KÖRPER, GEDÄCHTNIS, LITERATUR IN (POST-)TOTALITÄREN KULTUREN

September 28, 2016 by

Tagung vom 5. bis 7. Oktober 2016

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im ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Etage, Trajekte-Tagungsraum

Die Tagung Körper, Gedächtnis, Literatur in (post-)totalitären Kulturen ist eine Kooperation zwischen dem ZfL, dem Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der Freien Universität Berlin.

Organisiert von Susi K. Frank (HU) und Franziska Thun-Hohenstein (ZfL).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm der Veranstalter_innen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Hinweis auf die Buchvorstellung „Damit die Welt es erfährt … Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück“

September 16, 2016 by

Gespräch mit der Herausgeberin Dr. Andrea Genest und der Übersetzerin Inge Gerlinghoff

am 30. September 2016 um 19.00 Uhr
im Buchbund (Sanderstraße 8, Berlin-Neukölln)

Hier die Ankündigung der Veranstalter_innen:

damit_die_welt_es_erfaehrt_coverIn den Jahren 1939-1945 waren etwa 40.000 Polinnen in Ravensbrück interniert. Sie stellten in dem berüchtigten Frauen-konzentrationslager die größte Gruppe von insgesamt 132.000 Häftlingen aus 27 Nationen. Sie wurden dort erniedrigt und misshandelt, pseudomedizinischen Experimenten ausgesetzt und durch schwere Arbeit entkräftet. Aber sie gaben nicht auf. Widerstand war möglich – unter größten Gefahren. Es gelang ihnen, durch illegale Korrespondenz die Leitung der Untergrundarmee und die Exilregierung in London über die Verbrechen an den Häftlingen zu informieren: Damit die Welt es erfährt…

Diese Dokumente – Briefe, Operations- und Exekutionslisten, aber auch Gedichte – sind jetzt erstmals in deutscher Sprache erschienen. Sie geben Einblick in das Denken und Fühlen von Frauen, deren Überlebenswille nicht gebrochen werden konnte. Sie hofften auch in fast aussichtsloser Lage auf eine bessere Welt ohne Hass und Krieg. Den Rest des Beitrags lesen »

Veranstaltungshinweis: „Ein Sechstel der Erde“ am 02.09.2016 im Kino Krokodil, Berlin

August 31, 2016 by

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Am 2. September 2016 um 20 Uhr
zeigt das Kino Krokodil, Greifenhagener Straße 32, 10437 Berlin
am präparierten Flügel live begleitet von Jürgen Kurz

Dziga Vertovs berühmten „Werbefilm“ über die UdSSR: Šestaja čast’ mira (SU 1926, 35mm, 70 min, stumm). Anders als der Titel vermuten läßt, ist und will der Film weitaus mehr sein als bloße Propaganda: Er ist sowohl Zeugnis dеs ambitionierten Filmschaffens der noch jungen Sowjetunion als auch Ausdruck der Lust seines Regisseurs am künstlerisch-technischen Experiment. Vertov selbst hat in einem Interview für die Zeitung Kino im August 1926 gesagt:

“A Sixth Part of the World is more than a film, than what we have got used to understanding by the word ‘film’. Whether it is a newsreel, a comedy, an artistic hit-film, A Sixth Part of the World is somewhere beyond the boundaries of these definitions; it is already the next stage after the concept of ‘cinema’ itself … Our slogan is: All citizens of the Union of the Soviet Socialist Republics from 10 to 100 years old must see this work. By the tenth anniversary of October there must not be a single Tungus who has not seen A Sixth Part of the World” (aus: Vertov’s World von Nina Power, 2010).

Aus dem Programm der Veranstalter_innen:

Die Sowjetunion umfasste ein Sechstel der Landfläche der Erde und darauf verweist auch der Filmtitel. Vertovs geradezu mystischer Glaube an die Schöpfungsgewalt der Filmsprache kennt keine Hindernisse, Entfernungen und zeitlichen Grenzen. So verbindet ŠESTAJA ČAST’ MIRA Bilder der europäischen und asiatischen Teile der UdSSR zu einem ‚Gesang der Welt‘ sowie zu einem großen gleichberechtigten Miteinander verschiedenster Menschen. Den Rest des Beitrags lesen »

Hinweis: 16. internationales literaturfestival berlin, 07.-17.09.2016

August 25, 2016 by

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Auch zum diesjährigen 16. internationalen literaturfestival berlin (ilb) haben sich wieder viele interessante Autoren angesagt. Hier eine kleine Auswahl aus dem umfangreichen Programm der Veranstalter_innen:

Julia Kissina [Ukraine/D] – Elephantinas Moskauer Jahre

wann: 10.09.2016, 19:00 Uhr
wo: Schwartzsche Villa
Moderation: György Dalos

Eine junge Frau folgt ihrem Idol in die Katakomben Moskaus. Von der Sehnsucht nach einem freien Künstlerdasein geleitet, folgt die junge Elephantina ihrem Idol, dem Dichter Pomidor, in die Katakomben Moskaus. Dichterabende in überfüllten Studentenclubs, verbotene Kunstaktionen, eine Begegnung mit Allen Ginsberg und eine Vorladung beim KGB bilden die Kulisse, vor der sich Elephantina nach Pomidor verzehrt. Den Rest des Beitrags lesen »

Hinweis auf die DGO-Fachtagung „Russland und/als Eurasien“, 07.-09.10.2016 in Berlin

August 24, 2016 by

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Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde lädt alle Interessierten herzlich zur diesjährigen Tagung der Fachgruppe Slavistik vom 7. bis 9. Oktober 2016 in Berlin ein. Die Tagung wird geleitet von Prof. Dr. Birgit Menzel (Mainz-Germersheim) und Prof. Dr. Christine Engel (Innsbruck). Tagungsort ist die Europäische Akademie Berlin, Bismarckallee 46/48, 14193 Berlin.

Aus der Ankündigung der Veranstalter_innen:

Seit den 1990er Jahren hat eine intensive reale und symbolische Aneignung des eurasischen Raums eingesetzt. Sie erfolgt sowohl von Russland als auch vonseiten anderer Großmächte, und ist primär der Marktexpansion sowie geopolitischen und geostrategischen Interessen in einer neuen multipolaren Weltordnung geschuldet. Auch die Osteuropaforschung, die den postsowjetischen Raum jenseits des Ural bis dahin weitgehend ignoriert bzw. als Peripherie behandelt hat, reagiert auf diese Entwicklungen und bezieht nunmehr auch die Region Zentralasien ein. Die bisherigen Forschungsarbeiten zum Raum Eurasien haben sich allerdings in erster Linie auf politik- und sozialwissenschaftliche sowie auf historisch-geographische Fragestellungen konzentriert.

Die 18. Arbeitstagung der Fachgruppe Slavistik wendet sich nunmehr explizit der Frage nach den verschiedenen kulturellen Modellierungen sowohl in Russland als auch in den zentralasiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu. Neben den ideologischen Positionen nehmen sie Fragen der Ästhetik und der Sprachtheorie, Beispiele aus Literatur und Musik sowie philosophische, mythische und religiös-spirituelle Ideen und Konzepte in den Blick.

Hier finden Sie Einzelheiten zu Tagungsverlauf und Anmeldung (bis 09. September bei der DGO per eMail office@dgo-onlin.de oder telefonisch 030. 21 47 84 14). Es wird eine Tagungsgebühr erhoben.

Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Russisch (mit Verdolmetschung der deutschen Beiträge ins Englische).

Veranstaltungshinweis: Lange Nacht des osteuropäischen Theaters

Juli 7, 2016 by

Filme und Begegnungen am 8. Juli 2016 ab 19.00 Uhr

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Kunstquartier Bethanien / Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter*innen:

Wenn Kultur zu den wichtigsten Grundlagen eines gemeinsamen Europa gehören soll, was wissen wir eigentlich von den Kulturen unserer Nachbarn? Insbesondere Ost-, Mittelost und Südosteuropa sind kaum im Blickfeld – auf den Theaterbühnen und in der Politik dominieren andere Blickrichtungen. Was aber sind die Themen der Künstler*innen in Riga, Ljubljana oder Vilnius? In welchen kulturellen und politischen Kontexten realisieren sie ihre Arbeiten? Was ist ihr Blick auf Europa?
Die Lange Nacht geht diesen Fragen nach. Mit Filmen zum Theater, im direkten Gespräch mit Künstler*innen und Expert*innen und den Dokumentationen herausragender Inszenierungen der Regisseure Oskaras Koršunovas (Litauen), Krzysztof Warlikowski (Polen) und anderen.

Die Lange Nacht ist eine Veranstaltung des Mime Centrum Berlin / Internationales Theaterinstitut in Kooperation mit Freie Universität Berlin / Institut für Theaterwissenschaft im Rahmen des Projekts PASSAGE 23°E.

Eintritt frei

Hier finden Sie das Programm der Langen Nacht als pdf.

Vortrag von Irina Paperno

Juni 21, 2016 by

Das Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin lädt alle Interessierten recht herzlich zum Vortrag von Irina Paperno ein. Das Thema des Vortrags:

“Двойное варварство Гитлера и Сталина”:
on Olga Freidenberg and her notes of the Leningrad blockade

Irina Paperno ist Professorin am Institut für Slawische Sprachen und Literaturen der University of California, Berkeley. Sie lehrt u.a. russische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, russische und europäische Kultur- und Geistesgeschichte, Literatur- und Kulturtheorie. Ihr Forschungsinteresse gilt vor allem dem Zusammenhang von Erzählung und Bewußtsein, Psychoanalyse und Literatur, Selbstkonzepten und Subjektivität sowie der Analyse von Ego-Dokumenten wie Tagebüchern, Memoiren und Briefen. Aktuell arbeitet Paperno an einer Tolstoj-Biographie.

Ort: Institut für Slawistik, Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57
Zeit: 22. Juni 2016, 18:00 Uhr c.t.

Videoclip: Julia Kissina über Elephantinas Moskauer Jahre

Juni 13, 2016 by

Anlässlich des Erscheinens ihres neuen Romans Elephantinas Moskauer Jahre hat der Suhrkamp Verlag Julia Kissina einige Fragen gestellt und daraus einen Videoclip produziert. Wir freuen uns, den Clip auch hier präsentieren zu können:

Veranstaltungshinweis: BERLIN.BEREGA – Präsentation und Diskussion am 15.06.2016

Juni 9, 2016 by

Berlin_BeregaPräsentation & Diskussion & Lesung

Anläßlich der zweiten Ausgabe stellt sich Berlins neue russischsprachige Literaturzeitschrift BERLIN.BEREGA am Institut für Slawistik vor und der Diskussion:

Zeit: 15. Juni 2016, 16:00 Uhr
Ort: Dorotheenstraße 65, 5. Stock, Raum 5.57

Diskussionsthema: „Überschreiten der Grenzen der Muttersprache: Recht, Notwendigkeit oder Chance?“

An der Veranstaltung nehmen auch zwei Autoren teil: Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin. Beide stammen aus Leningrad und leben seit über 10 Jahren in Deutschland. Ekaterina Vassilieva und Dmitry Vachedin schreiben und sprechen sowohl Russisch als auch Deutsch.

Zusammen mit dem Herausgeber von BERLIN.BEREGA Grigorij Arosev freuen sich die Autoren auf ein Gespräch über ihre Erfahrungen, die sie beim Überschreiten der Grenzen gemacht haben, sowie generell über „Zweisprachigkeit in der Literatur“. Beide Autoren werden auch aus ihren Werken vorlesen. 

Die Diskussion und Teile der Lesung finden auf Deutsch statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Hinweis: Havel-Prigov-Ausstellung in Prag

Juni 8, 2016 by

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Havel – Prigov und die tschechische experimentelle Poesie

Dauer der Ausstellung: 17. Juni – 30. Oktober 2016
Ausstellungsort: Letohrádek Hvězda, obora Hvězda, Praha 6 – Liboc

Kuratoren: Sabine Hänsgen, Tomáš Glanc, Petr Kotyk (PNP)

Die Ausstellungseröffnung findet am 16. Juni 2016 um 18:00 Uhr statt. Danach ist die Ausstellung täglich außer montags von 10:00 bis 18:00 Uhr zu sehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Aus der Ankündigung der Organisator_innen:

Texts, Pictures, Objects, Performances in Art Practices from the 1960s to the 1990s: The intention of the exhibition is to introduce, for the first time in Bohemia, the artistic personality of Dmitri Prigov, by means of comparing his work with Havel’s Anticodes and examples of Czech experimental poetics. Den Rest des Beitrags lesen »