rock den musikalischen Teil des Abends einläuten. Außerdem gibt es natürlich viel Raum für nette Gespräche – und unser neues Buch nachgefragt. novinki im Gespräch mit Autor_innen aus Osteuropa.

Ort: Bar Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin
(U Schillingstraße, Glaskubus gegenüber dem Kino International)

Hier finden Sie unsere Party-Einladung als pdf.

Wir freuen uns schon sehr auf Sie!

Veranstaltungshinweis: Russischer Filmabend „Kalina Krasnaja“ am 19.12.2016

Dezember 16, 2016 by

Film und Gespräch

01c.inddKalina Krasnaja (UdSSR 1974)
Drehbuch/Regie: Wassili Schukschin

Gespräch mit der Hauptdarstellerin Lidija Fedossejewa-Schukschina und der Filmhistorikerin Prof. Dr. Oksana Bulgakowa

19.12.2016, 17:30 Uhr

Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur, Friedrichstraße 176-179, 10117 Berlin

Sprache: deutsch

Einführung und Moderation:
Paul Werner Wagner

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und der Tageszeitung „neues deutschland“ in Kooperation mit dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur und Go East Generationen e.V. und Unterstützung von GAZPROM Germania GmbH.

Veranstaltungshinweis: Fotografien aus der jüdischen Stadt in Lublin — Podiumsgespräch mit Iwona Chmielewska und Ulrike Grossarth über das Erinnern durch Illustrationen, Poesie und Performance

November 25, 2016 by

Samstag, 3. Dezember 2016 um 19 Uhr
buch|bund (Sanderstrasse 8, 12047 Berlin)

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Hier der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Der Zweite Weltkrieg löschte viele Zentren jüdischen Lebens in Polen aus und verschüttete die Erinnerungen an ihre Bewohner_innen – an ihren Alltag, ihre Kultur und Kunst. Exemplarisch für das tragische Schicksal des osteuropäischen Judentums und zugleich besonders im Hinblick auf das Ausmaß der Tragödie war die jüdische „Parapolis“ im polnischen Vorkriegs-Lublin. Vor 1939 machten dort Jüdinnen und Juden ein Drittel der Bevölkerung aus. Heute ist vom jüdischen Viertel der Stadt, die ehemals ein chassidischer Pilgerort war und wegen der weltberühmten Talmudschule als „Jüdisches Oxford“ bezeichnet wurde, lediglich ein Steinbrunnen geblieben.

In einem Seminar beschäftigen sich Studierende des Studiengangs Osteuropäische Kulturstudien an der Universität Potsdam mit der Geschichte des jüdischen Lublins, untersuchen literarische sowie historische Texte und setzen sich mit der Frage auseinander, wie heute von der Abwesenheit dieser Menschen erzählt wird. In einem Gespräch mit den Künstlerinnen Iwona Chmielewska und Ulrike Grossarth soll diesem Thema nachgegangen werden. Beide Autorinnen lassen sich von Fotografien aus dem jüdischen Viertel in Lublin inspirieren und versuchen, die Vorkriegsgeschichte der Stadt durch künstlerische Aufarbeitung in Form von Illustration und Performance der Vergessenheit zu entreißen. Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Siegfried Unseld Vorlesung mit Joanna Bator

November 16, 2016 by

Joanna Bator: The Horror of Cruelty

Vorlesung an der Freien Universität Berlin
in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag

05.12.2016 | 18:30

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

Starting from Judith N. Shklar’s famous essay “Putting Cruelty First”, renowned Polish writer Joanna Bator examines the idea of cruelty. What do we mean by cruelty, and what are its origins? As Montaigne succinctly put it, “We wonderfully incline to the worst”. What answers have disciplines such as Philosophy, Political Science, Psychology and Primatology provided? Joanna Bator will explore how cruelty can represent a challenge for a writer, and what role literature may play in the ongoing fight against the worst of human vices.

Zum dritten Mal findet die Siegfried Unseld Vorlesung des Dahlem Humanities Center in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag an der Freien Universität Berlin statt. Die Vorlesung wird von Schriftstellerinnen und Schriftsteller gehalten, die sich dem Verlag Siegfried Unselds und dessen Programmatik verbunden fühlen. Sie widmet sich vornehmlich der Frage nach dem Verhältnis von Literatur und Gesellschaft: Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: Buchvorstellung von Włodzimierz Nowak — Der Deutsche

November 16, 2016 by

18.11.2016 | 19:00 Uhr | Polnisch & Deutsch

im Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Nekölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

nowak_niemiecDer Deutsche ist eine wahre Geschichte – auch wenn sie in zwei heute nicht mehr existenten Ländern spielt: der DDR und der Volksrepublik Polen. Włodzimierz Nowak vergleicht die Volksrepublik Polen mit einem Brettspiel. Den Würfel warfen die Machthaber, der Bürger war die Spielfigur, die Regeln unbekannt und das Spiel sinnlos, dennoch glaubten alle an seinen Sinn. Und wer das nicht konnte oder wollte, der musste drei Felder zurück, kam nicht mehr dran oder wurde rausgeschmissen. Wer jedoch glaubhaft so tun konnte, bekam eine Dreizimmerwohnung in der Plattenbausiedlung „35 Jahre Volksrepublik“ – so wie Zygfryd Kapela, die Hauptfigur in Nowaks Buch. Je mehr Zygfryd, geboren 1947, versuchte, von Polen nach Deutschland zu fliehen, desto fester hielt ihn das Land, desto tiefer steckte es ihn in die Tasche und fügte ihm Leid zu.

Włodzimierz Nowak (1958) arbeitet seit vielen Jahren für die Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“. Von seinen detailreichen und einfühlsamen Reportagen auf Deutsch erschienen sind bisher die Bände Die Nacht von Wildenhagen (2009), in dem er von den Schicksalen der Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion erzählt, sowie Das Herz der Nation an der Bushaltestelle (2015), eine Sammlung von Reportagen, in denen Nowak das Leben der Menschen in der polnischen Provinz – der Verlierer des Systemwandels nach 1989 – schildert.  Für ersteren Band erhielt Włodzimierz Nowak 2010 gemeinsam mit seiner Übersetzerin Joanna Manc den Georg Dehio-Ehrenpreis.

Moderation: Marcin Piekoszewski
Lesung: Joanna Manc

Das Gespräch findet auf Polnisch statt und wird simultan ins Deutsche gedolmetscht. Den Rest des Beitrags lesen »

Hinweis: Russische Filmwoche in Berlin 2016

November 11, 2016 by

Russische Filmwoche in Berlin vom 23. bis 28. November 2016

rfw-berlin-2016Reine Kunst
 | Dawletjarow
Paradies | Kontschalowski
Dunkle Wasser | Karimow
Einsatz auf die Liebe | Michalkow
Die Erlösung | Wyrypajew
Über die Liebe | Melikjan
Verklärung | Woronetskaja, Sergin
Wachschutz | Proschkin
Eisbrecher | Chomeriki
Kickplatz | Bordukow

Alle Filme werden insg. 2–3 Mal im Filmtheater am Friedrichshain und dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur gezeigt (OmdU/OmeU). Das vollständige Programm gibt es hier. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Russischen Filmwoche in Berlin. Den Rest des Beitrags lesen »

Hinweis: Utopie und Gewalt – Werk und Wirkung des Schriftstellers Andrej Platonow (1899-1951)

November 9, 2016 by

platonovKonferenz
Konzert
Filme
Autorengespräche
Publikation

Datum:
29.11.–17.01.2017

Ort:
Berlin

Sprache(n):
Deutsch, Englisch und Russisch

Veranstalterin:
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde

Die Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programmheft der DGO.


Hier die Ankündigung der Veranstalterin:

Die Oktoberrevolution von 1917 bildete den Ausgangspunkt für einen utopischen Gesellschaftsentwurf, der in die Entfesselung politischer und gesellschaftlicher Gewalt mündete. Die Grundlagen für die staatliche Diktatur und die systemimmanente Gewalt wurden Ende der 1920er Jahre gelegt. Dazu gehören der erste Fünfjahresplan, die gewaltsame Industrialisierung des Landes, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und die Vernichtung der vermeintlichen Kulaken.

Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899–1951) gilt als literarischer Chronist und unbestechlicher Beobachter dieser Entwicklungen. Sein Werk spiegelt die Atmosphäre einer Epoche wider, die von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen neuen Welt geprägt war. Nachdem er den Zorn Stalins erregt hatte, konnten seine bedeutendsten Romane, Tschewengur (1927–28) und Die Baugrube (1930) zu seinen Lebzeiten nicht mehr erscheinen. Erst Ende der achtziger Jahre, mit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, setzte seine Wiederentdeckung ein. Joseph Brodsky stellte ihn auf eine Stufe mit Joyce, Musil und Kafka. Den Rest des Beitrags lesen »